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Gemeinsam vom Mangel in die Fülle

Zucker macht sauer – Ein Selbsthilfe-Ratgeber

Ein Selbsthilfe-Ratgeber für Ernährung und Gesundheit

Zucker macht sauer

von Michael George

Was ist „richtige“ Ernährung? Was sind ihre Grundlagen, und worauf kommt es an? Die moderne Ernährungsforschung hilft uns hier, eine Antwort zu finden. Knapp gesagt, muss eine Ernährung, die gesund machen und gesund erhalten soll, diesen Ansprüchen genügen:

1. Die Nahrung muss alle Stoffe in genügender Menge enthalten, die der menschliche Organismus zum Aufbau und zur Erhaltung benötigt

2. Die Nahrung muss so zusammengesetzt sein, dass der Organismus die zugeführten Stoffe verwerten und Überschüsse und Abbaustoffe ausscheiden kann.

Von diesen Leitsätzen ausgehend, wollen wir im folgenden Beitrag ein Panorama gesunder Ernährungsweise entwerfen. Wir werden erklären, warum die Nahrung ein Gleichgewicht zwischen säure-und basenbildenden Stoffen halten muss, in welchen Fällen die Kartoffel gesund oder schädlich ist, warum der Zucker sauer macht – und vieles andere mehr.

Wir wollen uns nicht mit einseitigen und beliebigen Modekuren befassen, die die Ursachen des Übergewichts nicht beseitigen können – selbst wenn vorübergehend allerhand Pfunde schwinden sollten. Es geht vielmehr darum, den Stoffwechsel in unserem Körper zu harmonisieren und auf diesem Wege den Ursachen des Übergewichts, des Bluthochdrucks und vieler weiterer Krankheiten an der Wurzel beizukommen. Natürliche Gesundheit ist nur über natürliche Ernährung erreichbar. Erster Themenschwerpunkt: Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Nahrungsaufnahme und dem Körperstoffwechsel?

Säuren und Basen ins Gleichgewicht bringen

Wenn unser Körper die zugeführte Nahrung richtig ausnutzen soll, dann ist die zuträgliche Mischung von Säuren und Basen (Laugen, Alkalien) von entscheidender Bedeutung. Wir können die uns zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel grob in drei Gruppen einteilen:

1. Säurespender oder -bildner: insbesondere Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Industriezucker und Weißmehl

2. Basenspender oder -bildner: zum Beispiel Obst, Gemüse, Knoblauch, gedämpfte, ungeschälte Kartoffeln, Joghurt

3. Säure- und Basenspender im Gleichgewicht: etwa frische Nüsse, Vollkornbrot, Vollkorngetreide, Weizenkeime

Unser Organismus braucht sowohl Säuren als auch Basen. Doch müssen beide im ungefähren Gleichgewicht zueinander stehen. Werden dem Organismus zuwenig basische Stoffe zugeführt, ist er mithin übersäuert, so bedeutet das: Über Jahre oder Jahrzehnte angesammelte Stoffwechselschlacken können den Körper nicht verlassen, weil die Basen fehlen, die die überschüssigen Säuren durch Neutralisation unschädlich machen – eine Grundvoraussetzung für die Ausscheidung der Schlacken.

Wer regelmäßig Weißbrot mit Wurst oder Marmelade frühstückt, beim Mittagsmahl Fleischspeisen mit Mehlsoßen, geschälten und zerkochten Kartoffeln und Gemüsen bevorzugt und zum Nachmittagskaffee gezuckerte Weißmehlprodukte aus der Konditorei verdrückt, wird spätestens im vierten Lebensjahrzehnt, im Alter von 3o bis 4o Jahren, die Folgen verspüren: Der Organismus ist weitgehend übersäuert und sturmreif für alle Zivilisationskrankheiten – wie Krebs, Diabetes, Arteriosklerose, Kreislauf- und Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Übergewicht, chronische Stuhlverstopfung. Hierauf kommen wir noch im Einzelnen zurück.

