Aktion Gemeinwohl!

Gemeinsam vom Mangel in die Fülle

Atlantis

Über den Beginn des Quintär-Zeitalters

Der Carolina-Meteor und der Untergang von Atlantis

In den offiziellen Geschichtsbüchern unserer heutigen Welt tauchen alte und längst versunkene Kulturen auf, die berühmte Namen tragen: Sumer im Zweistromland, Ägypten im östlichen Nordafrika, die Maya-Kultur in Südamerika, um nur einige zu nennen. Aus diesen Kulturen wurden zahllose Belege ihrer Existenz, ihrer kulturellen Ausprägung, ihrer Blüte und ihres Untergangs geborgen. Doch es gibt eine Kultur, die älter ist als die sumerische und die ägyptische, und es gibt bedeutende Überlieferungen, Kulturspuren und geologische Befunde, die auf ein gewaltiges Reich mitten im Atlantik hinweisen: Atlantis.

Die offizielle Geschichtsschreibung ignoriert diese uralte Kultur, und was zeitgenössische Forschermühen angeht, so hat man mindestens zwei Dutzend Orte im Verdacht, einst Sitz des alten Atlantis gewesen zu sein. Diese Orte liegen im Mittelmeer-Raum und im nördlichen Mitteleuropa, aber kein einziger dort, wo man ihn aufgrund seines typischen Namens vermuten kann: nämlich im Atlantik.

Atlantis – eine Kultur, die es nie gab? Eine Kultur, die vielen Spekulationen Nahrung gibt, von der aber niemand zu wissen scheint, wo sie einst existierte – einer solchen Kultur auf die Spur zu kommen, das ist Thema dieses Beitrags.

Was überliefert Plato?

Um das Jahr 10 700 v. Chr. wurde der Pyramidenkomplex bei Gizeh erbaut, und wenige Jahrzehnte danach brach die wahrscheinlich größte Katastrophe über die Erde herein, der die Menschheit je ausgesetzt war.

Diese Katastrophe ereignete sich nach der „Chronik von Akakor“ im Jahre 10 468 v. Chr., und Otto Muck („Alles über Atlantis“) identifizierte als Auslöser jene gigantische kosmische Bombe, die in der Geologie als „Carolina-Meteor“ bekannt ist.

Der Meteor jagte mit einer Geschwindigkeit von zwanzig Kilometern pro Sekunde in mehreren Stücken in den Atlantik, riss dort drei riesige Tiefseelöcher und senkte das gesamte Atlantik-Becken um drei bis fünf Kilometer.

Es scheint sich hierbei um keine „spontane“ Naturkatastrophe gehandelt zu haben, denn die Meteoritenbombe schlug für einen „Zufall“ allzu gut platziert in jene atlantischen Gebiete ein, die im Bereich des 30. Breitengrades liegen.

Denn genau hier siedelte Plato (427-347 v. Chr.) in seinen berühmten Timaios- und Kritias- Dialogen die alte Kultur der Atlanter an:

„Diese Großmacht kam vom Atlantischen Ozean, der damals noch schiffbar war; es lag nämlich vor der Meerenge, die ihr die >Säulen des Herakles< nennt, eine Insel: Diese war größer als Asien und Libyen zusammengenommen, und über sie gelangte man zu anderen Inseln und von diesen Inseln auf das gesamte gegenüberliegende Festland, das vom echten Meer umschlossen war; denn das Meer diesseits der Säulen des Herakles ist nur eine Bucht mit engem Eingang, jenes andere Meer dagegen wird mit Recht ein Ozean genannt, und das Land an seinen Ufern kann man wahrlich als einen Kontinent bezeichnen. Auf dieser Insel namens Atlantis gab es ein großes und wunderbares Reich, das über die ganze Insel, sowie viele andere Inseln und Teile des Kontinents herrschte...“ Plato verfaßte zwei Jahre vor seinem Tode – im Jahre 349 – seinen Bericht über die atlantische Kultur. Platos Bericht fußt auf Erzählungen Solons, der zweihundert Jahre vor ihm – in den Jahren nach 571 – in Ägypten ausführliche Berichte der Priester in Sais aufzeichnete. Solons Originalschriften sind verschollen, doch gelangte sein Bericht über Dropides, Kritias den Älteren und Kritias den Jüngeren schließlich an Plato. Platos Bericht wiederum wurde 800 Jahre später – im Jahre 450 n.Chr. – von dem Philosophen Proklos ausdrücklich bestätigt. In einem ausführlichen Kommentar zum Timaios-Dialog weist er auf den Historiker Krantor hin, der um etwa 260 v.Chr. – 300 Jahre nach Solon, 200 Jahre nach Herodot und 100 Jahre nach Plato – im Neith-Tempel zu Sais jene Hieroglyphensäule studiert habe, auf der Solons auf Plato gekommener Bericht beruht. Ägyptische Quellen geben Kunde vom „verborgenen Land“ Amen Ta im westlichen Ozean, und Charles Berlitz („Der 8. Kontinent“) berichtet, in arabischen Quellen sei die verschollene Kultur Ad genannt worden. In alten Überlieferungen Südamerikas ist die Erinnerung an Atlan oder Aztlan, das von dort aus gesehen im östlichen Ozean lag, noch in unseren Tagen lebendig. Und auch die Hopi in Arizona erinnern sich an ein großes Reich im Atlantik: Talawaitichqua, das „Land im Osten“ – eine Kultur, die bereits bestand, als große Teile des südamerikanischen Kontinents noch weitgehend unter Wasser lagen. Plato schildert in wunderbarer Sprache die Saga von Glanz, Verfall und Vernichtung einer einzigartigen Hochkultur. Im Unterschied zu den epischen Dichtungen Homers und anderen Götter- und Heldensagen der Hellenen enthält der Plato-Bericht eine Fülle detaillierter Beschreibungen der Stadtanlage, der weiteren Umgebung sowie der sozialen und militärischen Organisation – jedoch, ganz unüblich, kein einziges Heldenabenteuer.

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Platos Bericht ist zu umfangreich, als dass wir ihn hier ausführlich zitieren könnten. Deshalb im folgenden eine Zusammenfassung der wesentlichen Angaben:

1. Die „Götter“ haben die Erde in verschiedene Herrschaftsbereiche aufgeteilt
2. Atlantis lag westlich im Meer, zwischen der Straße von Gibraltar und dem gegenüberliegenden Kontinent
3. Poseidon gründete Atlantis und zeugte mit der erdgeborenen Kleito ein Königsgeschlecht von Göttersprösslingen; Atlas war der erste König
4. Poseidon legte die Hauptstadt nach exaktem geometrischem Muster an: Aus der Vogelperspektive ergibt sich ein Symbol aus drei konzentrischen Kreisen und einem Kreuz – dem Kreuz von Atlantis
5. Die atlantische Kultur war so mächtig, dass sie bis in den Mittelmeer-Raum hineinwirkte
6. Die atlantische Ethik verkam mit dem Verlust des „göttlichen Blutes“
7. Zeus berief den Rat der Götter ein mit dem Ergebnis, dass Atlantis in den Fluten des Ozeans versenkt wurde, und zwar neuntausend Jahre vor Platos Zeit

Betrachten wir zunächst das namentlich genannte Personal. Poseidon war ein Bruder des Zeus, und beide waren Söhne des Kronos, dessen Vater wiederum als Uranos bekannt war. Tatsächlich aber – so ergaben meine Recherchen –, kamen die Söhne des Uranos sämtlich erst nach der biblischen Sintflut, rund siebentausenddreihundert Jahre später, zu Macht und Ehren.