Was hat es nun mit den Säuren und Basen auf sich? Was macht sie so bedeutsam für unseren Organismus? Betrachten wir zunächst die Säuren, bei denen sich die anorganischen von den organischen Säuren drastisch unterscheiden.

Die Basenräuber

Die wichtigsten Säuren stammen aus dem Eiweiß und heißen Aminosäuren. Im Körper werden sie frei durch den Abbau eiweißreicher Nahrung tierischer und pflanzlicher Herkunft. Sie sind – in richtiger Dosierung – Grundbausteine unseres Körpers. Denn alles Leben basiert auf Eiweiß.

Eine weitere wichtige Gruppe sind die Mineralsäuren wie Salzsäure oder Schwefelsäure. Die Harnsäure – vielen bekannt als Mutter der Gicht – ist ein Stoffwechsel-Endprodukt. Mineralsäuren, die der Körper nicht braucht, können nur in Verbindung mit basisch wirkenden, also neutralisierenden Elementen ausgeschieden werden. Das sind etwa Kalk, Kali, Natrium, Magnesium.

Gefährlich wird es nun für den Körperhaushalt, wenn die tägliche Nahrungszufuhr keine oder nur ungenügende Mengen an Basen enthält. Die schlimmsten Säurebildner und Basenräuber, mit denen wir es heute zu tun haben, sind der raffinierte Zucker, das raffinierte Mehl sowie gehärtete und raffinierte Fette.

Diesen Produkten werden im Laufe des industriellen Herstellungsverfahrens die basischen Elemente und ihre Ergänzungsstoffe (Vitamine, Fermente) entzogen – also das Wichtigste! Der Grund für diese Raffinierung ist zumeist längere Haltbarkeit. Doch zu leiden hat darunter unser Körper. Hier wird buchstäblich aus Schwarz Weiß gemacht. Ein raffiniertes Produkt, so denkt man, ist ein verfeinertes Produkt, mithin „besser“ als im Originalzustand. In Wahrheit bedeutet die Raffinierung von Zucker und Mehl das Gegenteil: ihre Entwertung. Auch hierauf werden wir noch im einzelnen eingehen.

Basen: die sanften Rausschmeißer

Gemüse: Möglichst roh oder gedünstet verzehren

Säuren, die zu Basen werden

Das Gegenstück zu den bindungsbedürftigen Überschuss-Säuren sind die organischen Säuren – etwa die Fruchtsäure. Obgleich die Fruchtsäure des Apfels oder der Zitrone auf der Zunge sauer schmeckt, wirkt sie den anorganischen Säuren direkt entgegen. Denn Früchte mit viel Fruchtsäure sind gerade die besten Basenlieferanten.

Warum? Die organischen Säuren werden im Körper anders „verbrannt“ als die Mineralsäuren.

Die Fruchtsäure einer Apfelsine wird durch den eingeatmeten Luftsauerstoff – ohne Flamme, versteht sich – verbrannt, wobei Kohlendioxyd und Wasser freiwerden. Während das Kohlendioxyd ausgeatmet und das Wasser über den Harn abgeführt wird, werden die in der Frucht reichlich vorhandenen Basen frei. Sie können sich nun im Organismus tummeln, als Gegenspieler der überschüssigen Säuren tätig werden und sie neutralisieren. Ergebnis: Als „tote“ Salze verabschieden diese sich beim nächsten Wasserlassen.

Basen: die sanften Rausschmeißer

Sojaprodukte: Empfehlenswerte Eiweiß-Lieferanten

Basen: die sanften Rausschmeißer

Im Unterschied zu jenen Säuren, die sich im Körper in Basen verwandeln, gibt es eine Reihe von sehr wichtigen Mineralbasen. Das sind Sauerstoffverbindungen (Oxyde) verschiedener Elemente. Hierzu gehören: Aluminium, Eisen, Kali, Kalk, Kupfer, Magnesium, Natrium. Sie sind in allen basenhaltigen, vor allem in solchen basenüberschüssigen Nahrungsmitteln wie Soja-Produkten oder Nährhefen als Spurenelemente zu finden.