Dies bedeutet, dass Poseidon, der Enkel des Uranos, unmöglich eine Kultur gegründet haben kann, die bereits siebentausenddreihundert Jahre vor seiner Zeit untergegangen war. Atlas seinerseits ist ein Sohn des Japetos, der in den Jahren um 3 000 v. Chr. – 7 500 Jahre nach der Atlantis-Katastrophe – hoch droben im Norden, in Hyperborea, seinen Herrschersitz einnahm. Atlas, der Astronom – jener, der die Erde „auf seinen Schultern trug“ – gilt als einer der ersten hyperboreischen Könige. Und auch von Poseidon ist überliefert, dass er sich außer in Kanaan oft und gern im sagenumwobenen Hyperborea, im „Lande jenseits des Boreas“, aufhielt. Nicht aber im meerumtosten Inselreich Atlantis.

Was schließlich Zeus angeht, den angeblichen Initiator des atlantischen Strafgerichts, so trifft für ihn das gleiche zu wie für seinen Bruder Poseidon: Auch er trat erst über siebentausend Jahre nach dem Atlantis-Desaster in die Geschichte ein. Die atlantische Kultur auf dem 30. Breitengrad wurde im Jahre 10 468 v. Chr. zerstört, die hyperboreische Kultur jedoch erst in den Jahren um 1 220 v. Chr.

Der-atlantische-Mittelrücken

Und: Hyperborea lag weit entfernt vom 30. Breitengrad – zwar per Schiff nur durch die „Säulen des Herakles“ zu erreichen, doch lag das Land weit im Norden, rund siebenundzwanzig Breitengrade vom 30. Breitengrad entfernt. Nämlich in jenem Landstrich, dessen Name verrät, dass hier einst Riesen gelebt haben. Es handelt sich um die Halbinsel Jütland, die die Nordsee von der Ostsee trennt.

Wir gelangen so zu dem Schluss, dass in Platos Bericht zwei zeitlich weit auseinander liegende Szenarien, zwei gänzlich verschiedene Kulturschauplätze und zwei deutlich unterscheidbare Personengruppen gleichsam „zusammengeschoben“ wurden.

Was sagen die geologischen und kulturellen Befunde?

Jetzt wollen wir uns der Frage zuwenden, welche Belege für Platos Angabe sprechen, das Reich der Atlanter habe im Atlantik gelegen, in jenem Meer, an dessen gegenüberliegender Küste ein Kontinent zu finden sei.

Folgen wir dem 30. Breitengrad in westlicher Richtung! Wir durchqueren zunächst Nordafrika und das Atlas-Gebirge. Die Meerenge von Gibraltar wird südlich und nördlich vom Gipfel des Atlas und den Bergen von Gibraltar flankiert – das waren in der Antike die „Säulen des Herakles“.

Wir blicken nun von der nordafrikanischen Küste nach Westen über den Atlantik. Zwischen uns und dem Bermuda-Dreieck vor der Halbinsel Florida liegen nichts als einige verstreute Inselgruppen: die Azoren und die Kanarischen Inseln. Kaum anzunehmen, so scheint der erste Blick zu zeigen, dass im Atlantik einst eine Kultur von jener Ausdehnung gelegen haben könnte, wie Plato das Inselreich beschreibt. Dies ist die Auffassung der meisten Historiker.

Wir werden überrascht sein, was eine genaue Untersuchung zutage fördern kann. Fassen wir also den Atlantik näher ins Auge!

Im Unterschied zum geologisch alten Pazifik zählt der Atlantik zu den sogenannten Neu-Ozeanen. Der Atlantik entstand, als die Landmassen des westlichen Doppelkontinents Amerika und die riesigen Kontinentalschollen Afrikas und Eurasiens auseinander rissen.

Die atlantischen Meeresbecken bestehen vorwiegend aus Basalt, einem magmatischen Gestein, das in glutflüssigem Zustand aus dem Erdinnern über Krater und Riss-Spalten an die Oberfläche quoll und sich dort als neue Erdkruste zwischen die auseinandertreibenden Granitschollen der heutigen Kontinente legte.

Die Quelle des geologisch jungen basaltenen Nachschubs ist ein riesiger Gebirgsrücken, der den gesamten Atlantik von Süd nach Nord durchzieht. Dieser ebenfalls basaltene Rücken ist vulkanisch und entsprechend voller „Unruhe“. Der Atlantik dehnt sich, und so ist das kontinentalnahe Basalt des Meeresbodens älter als das Material des in der Mitte liegenden Rückenmassivs.

Werfen wir einen Blick auf den Globus, so erkennen wir, dass der Atlantische Rücken S-förmig von Grönland bis zum Südpolarbecken verläuft. Dieses rund fünfzehntausend Kilometer lange und bis zu tausendfünfhundert Kilometer breite Basaltmassiv ist verbunden mit anderen Vulkangürteln, die alle Meere durchziehen. Die Gesamtlänge des globalen basaltenen „Nahtsystems“ liegt bei sechzigtausend Kilometern.

Fassen wir nun die Tiefenstruktur des Nordatlantik näher ins Auge. Der basaltene Mittelrücken liegt im Schnitt zweitausend Meter unter dem Meeresspiegel. Schwellenarme verbinden den Rücken mit den Kontinenten. Dazwischen liegen die Senken der atlantischen Becken.

Die größte dieser ozeanischen Wannen ist das nordamerikanische Becken. Es ist etwa 6,5 Kilometer tief – rund zwei Kilometer tiefer als die Großbecken im Westpazifik.

Zwischen den Bermudas und dem südlich gelegenen Puerto Rico erkennen wir ein riesiges Tiefsee-Doppelloch mit einer Tiefe von 6995 Metern; es liegt knapp südlich des 30. Breitengrades.

Südwestlich, unmittelbar nördlich von Puerto Rico, liegt einer der tiefsten ozeanischen Gräben der Erde: die Milwaukee-Tiefe mit 9 219 Metern.

Östlich dieses Grabens – jenseits des Mittelrückens – finden wir ein weiteres gigantisches Loch im Kapverden-Becken. Seine Tiefe: 7292 Meter. Ein fast ebenso tiefes Loch finden wir nördlich im Kanaren-Becken.

Die Analyse des nordamerikanischen Beckens zeigt, dass hier einst ein breites Schwellensystem von New York bis Puerto Rico den westlichen Kontinent mit dem Mittelrücken verband. Dieses einstige Schwellensystem liegt auf dem 30. Breitengrad und ist heute zerschmettert.

Genau auf diesem Schwellenarm liegt das Bermuda-Dreieck – jenes Gebiet, in dem Hunderte von Schiffen und Flugzeugen spurlos verschwanden, kleine Propellermaschinen mit der doppelten Reisegeschwindigkeit von Düsenjets regelrecht „teleportiert“ wurden, auf Luft- und Wasserfahrzeugen Kompasse und elektronische Anlagen versagten und in dem Hunderte von Menschen an einem Strand in Florida einen Flugzeugabsturz ins Meer beobachteten, ohne dass ein einziges Trümmerstück oder Ölspuren gefunden wurden (Charles Berlitz, „Der 8. Kontinent“).

Auf modernen Reliefkarten ist unschwer zu erkennen, dass der Mittelrücken genau im Bereich des 30. Breitengrades noch heute seine größte westöstliche Ausdehnung besitzt. Was die Tiefseelöcher in den Kanarischen und Kapverdischen Becken anbetrifft, so sind sie Zeugen zerschmetterter Schwellenarme, deren Reste als Kanarische und Kapverdische Inseln noch eng mit dem afrikanischen Kontinentalschelf verbunden sind.

Die ostatlantischen Becken sind heute im Schnitt 4,5 Kilometer tief. Die Gibraltarschwelle zwischen Afrika und der Iberischen Halbinsel steigt auf bis zu 750 Meter unter der Wasserlinie. Das mittelmeerische Westbecken ist etwa 3,5 Kilometer, das Ostbecken drei Kilometer tief.

Die Tiefenmarken der meerischen Becken sinken vom Einschlagsgebiet im Atlantik bis zum ostmittelmeerischen Becken über 6,5 – 4,5 – 3,5 auf drei Kilometer ab.

Der Atlantische Mittelrücken liegt im Schnitt zwei Kilometer unter dem Meeresniveau, doch erheben sich auf ihm nicht nur die als Inseln sichtbaren Azoren. Es gibt eine Vielzahl von vulkanischen Gipfeln, die bis zu 146 Meter unter den Wasserspiegel aufragen. Lassen wir in Gedanken die Wasserhöhe nur um einen Kilometer sinken – oder den Rücken aufsteigen – so wäre die Mitte des Atlantik von Süd nach Nord mit einer Kette von Vulkaninseln markiert, die einen knappen Kilometer aus dem Meer ragen.

Die Gibraltarschwelle aber läge jetzt rund zweihundertfünfzig Meter oberhalb des Meeresniveaus, und das Mittelmeer wäre vom Atlantik abgeriegelt!

Lassen wir den Rücken und seine Schwellenarme gar um drei Kilometer aufsteigen, so erblicken wir eine zusammenhängende basaltene Landmasse, die sich nach Norden bis Grönland, westöstlich am 30. Breitengrad erstreckt und im Schnitt einen Kilometer über dem Meer liegt.

Der amerikanische Meeresgeologe Maurice Ewing fasste nach Charles Berlitz vor Jahrzehnten seine Erforschung des atlantischen Tiefenreliefs so zusammen: „Entweder ist das Land drei- bis fünftausend Meter abgesunken, oder der Meeresspiegel ist um drei- bis fünftausend Meter gestiegen. Beide Möglichkeiten sind gleich aufregend.“

Die zweite Möglichkeit ist freilich nicht im geringsten aufregend, denn wo sollte je so viel Wasser gebunden gewesen sein, um den Meeresspiegel auf Dauer um drei bis fünf Kilometer ansteigen zu lassen? So bestätigt Ewing in jedem Falle, dass der atlantische Mittelrücken und seine Schwellenarme einst über dem Wasser gelegen haben müssen.

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Damit erstreckte der basaltene atlantische Kontinent sich einst auf dem Mittelrücken über sechstausend Kilometer bis nach Grönland. Der Kontinent besaß im Bereich des 30. Breitengrades eine West-Ost-Erstreckung, die als kompakte Landmasse wenigstens zweitausend Kilometer Länge erreichte.

Was schließlich die wahrscheinliche Lage der ehemaligen Hauptstadt Poseidia angeht, so kann sie im kompaktesten Bereich des Landmassivs vermutet werden – dort, wo der Mittelrücken vom 30. Breitengrad geschnitten wird. Dieser Punkt liegt bei 40° westlicher Länge.

Freilich ist es recht unwahrscheinlich, dass eine Tauchexpedition hier etwas finden wird. Denn nach der Einschlagskatastrophe, auf deren Szenario wir noch kommen werden, riss der Mittelrücken eruptiv auf und spie ungeheure Mengen glutflüssigen Magmas aus.

Möglicherweise liegt die alte Königsstadt seit 12 500 Jahren nicht nur in zweitausend Metern Tiefe, sondern auch unter einer mächtigen Schicht jüngsten Basalts.

Immerhin brachte eine Vielzahl von Bohrungen im Bereich des Mittelrückens in schöner Regelmäßigkeit Schichten vulkanischer Asche ans Licht, deren organische Einsprengsel pflanzlichen und tierischen Ursprungs auf ein Alter zwischen zehn und fünfzehntausend Jahren datiert werden konnten.

Im Bereich dieser Schätzungen liegt auch die Zeitmarke, die Plato angibt. Sie liegt bei rund 9 500 v.Chr. Dennoch haben wir mehrere gute Gründe, das Katastrophendatum der „Chronik von Akakor“ zu bevorzugen. Von höchster Bedeutung ist nämlich, dass das Mitteldatum aller forscherischen Altersschätzungen bei 10 500 v.Chr. liegt. Und damit wird das Datum der Akakor-Chronik glänzend bestätigt.

Unterwasserfunde, die auf alte Kulturspuren schließen lassen, sollten am ehesten in relativ seichten Atlantikgebieten zu erwarten sein. „Im westlichen Atlantik“, so Charles Berlitz in seinem Buch „Der 8. Kontinent“, „würde die Inselgruppe der Bahamas, wenn man den Meeresspiegel um bloße hundert Meter absenkte, eine geschlossene Landmasse in der Größe von Florida bilden … Auf dem Meeresboden dieses Gebietes hat man mehr als fünfzig archäologische Stätten entdeckt“.

Hier finden sich obendrein Tropfsteinhöhlen mit Stalagmiten und Stalagtiten – Kalksteinzapfen, von denen der obere nach unten und der untere nach oben wächst. Ein zwingender Beweis dafür, dass diese Höhlen einst über Wasser lagen.

Ein großer untermeerischer „Kulturfriedhof“ liegt offenbar auch im Gebiet östlich Mittelamerikas und nördlich der venezolanischen Küste. Von Belize und Yucatan führen uralte Steinstraßen direkt ins Meer. Vor der Küste Nordvenezuelas wurde ein etwa 160 Kilometer langer Steinwall geortet.

Betrachten wir die Funde auf den Bahama-Bänken. Etwa vierhundert Meter vor der Küste der Insel Bimini gibt es eine Reihe langer Steinmauern, zusammengesetzt aus Riesenblöcken, teilweise geborsten und gegeneinander verschoben. Da liegen kreisförmig angeordnete Steinblöcke; Rundbauten rings um Süßwasserquellen; schnurgerade Mauern und Straßen; „Linien“, die sich vielfach überschneiden; große rechteckige Flächen.

Die runden Megalith-Anlagen erinnern an Baukomplexe wie Stonehenge in Südengland. Das System von „Linien“ drängt zu einem Vergleich mit den gigantischen Bodenzeichnungen auf der Hochebene von Nazca in Peru.

In einem benachbarten Gebiet – zwischen der Floridastraße, dem Santaren- und dem Nicholas-Kanal – wurden in nur 7,60 Meter Tiefe Steinpflaster und eine vierhundert Meter lange Mauer entdeckt. Im gleichen Gebiet – bei der Cay Sal Bank – tauchten im Jahre 1977 auf dem Echographen eines Fangbootes die Umrisse einer gewaltigen Pyramide auf. Taucher berichteten, dass das Bauwerk aus großen Steinen gefügt sei.

Jener Fund, der besonderes Aufsehen erregte, ist dem Arzt und Taucher Ray Brown zu verdanken. Im Jahre 1970 tauchte Brown gemeinsam mit vier Kollegen im Gebiet der Berry Islands (Bahamas).