Unter den Mineralbasen spielt der Kalk die wohl wichtigste Rolle. Kalk ist der Grundbaustoff für Zähne und Knochen. Wie wichtig er ist, spüren wir, wenn er fehlt: Es stellen sich dann Karies, Parodontose, Gicht und Knochenbrüchigkeit ein. Am Kalk mangelt es stets, wann der Organismus übersäuert ist. In seiner verzweifelten Suche nach Basen, den sanften Rausschmeißern überschüssiger Säuren, greift der Körper schließlich die eigenen Reserven an und zerrüttet Zahn und Knochen.

Einen Basenüberschuss dagegen braucht niemand zu fürchten. Die Basen zieren sich nicht, wenn sie in einem gesunden Körper nicht gebraucht werden. Sie verlassen den Organismus ohne besondere Aufforderung.

Mit reichlich Obst und unzerkochtem Gemüse, ungeschälten Kartoffeln, Joghurt, Kefir, frischen Nüssen, Vollkornbrot, ungezuckertem Müsli und den diversen Sojaprodukten zum Ausgleich kann man sich nicht überfüttern. Und der Körper wird es danken.

Zweierlei Kohlehydrate

Zuckerrübe: Gesunder Zucker im organischen Verbund

Zweierlei Kohlehydrate

Eine Ernährung, die kein Gleichgewicht zwischen säure- und basenhaltigen Stoffen hält, macht unweigerlich krank. Wir stellten drei Gruppen von Lebensmitteln vor: die Säurespender und – bildner, die Basenspender und -bildner sowie Nahrungsmittel, deren Säure- und Basenanteil sich die Waage halten. Die heute übliche Nahrung besteht überwiegend aus Lebensmitteln, die zu einer Übersäuerung des Organismus führen. Zu den wichtigsten Säurelieferanten gehört paradoxerweise der süße Zucker, ebenso das weiße Mehl sowie geschälter, polierter Reis. Nach dem Urteil der modernen Ernährungsforschung sind diese isolierten Kohlehydrate äußerst schädliche Stoffwechselgifte. Ihnen wollen wir jetzt unsere Aufmerksamkeit zuwenden.

Was sind Kohlehydrate? Kohlehydrate sind chemische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Sie stammen aus Pflanzen und sind die wichtigsten Energielieferanten für unseren Körper. Der Haushaltszucker ist – neben Stärke und Mehl – der bekannteste Kohlehydrat-Lieferant.

Der weiße Zucker wird gewöhnlich aus der Zuckerrübe gewonnen. Beißen wir in eine Scheibe der Zuckerrübe, so spüren wir den süßen Geschmack. Verzehren wir ein ganzes Stück davon, so tun wir etwas ähnlich Natürliches, als verspeisten wir eine Karotte, ein Radieschen oder ein Kohlrabi. Zucker ist in all diesen Wurzelgewächsen enthalten. Die Zuckerrübe wird in der Raffinadezuckergewinnung verwendet, weil ihr Zuckeranteil besonders hoch liegt – bei über 2o Prozent.

Warum ist der Biss in die Zuckerrübe unbedenklich, während der Griff in die Zuckerdose krank macht? Die Antwort ist einfach: Die zuckerhaltige Pflanze bildet einen wohl abgewogenen Organismus, der neben den Ballaststoffen Vitamine des B-Komplexes, Spurenelemente, Mineralstoffe und Fermente enthält. Es sind insbesondere die Vitamine des B-Komplexes – von der Pflanze kostenlos mitgeliefert –, die den Zuckerabbau in unserem Körper bewirken. Ebenso notwendig braucht unser Organismus die anderen genannten Vitalstoffe. Nehmen wir also den Zucker im organischen, ganzheitlichen Zusammenhang der unverarbeiteten Pflanze zu uns, dann bleiben wir gesund, weil wir unserem Körper neben dem Zucker auch die Werkzeuge zu seinem Abbau zuführen.