Plötzlich erblickte Brown „die Umrisse einer Pyramide, die wie ein Spiegel glänzte. Etwa zehn bis zwölf Meter von der Spitze entfernt war eine Öffnung … Die Öffnung war wie ein Schacht, der in einen Innenraum mündete. Ich sah etwas aufleuchten. Es war ein Kristall, der von zwei metallenen Händen gehalten wurde. Ich trug Handschuhe und versuchte, den Kristall loszureißen, was mir auch gelang. Sobald ich ihn in der Hand hielt, hatte ich das Gefühl, es sei an der Zeit zu verschwinden und nicht mehr zurückzukehren.“

Straßen, die ins Meer führen und sich dort fortsetzen; megalithische Rundbauten und Pyramiden mit technischen Artefakten unter Wasser – das sind unzweifelhafte Beweise für eine Kultur, deren Merkmale an die ägyptische erinnern. Es handelt sich um Kulturspuren von Atlantis im Bereich jenes zerschmetterten und abgesunkenen Schwellensystems, das westlich des atlantischen Mittelrückens einst eine basaltene Landfeste nach Amerika bildete.

Wie sieht es nun mit jenem Schwellengebiet aus, das in östlicher Richtung nach Europa und Afrika weist?

Wir wissen aus spanischen Berichten, dass noch vor wenigen Jahrhunderten auf den Kanaren die Guanchen lebten, ein friedliches Volk blonder Hünen, das von den Spaniern auf dem schnellsten Wege ausgerottet wurde. Die Guanchen berichteten vom Untergang eines großen Inselreiches, von dem die Kanaren übriggeblieben waren und ihren Vorfahren als Zuflucht gedient hatten. Die Guanchen fürchteten das Meer und trieben keinen Fischfang per Boot.

Die Berichte der Guanchen wurden bestätigt, als im Jahre 1981 ein Forscherteam nur fünfzehn Meter unter dem Meeresspiegel eine Terrasse aus großen bearbeiteten Steinplatten fand, die etwa achtzig Quadratmeter Boden bedeckte. Von diesem Plafond führten breite Steinstufen in die Tiefe. Die Steine tragen gekerbte Inschriften, deren Zeichen jenen ähneln, die auf den Kanaren auch über dem Wasser zu finden sind.

Auf der Azorenschwelle nördlich der Kanaren entdeckte 1974 eine sowjetische For- schergruppe sechzig Meter unter dem Meeresspiegel megalithisches Mauerwerk und eine treppenartige Anlage.

Und vor der marokkanischen Küste wurde eine kilometerlange Mauer durch Forscher untersucht und fotografiert. Einige Steine dieser Mauer sind so groß wie die Riesen- monolithen im Fundament der Akropolis von Baalbek im Libanon.

Weiter im Norden, vor der Küste der französischen Bretagne, finden sich megalithische Dolmen-Anlagen und kreisartige Anordnungen von Menhiren (Steinsäulen), die beim Zusammentreffen von Ebbe und ablandigem Wind weit draußen aus dem Meere tauchen.

Wir finden megalithische Kulturspuren mithin nicht nur im Bereich der zerschmetterten Schwellenarme, sondern auch in den Küstengebieten. Dies gilt sowohl für Europa und Afrika wie für das mittelamerikanische Yucatan.

So überliefern etwa die Basken in den hochgelegenen Pyrenäen, sie seien Nachfahren einer alten Inselkultur mit Namen Atyantika, die einst in einer gewaltigen Flut
Im Atlantik versank. Wie die Indios in Yucatan benutzen sie eine zweizinkige Hacke für die Feldarbeit, und auf beiden Seiten des Meeres wird das gleiche uralte Ballspiel ausgeübt: das Pelote.

Der bruchlose Übergang von megalithischen Bauten im Meer zu solchen auf dem Festland weist auf kulturgeschichtliche Zusammenhänge, die durchaus anders zu deuten sind als nach dem herkömmlichen Muster Steinzeit-Bronzezeit-Eisenzeit.

Die Existenz einer atlantischen Rasse nämlich, die Kulturspuren sowohl im als auch beiderseits des Atlantik hinterließ, hilft ein Rätsel lösen, das Ethnologen wie Archäologen gleichermaßen beschäftigt. Es handelt sich um das Auftauchen der starkknochigen Riesenrasse der Cromagnards in Westeuropa vor mehreren Jahrzehntausenden.

Diese Rasse, zwei bis 2,20 Meter groß, hochintelligent und mit exzellentem künstlerischem Geschmack begabt, wie ihre Höhlenzeichnungen bezeugen, verdrängte vor fünfzig- bis dreißigtausend Jahren die Rasse der europäischen Ureinwohner, die Neandertaler. Kein Ethnologe kann erklären, woher die Cromagnards kamen. So können die Beweise für die Existenz des hochkultivierten Atlantis hierfür den Schlüssel liefern.

Es gibt Hinweise, dass es vor fünfzigtausend und vor dreißigtausend Jahren regelrechte Immigrationswellen ins südliche Westeuropa gab. Hinzu kommt die relative Instabilität des atlantischen Rückens, der als magmatische „Naht“ durch alle Zeiten hindurch voller vulkanischer Unruhe bleibt. So gab es vermutlich im Laufe der Jahrtausende immer wieder Teilsenkungen des atlantischen Rückens mit mehr oder weniger katastrophalen Folgen für die Bewohner.

Diese eher natürliche Entwicklung fand in einem globalen Zusammenhang statt. Denn wie Robert Blumrich („Kasskara und die sieben Welten“) mitteilt, erinnern sich die Hopi in Arizona an ihre einstige Heimat im Pazifik – das Inselreich Kasskara („Mutterland“). Auch diese Kultur versank in den Jahrzehntausenden, die der Atlantiskatastrophe vorausgingen, Schritt um Schritt im Meer, während zugleich die südamerikanische Kontinentalscholle aufwärts stieg.

In diese geologische „Schaukel“ war der atlantische Rücken eingebunden, und Teil- senkungen des Rückens und der Schwellenarme trieben Emigranten auf beide Ozeanseiten. Auf diese Weise wurde das große Landgebiet der Atlanter schrittweise in einen Archipel verstreuter Inselgruppen verwandelt, noch ehe das atlantische Reich endgültig der Vernichtung anheim fiel.

Betrachten wir die vorgetragenen Befunde in ihrer Gesamtheit, so können wir Platos Bericht – von einigen Überlieferungsfehlern abgesehen – als authentisch anerkennen. Atlantis hat in jenem Atlantikgebiet gelegen, das Plato angab.

Die Atlantis-Katastrophe und der Beginn des Quintär

In der folgenden Aufstellung sind Forschungsergebnisse aus verschiedenen Wissen- schaftsdisziplinen aufgeführt, die den Zusammenhang zwischen der Atlantis-Katastrophe im Jahre 10 468 v.Chr. und dem Beginn des geologischen Quintär-Zeitalters illustrieren.

1. Der etwa zehn Kilometer mächtige Planetoid, der mit vier Trümmerstücken in den Atlantik einschlug, ist in der Geologie als „Carolina-Meteor“ bekannt. Der Planetoid hinterließ in Carolina – zwischen Florida und Kap Hatteras – ein in südöstlicher Richtung verlaufendes Einschlagfeld, das sich in den Atlantik hinein fortsetzt. Man zählte rund 3000 elliptische „Wannen“, von denen über hundert länger sind als 1,5 Kilometer; die Hälfte der Löcher ist länger als 400 Meter. Die Stadt Charleston ist stark bebengefährdet, und das Bebengebiet entspricht genau der Einschlagschneise.

2. Das nordamerikanische Becken ist heute 6,5 Kilometer tief, die nordafrikanisch-europäischen Becken 4,5 Kilometer. Das atlantische Schwellengebiet sank um etwa 3 Kilometer ein. Der atlantische Rücken sank im Gebiet der Romanche-Tiefe am Äquator um 4 Kilometer, die Seegebiete südlich Islands um 2 Kilometer.

3. Der Hudson-Canyon auf dem nordamerikanischen Schelf vertieft sich untermeerisch über mehrere hundert Kilometer von 800 Meter auf 3 Kilometer. Andere Mündungsschluchten an der Ostküste erreichen 2 bis 2,2 Kilometer Tiefe. Folglich ist die nordamerikanische Tafel am Ostrand um 2 bis 3 Kilometer abgesunken. Auf dem afrikanischen Westschelf liegt die untermeerische Kongo-Rinne, 100 Kilometer lang und 800 Meter tief. Die relative Absenkung der afrikanischen Tafel liegt im Äquatorgebiet folglich bei etwa 800 Metern.

4. Westlich Gibraltars – der heutigen Schleuse zwischen Atlantik und Mittelmeer – beträgt die Wassertiefe nur etwa 750 Meter. Bei einer durchschnittlichen Absenkung des Atlantikbodens um 3 Kilometer ergibt sich, dass die Meerenge von Gibraltar vor der Katastrophe einen Riegel bildete, der das Atlantikwasser vom späteren Mittelmeerbecken abtrennte.

5. Die durch den Einschlag bewirkte Taumelbewegung der Erdkruste gegenüber dem heißen inneren „Mantel“ und der Drehachse pendelte sich allmählich aus, ist aber noch nicht gänzlich zur Ruhe gekommen. So ist die Erde ein dreifach taumelnder Himmelskörper. Die geneigte Drehachse der Erde beschreibt einen „Taumeltrichter“ um die Idealachse, während zugleich die Erdkruste um den Mantel taumelt. Obendrein taumelt auch die Drehachse des Erdmagnetfeldes um die Hauptachse, und zwar in gegenläufiger Richtung. Innerhalb von hundert Jahren wanderte der magnetische Nordpol um mehrere hundert Kilometer von Grönland nach Kanada.

6. Der russische Hydrologe Ermolajew stellte nach langwierigen Untersuchungen fest, dass die derzeitige Wassertemperatur in der Arktis seit etwa 12000 Jahren konstant ist. Das heißt: Mehrere Jahrhunderte zuvor muss der Golfstrom nach Norden durchgebrochen sein.

7. Das allgemein anerkannte „Idealdatum“ des Beginns der Gletscherschmelze, des Endes der Eiszeit und des Anbruchs des Quintärs liegt zwischen 10 000 und 11 000 v. Chr.

8. Analysen von Bändertonstreifen in Schweden führten den Geologen de Geer zur Datierung des Eiszeit-Endes auf etwa 10 000 v. Chr.

9. Der Meeresgeologe Lewis Pence datierte die Entstehung von Tiefsee-Lava im Azorenraum auf 11 000 v.Chr.

10. Ein schwedisches Forscherteam hob 1947/48 im Gebiet des atlantischen Mittelrückens aus einer Tiefe von 3 Kilometern in Bohrkernen Süßwasserplankton und Reste von Festlandpflanzen. Schätzalter: 8 000 bis 10 000 v. Chr.

11. Auf dem „Telegraphenplateau“ im Atlantik wurde bei der Bergung eines gerissenen Tiefseekabels ein Felsbrocken gehoben und von dem französischen Ozeanologen Paul Termier untersucht. Es handelte sich um einen Tachyliten – einen verglasten Brocken vulkanischer Herkunft. Verglasungen sind unter Wasser nicht möglich. Termier schätzte das Alter des Minerals auf jünger als 15 000 Jahre.

12. In Nord- und Südamerika wurden Cromagnard-Skelette gefunden, deren Alter auf etwa 12000 Jahre geschätzt wird.

13. In Höhlen im peruanischen Hochland – am Rio Santa und bei Lauricocha – fanden Forscher menschliche Kieferknochen, deren Alter auf 12000 Jahre datiert wird.

14. Zwischen 12000 und 13000 Jahren liegt auch das geschätzte Alter von Mastodonten im kolumbianischen Andenhochland sowie von Mammuts im sibirischen Permafrostboden.

15. Der irdische Lößgürtel zieht sich in nordwestlicher Richtung durch ganz Eurasien bis nach China. Der Löß besteht aus vulkanischer Asche, gemischt mit Quarzsand, Steinsplittern und pflanzlichen und tierischen Resten. Lage und Ausbreitungsrichtung dieses die halbe Erde umspannenden Gürtels der Fruchtbarkeit weisen auf seine Quelle: die riesigen Vulkanausbrüche im Nordatlantik.

16. Die Dunkelkappe aus Vulkanasche über der irdischen Nordhalbkugel löste sich langsam auf, indem sie allmählich verdünnte und nach Norden zurückwich. Die Nordgletscher schmolzen so relativ langsam. Pollenanalysen zeigten, dass das Klima-Optimum in Mitteleuropa erst in der Zeit zwischen 6 000 und 5 000 v. Chr. erreicht wurde.

Alle aufgeführten Befunde weisen nicht allein auf Ursache und Folgen der Erd- katastrophe, die meisten Datierungen pendeln auch um das Jahr 10 500 v.Chr. Damit ist das Datum der „Chronik von Akakor“, das äußerst genau im rechnerischen Mittel liegt, aus den verschiedensten Quellen bestätigt. Das in der Akakor-Chronik genannte Datum liegt bei 10 468 v. Chr.

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Die inneren und die äußeren Feinde

Wir wollen uns nun der Zeit vor der Katastrophe zuwenden. Das atlantische Reich hatte rund 450.000 Jahre geblüht, wurde allerdings durch die im Hintergrund wirkenden Fürsten der Finsternis Zug um Zug von ihren Agenten unterwandert. Dazu kam, dass die Rasse der Anunnaki („Die Himmlischen auf Erden“) das mächtige Atlantis als Hauptfeind ins Visier genommen hatte. Die Anunnaki waren 15.000 Jahre v. Chr. auf Erden gelandet und hatten vor allem das Zweistromland und das Nildelta als Siedlungsschwerpunkte gewählt. Die Anunnaki waren es, die mit ihrer überlegenen Technologie weit draußen in unserem Sonnensystem einen riesigen Meteor in eine Bahn brachten, deren Ziel die Erde war. Genauer: das atlantische Reich.

Edgar Cayce, der „schlafende Prophet“, sprach von einer zunehmenden Differenzierung zweier geistiger Richtungen. Die „Kinder des Gesetzes des Einen“ blieben der hohen Ethik treu, während die „Söhne des Belial“ in zunehmendem Maße ihre geistigen und technischen Mittel missbrauchten, um Zuwachs an Macht zu erlangen. Lytle W. Robinson gibt eine Zusammenfassung von Trance-Bekundungen des Sehers über die letzten Jahrhunderte der Atlanter:

„Um 10 700 v.Chr. hatte das Land den tiefsten Stand in seinem moralischen und geistigen Leben erreicht – keineswegs in Bezug auf das Wissen, sondern nur in der Art und Weise, wie man dieses Wissen anwandte. Menschenopfer und Sonnenanbetung, Verderbtheit und Korruption herrschten vor … Auch mit den Naturkräften wurde Missbrauch getrieben. Die Sonnenkristalle benutzte man als grausames Mittel zu Zwang, Folter und Bestrafung; das Volk nannte sie bald nur noch die ‚schrecklichen Kristalle’. Ein neues Tief in Moral und Menschenwürde war erreicht. Gewalt und Rebellion überzogen das ganze Land. Dann kam die letzte Katastrophe“ („Edgar Cayces Bericht von Ursprung und Bestimmung des Menschen“).

In der Zeit vor der Katastrophe kam es, wie die aus den Anden stammende „Chronik von Akakor“ berichtet, zu einem großen Krieg. Es gab mit den Worten des Häuptlings Tatunca Nara „in der Zeit vor der Stunde Null noch ein anderes Volk von Göttern, das unseren Früheren Herren feindlich gesinnt war … Sie waren dicht behaart und von rötlicher Farbe … Zwischen den beiden Götterrassen … kam es zum Streit. Mit sonnenheißen Waffen verbrannten sie die Welt und versuchten, sich gegenseitig die Macht zu entreißen. Ein gewaltiger Krieg begann, ein planetarischer Krieg, der das Imperium meines Volkes in den Untergang trieb.“

Es ist wohl kein Zufall, dass der Nibiru, der Heimatplanet der Anunnaki, rechnerisch um das Jahr 10 360 seinen erdnächsten Punkt zwischen Jupiter und Mars erreichte. So konnte der Krieg, von dem Tatunca Nara berichtet, von den Anunnaki sowohl von der Erde wie vom nahenden Nibiru aus geführt werden.

Der Häuptling zitiert aus dem Wortlaut der Priesterchronik:

„Angst und Schrecken erfüllte die Auserwählten Diener. Sie sahen die Sonne nicht mehr, nicht den Mond und nicht die Sterne. Wirrnis und Dunkelheit brachen herein. Seltsame Gebilde zogen über ihren Häuptern dahin. Flüssiges Harz troff vom Himmel, und im Dämmerlicht suchten die Menschen nach Nahrung. Den eigenen Bruder töteten sie. Das Vermächtnis der Götter vergaßen sie. Die Blutzeit begann.“

Der Stamm der Ugha Mongulala brachte sich in „unterirdischen Wohnstätten“ in Sicherheit, und dann brach, so der Häuptling, „über die Erde die größte Katastrophe herein, die es seit Menschengedenken gegeben hat“.

Ein Blick auf Atlantis und seine Nachbarkontinente

Wie sah die Erde aus, bevor das Inferno begann?

Von einem Raumschiff aus betrachten wir zunächst die atlantische Hemisphäre. Auf der Nordhalbkugel lastet ein Eispanzer von zwei Kilometern Dicke über dem nord- amerikanischen und europäischen Kontinent. Die Eisgrenze in Nordamerika liegt beim St. Lorenz-Strom.

Die in den Atlantik mündenden Ströme der Ostküste fließen in tief eingeschnittenen Schluchten ins Meer – teilweise vierhundert Kilometer weiter östlich als heute: der Hudson-Canyon, der Delaware-Baltimore-Canyon, der Susquehanna-Norfolk-Canyon.

Der östliche Küstenstreifen ist von der atlantischen Kultur dicht besiedelt; ebenso Mittelamerika, große Teile des späteren Golfes von Mexiko und die nördlichen Landstriche Südamerikas. Im Gebiet des heutigen New Orleans steht eine große Stadt.

Das gesamte kontinentale Halbrund von New York bis Venezuela ist durch Landbrücken mit dem atlantischen Rücken verbunden. Vor allem auf den atlantischen Großinseln erblicken wir prachtvolle Städte von wunderbaren geometrischen Proportionen. Weiße Pyramiden strahlen im Sonnenlicht. Daneben erheben sich große Kuppelbauten. Gewaltige Tempel, goldverkleidet, blenden das Auge.

In Poseidia, der Hauptstadt auf dem Massiv des Mittelrückens, lenken die „Söhne des Gesetzes des Einen“ große Evakuierungsbewegungen, vor allem in Richtung Europa und Afrika. Hunderttausende sind in Booten unterwegs. Nur wenige Auserwählte können Flugzeuge besteigen.

Südamerika ist noch ein Inselkontinent. Tiahuanaco bei La Paz liegt nur wenig über Meereshöhe; der Titicaca-See ist eine ozeanische Lagune. Die höchsten Andengipfel ragen etwa dreitausend Meter aus dem Meer. Die kolumbischen und venezolanischen Granitmassive laufen in basaltische Landrücken aus, die mit dem atlantischen Schwellensystem verbunden sind.

Südwestlich im Pazifik besitzt die Osterinsel noch eine beträchtliche Ausdehnung, und der Ostpazifik ist übersät von größeren und kleineren Landflächen. Ein Teil der ostpazifischen Bevölkerung hat in Tiahuanaco Zuflucht gefunden. Westpazifische Stämme sind auf die japanischen Inseln gezogen, auf das asiatische Festland, nach Australien und Neuguinea.

Tiahuanaco am Titicaca-See bildet eine riesige städtische Anlage für Millionen von Menschen. Die Hopi überliefern, dieser Ort sei einst von ihren Vorfahren Taotooma („Der Ort, den der Arm der Sonne berührt hat“) genannt worden. Kilometerhohe Terrassenfelder von einmaligem architektonischem Gepräge künden von Landmangel. Die Menschen werden in Felskatakomben geführt.

Wir überqueren nun Südamerika in nordöstlicher Richtung und folgen dann der atlantischen Landbrücke hinüber zu den östlichen Kontinenten. Die Kanaren und die Kapverden sind Teil des afrikanischen Festlandes; die breiten Küstenstreifen sind hochkultiviert und dicht besiedelt. Der Kongo fließt in einer tief eingeschnittenen Rinne in den Ozean.

Ganz Nordafrika ist ein blühender Garten. Die spätere Sahara ist eine fruchtbare Kulturlandschaft mit großen Seen, vielen Flüssen, reicher Vegetation und üppiger Artenvielfalt. Die Atlanter haben sich bis hierher ausgebreitet.

Afrika und die Iberische Halbinsel sind durch eine Landbrücke verbunden, die mehr als zwei Kilometer über den Atlantik hinausragt. Die gigantische Senke östlich dieser Granitbrücke ist von großen Süßwasserseen durchzogen und von Menschen besiedelt. Aus den Seegebieten ragen Italien, Sizilien, Malta, Kreta und Zypern als majestätische Massive.

Ihnen vorgelagert sind flache, dichtbesiedelte Schelfe. Der Norden des Adriatischen Meeres ist eine Landsenke, die Italien und Jugoslawien verbindet. Zwischen dem griechischen Peloponnes und dem anatolischen Hochland gibt es trockene Landverbindungen.

Das nördlich gelegene Schwarze Meer besteht aus Süßwasser und bedeckt nur ein Fünftel seiner späteren Fläche. Der Bosporus erhebt sich mehr als hundert Meter über dem Wasserspiegel des Schwarzen Meeres. Weiter südlich stürzt der Nil in einem gewaltigen Katarakt kilometertief in die gewaltige Senke.

Im Westen liegt der Mündungstrichter der Rhone etwa hundert Kilometer weiter südlich als heute. Südlich unterhalb Marseilles liegt ein Bergwerk. An vielen Orten erheben sich Pyramiden und Tempel.

Die Iberische Küstenlinie ist dicht besiedelt. Überall recken sich Megalith-Bauten in die Höhe. Der Tejo in Portugal, die Garonne, die Seine und die Loire in Frankreich wälzen sich in den westlichen Mündungsgebieten – wie die nordamerikanischen Flüsse – in tiefen Schluchten ins Meer.

Das Mündungsgebiet des Rheins liegt zwischen Schottland und Südnorwegen – im Bereich der Norwegischen Rinne, unterhalb der Eisgletscher. Schlagen wir von der heutigen Stadt Essen einen Halbkreis von der Biskaya bis zu den Shetland-Inseln nördlich Schottlands, so gewinnen wir eine Vorstellung von der Ausdehnung West- und Nordeuropas.

Es gibt weder eine Nord- noch eine Ostsee. Die Ostsee ist heute im Schnitt 150 Meter tief, die Nordsee nur wenige Dutzend Meter; der riesige Bereich der Doggerbank nördlich der Deutschen Bucht liegt nur etwa 15 Meter tief.

Frankreich und England sind durch eine Landbrücke verbunden. England aber – der äußerste Süden ausgenommen – und das östliche nordeuropäische Festland liegen unter einer zwei Kilometer mächtigen Eisdecke. Das Klima ist noch in Frankreich rauh und kalt, und erst südlich der Alpen und der Pyrenäen herrschen milde Wetterbedingungen.

Ruinen-auf-den-Kanaren---Uralte-Rundbauten-im-Stil-organischer-Strukturen

Die Anden und das Nazca-Profil

Höhe in Metern Markierungen
7000 höchste Andengipfel
6000 Hochtäler Peru
5700 1. Wasserlinie
4000 2. Wasserlinie
3800 3.Wasserlinie Höhe Titicaca-See
3400 4. Wasserlinie Höhe Cuzco
400 5. Wasserlinie
0 heutiges Meeresniveau
-330 höchste Erhebungen Nazca-Rücken
-1500 durchschnittliche Tiefe Nazca-Rücken
-6000 Tiefe Nazca-Graben

Das oben dargestellte Oberflächenprofil reicht von den Andengipfeln über 200 Kilometer Luftlinie bis zum Nazca-Graben. Zwischen beiden Punkten liegt ein Höhenunterschied von 13 Kilometern. Die fünf Wasserlinien, markiert durch Muschelbesatz, dokumentieren den Aufstieg der Anden in geologisch extrem kurzer Zeit. Die 3. Wasserlinie zeigt, dass der Titicaca-See einst eine ozeanische Lagune bildete. Der 3000 Meter-Sprung zwischen der 4. und 5. Wasserlinie weist auf die schlagartige Anhebung der Andentafel nach dem Planetoideneinschlag ins Atlantik-Becken im Jahre 10 468 v.Chr. Daraus ergibt sich u.a., dass der amazonische Regenwald nicht älter ist als etwa 12 000 Jahre.

Die Katastrophe bricht los

Als die Stunde Null naht, da bricht innerhalb von Sekunden ein Inferno von unvorstellbaren Ausmaßen los. Niemand im atlantischen Bereich überlebt das erste grelle Licht, das er sieht, niemand überlebt den ersten Donner, den er hört.

Das Licht nähert sich rasend schnell aus nordwestlicher Richtung. Über dem nord- amerikanischen Kontinent rasen Serien glühender Kaskaden in den Boden. Es ist gleißend hell, auf der ganzen atlantischen Erdhälfte. Der Kopf des Planetoiden – zehn Kilometer im Durchmesser – strahlt dreimal heißer als die Sonne und explodiert über dem Atlantik.

Mit einer Geschwindigkeit von zwanzig Kilometern pro Sekunde jagen mehrere gigantische Feuerbomben in die großen atlantischen Schwellenarme: in den Bereich südlich des Bermuda-Dreiecks, in den Kanarenarm und in den Kapverdenarm. Allein der Doppeleinschlag südlich der Bermudas besitzt die Gewalt von dreißigtausend Wasserstoffbomben.

Ruckartig verschiebt sich die Erdkruste gegenüber dem magmatischen Erdmantel: Die atlantische Hemisphäre taumelt nach Südosten, Sibirien nach Nordwesten. Die Erdkruste trudelt dramatisch um die Drehachse, und es wird lange dauern, bis sich diese Bewegung wieder ausgependelt hat.

Nun erheben sich aus dem Atlantik magmatische Feuersäulen, Lavakaskaden und gigantische Flutwellen von zehn Kilometern Höhe, die, zusammenbrechend, mit unvorstellbarer Gewalt über die benachbarten Kontinente hereinbrechen und erst an den Hochgebirgen zum Erliegen kommen.

Das gesamte nordatlantische Becken ist um drei bis fünf Kilometer abgesenkt, die atlantische Kultur vernichtet. Der nordamerikanische Kontinent ist deutlich zum Atlantik hin gekippt, die Rocky Mountains sind aufgestiegen.

Die südamerikanische Kontinentaltafel bildet einen langen Hebel: Die Anden steigen schlagartig um drei Kilometer, während zugleich der größte Teil des pazifischen Schwellengebiets um die Osterinsel im Meer versinkt. Auf der Pazifik-Seite des amerikanischen Doppelkontinents reißen mit der Kippung der Granittafeln riesige Gräben auf: der Mexiko-Graben, der Nazca-Graben und der Atacama-Graben.

Auf der Ostseite des Atlantik ein ähnliches Bild: Die afrikanische Tafel ist atlantikwärts gekippt, das Tassili-Massiv ragt höher, der Kontinentalriss im Osten Afrikas ist vertieft. Die riesigen Sahara-Seen betten sich um und fließen nach Westen.

Die afrikanisch-spanische Landbrücke ist weit abgesenkt, das Wasser des Atlantik stürzt in einem gigantischen Katarakt in die östliche Senke und füllt das spätere Mittelmeer. Die europäische Kontinentaltafel ist in Richtung Einschlagschwerpunkt gekippt, und die hochkultivierten Landstriche Iberiens sind im Meer versunken.

Jetzt reißt die Vulkannaht des atlantischen Rückens auf, in rasendem Tempo von Süd nach Nord. Ungeheure Eruptionen magmatischen Feuergesteins sprühen bis hinauf in die obere Atmosphäre, der Atlantikboden bäumt sich, die benachbarten Kontinente beben. Der Mittelmeerboden wankt. Vulkane brechen aus.

Stürme von mehrfacher Hurrikanstärke rasen um die Erde, tragen Vulkanasche, Giftgas, Leichengeruch. Hier brüllt der Sturm glühend heiß, dort mit eisiger Kälte. Abermillionen von Menschen und Tieren werden ersäuft, erstickt, verbrannt, zermalmt.

In den kolumbischen Anden liegen große Mastodontenherden erstickt unter Lehm, zwei Kilometer über dem Meer. In Sibirien ersticken im Stehen, noch kauend, Tausende von Mammuts, ehe sie von einer Schlammflut eingehüllt werden. Sie sind nach Norden gerückt und werden innerhalb kürzester Frist tiefgefroren.

Die gesamte Nordhalbkugel der Erde ist jetzt von einem dunklen, pilzartigen Schirm umgeben. Aschewolken von hundert Kilometern Dicke reduzieren das Sonnenlicht auf ein Minimum. Schlamm- und Ascheregen ergießen sich über Europa bis hinüber nach Asien und bilden den Lößgürtel, der viele Landstriche Jahrtausende später mit Fruchtbarkeit segnen wird.

Während der Atlantik sich allmählich beruhigt und die vulkanischen Ausbrüche allmählich abebben, kriechen die wenigen Überlebenden auf der Nordhalbkugel, frierend, hungernd und von Entsetzen gezeichnet über Generationen hin, aus ihren hochgelegenen Höhlen und blicken auf eine fremde Lehmwüste im Dämmerlicht. Es wird kalt bleiben im Laufe der nächsten drei bis fünf Jahrtausende, und Zwielicht wird den Tag begleiten. Alles wird aufs unmittelbare Überleben abgestellt sein. Es mangelt an Pflanzen und jagdbaren Tieren, aber es gibt Fisch.

Das nordatlantische Schwellensystem ist zerschlagen, und der ehedem südlich des 30. Breitengrades zirkulierende Golfstrom kann nach Nordosten durchfließen. Er bringt Wärme aus dem südlichen Atlantik, und trotz des dunklen Nordschirms beginnen die europäischen und nordamerikanischen Gletscher allmählich zu schmelzen.

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Tatunca Nara, der „letzte rechtmäßige Fürst der Ugha Mongulala“ an den oberen Osthängen der Anden, zitiert aus der Chronik seiner Vorfahren, der Chronik von Akakor:

„Das ist die Kunde vom Untergang der Menschen. Was geschah auf der Erde? Wer ließ sie erzittern? Wer ließ die Sterne tanzen? Wer ließ die Wasser hervorquellen aus den Felsen?… Es war schrecklich kalt, und ein eisiger Wind fegte über die Erde. Es war schrecklich heiß, und die Menschen verbrannten an ihrem Atem. Menschen und Tiere flohen in panischer Angst. Verzweifelt rannten sie hierhin und dorthin. Sie trachteten auf die Bäume zu steigen, und die Bäume schleuderten sie weit weg. Sie trachteten in die Höhlen zu gelangen, und die Höhlen stürzten über ihnen ein. Was unten war, wurde nach oben gekehrt. Was oben war, versank in die Tiefen…“

Im Popol Vuh, dem „Buch des Rats“ der Quiché-Maya, findet sich ein Bericht, der teilweise wortgleich mit der Chronik von Akakor übereinstimmt:

„Flüssiges Harz troff vom Himmel…und es begann ein schwarzer Regen, Tagregen, Nachtregen…Verzweifelt rannten jene hierhin, dorthin. Sie trachteten auf die Häuser zu steigen, und die Häuser stürzten ein. Zu Boden fielen sie. Sie trachteten auf die Bäume zu steigen, und die Bäume schleuderten sie weit davon. Sie trachteten in die Höhlen zu gelangen, und die Höhlen schlossen sich vor ihnen. Das war der Untergang der Menschen…“

Brasseur de Bourbourg, einer der ersten Erforscher der alten amerikanischen Kulturen, berichtete im 19. Jahrhundert:

„Die Peruaner erzählen, dass die Sintflut und die Beben, die dem Emportauchen der Anden folgten, von einer außergewöhnlichen Sonnenfinsternis eingeleitet wurden, während der es fünf Tage lang nicht hell wurde. Und das Land Junga (oder das Warme Land), das voller Früchte und bunter Vögel gewesen war, wurde binnen fünf Tagen, in dieser Höhe, eine öde und kalte puna.“

Der aus Mittelamerika stammende „Codex Troano“, heute im Britischen Museum verwahrt, teilt sogar Kalenderdaten mit:

„Im Jahre 6 des Kan, am 11. Muluc, im Monat des Zac, traten schreckliche Seebeben auf und hielten ohne Unterbrechung bis zum 13. Chuen an. Das Gebiet der Lehmhügel im Lande Ma fiel ihnen zum Opfer. Der Boden wurde zweimal erschüttert, er hob und senkte sich immer wieder, und eines Nachts verschwand er plötzlich zur Gänze. So wurden die Gebiete voneinander getrennt und schließlich zersplittert. Sie konnten diesem schrecklichen Beben nicht standhalten und versanken; dabei rissen sie 64 Millionen Menschen mit sich in den Tod. Das geschah 8060 Jahre vor dem Entstehen dieses Buches.“

Der Hopi-Häuptling Weißer Bär berichtete Robert Blumrich („Kasskara und die sieben Welten“), die oberste Gottheit der „Hohen, geachteten Wissenden“, der Kachina, habe Taotooma (Tiahuanaco) zerstört:

„Und er nahm die Stadt, hob sie in die Höhe, stellte sie auf den Kopf und versenkte sie im Boden.“

Es war, wie die Belege zeigen, diese Katastrophe, die nicht nur der Kultur der Atlanter ein Ende machte, sondern sicherlich als das verheerendste Ereignis in der gesamten Geschichte der Menschheit gelten kann.

Das Antlitz der Erde wurde durch die gewaltsame Absenkung der Atlantik-Becken so dramatisch verändert, dass nicht nur die Geschichte der Menschheit eine Zäsur erfuhr – die gesamte Erde trat in das geologisch jüngste Zeitalter ein, in das Quintär, das allgemein auf die Zeit um 10 500 v. Chr. angesetzt wird.

Die Einschlagwucht der kosmischen Bombe schickte schwerste Beben auch nach Ägypten. Die Große Pyramide, kaum erbaut, musste gewaltige Erschütterungen ertragen. Peter Tompkins berichtet:

„Als Petrie die Königskammer eingehend untersuchte, entdeckte er, dass sie heftig erschüttert worden sein musste, vermutlich durch ein Erdbeben, unter dessen Einwirkung sich der ganze Raum um mehr als zwei Zentimeter ausdehnte. Jede einzelne Deckenplatte war auf ihrer südlichen Auflagerung mehr oder weniger losgerissen und in ihrer ganzen Länge gespalten worden. Die ganze ungefähr viertausend Tonnen schwere Decke wurde nur noch durch Schub und Druck in ihrer Lage gehalten.“

Doch ist keine ägyptische Chronik bekannt, in der dieses Ereignis verzeichnet wäre.
Auch im Lande der Wächter, das vermutlich nicht ohne größere Schäden, aber im Ganzen wohl einigermaßen glimpflich davongekommen ist, erwähnt keine Königsliste, kein Epos, nicht das kleinste Textfragment diese verheerende Katastrophe.

Um das Jahr 7 600 v. Chr. hatten die Wasser des Atlantik das Mittelmeer so weit gefüllt, dass es am Bosporus begann, sich in das tiefer gelegene Becken des Schwarzen Meeres zu ergießen.

Die Umstände dieser Folge-Katastrophe des Atlantik-Desasters erforschte der bulgarische Geologe Professor Petko Dimitrov. Das einstige Süßwasser-Binnenmeer verwandelte sich in ein fünfmal größeres Salzwassermeer, hob sich um über hundert Meter an und ertränkte alle Kulturen an seinen einstigen Ufern.

Atlantis ist seit 12.500 Jahren Geschichte. Das katastrophale Ende dieser bedeutendsten Kultur der Antike bescherte der Menschheit dieses Planeten einen Umbruch, wie er dramatischer und verheerender kaum vorstellbar ist. Doch immerhin hatte der Durchbruch des Golfstroms in den nordwestlichen Atlantik und die damit eingeleitete Gletscherschmelze auf der Nordhalbkugel der Erde zur Folge, dass jene Epoche eingeleitet wurde, die als Quintär das jüngste geologische Erdzeitalter markiert.

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