Beschränken wir uns dagegen auf den Konsum des chemisch isolierten Zuckers, dem ja die entscheidenden Vitalstoffe entzogen sind, dann sind die schädlichen Folgen unausbleiblich. Denn hiermit wird eine verhängnisvolle Entwicklung eingeleitet. Während organisch gebundener Zucker von unserem Körper „veratmet“ wird, geschieht der Abbau des isolierten Zuckers durch „Vergärung“ – ein Vorgang, der flüssige Säuren produziert, die nicht ausgeatmet werden können.

Die Folge: Im Körper entsteht auf diese Weise ein saures Milieu, das der Organismus – wie bereits ausgeführt – mangels zugeführter basischer Stoffe auszugleichen sucht, indem er seine eigenen Mineralreserven angreift. Insbesondere der Kalkabbau begünstigt in verheerender Weise Zahnkaries, Parodontose und Knochenbrüchigkeit. Und besonders wichtig: Krebszellen fühlen sich in solch sauer vergorenem Körpermilieu ganz besonders wohl. Teilweise wird der isolierte Zucker auch in gesättigte Fette umgewandelt – so entsteht Übergewicht. Obendrein sorgen die so erzeugten Fette für eine Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung in den Körperzellen – ein wichtiger Beitrag zur Entstehung von Herzinfarkt, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Hirnschlag.

Zweierlei Kohlehydrate

Raffinadezucker: der effektivste Basenräuber

Zähne: Zuckerangriff von innen und außen

Der Raffinadezucker in unseren Nahrungsmitteln und Näschereien greift die Zähne über zwei Fronten an. Den Angriff von innen (Kalkabbau) haben wir bereits erläutert. Doch auch von außen zerstört der Zucker unsere Zähne – und vor allem die unserer Kinder. Die Zuckermoleküle bringen es fertig, innerhalb von einer halben Stunde durch die Zahnsubstanz bis zum Zehnnerv vorzudringen. Dort bildet der Zucker mit den mineralischen Zahnsubstanzen eine wasserlösliche Verbindung. Ein Bild, das so gar nicht zur Hochglanzwerbung diverser „Energiespender“ passt: Das naschende Kind löst seine Zähne – ohne es zu wissen – in seinem eigenen verzuckerten Speichel auf.

Dass hier nicht übertrieben wird, belegen leider nackte Zahlen. Schon vor über dreißig Jahren vermerkte der Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, dass 15 Mio. Bundesbürger pro Jahr an Karies erkranken. Der Grund: „haftende Süßigkeiten“. Wer dem Schulzahnarzt einmal über die Schulter geschaut hat, weiß, dass heute kaum ein Kind frei von Karies ist. Doch die Wirkungskette des Zuckers ist mit der Karies längst nicht zu Ende. Unser Körper ist darauf eingerichtet, Zucker im organischen pflanzlichen Verbund aufzunehmen, und er baut ihn schrittweise ab – in Stufen. Isolierter Zucker dagegen geht sofort ins Blut über und führt zu einem plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Die Bauchspeicheldrüse reagiert mit einem Insulinstoß.

Dies führt im weiteren Verlauf zu einem starken Absinken des Blutzuckergehalts, was wiederum den bekannten Heißhunger auf Süßes auslöst. Doch dies setzt den eben beschriebenen Teufelskreis erneut in Gang. Diese ständige Fehlbeanspruchung der Bauchspeicheldrüse kann bereits in frühen Jahren zu ihrer „Erschlaffung“ führen – und in der Tat häufen sich die Fälle von Kinder-Diabetes. An der Übersäuerung des Organismus wie auch an der Zuckerkrankheit ist allerdings auch der Eiweiß Überkonsum schuld – ein kurios klingender Zusammenhang, der erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt ist. Hierauf kommen wir noch zurück.

Was wir über den Raffinadezucker gesagt haben, gilt für sämtliche Formen des chemisch isolierten Zuckers sowie für Produkte, die damit versetzt sind: Kristall-,Würfel-, Puder-, Kandis-, Trauben- und brauner Zucker, Schokolade, Speiseeis, Marmelade, Pudding usw. Selbstverständlich gibt es genügend gesunde Süßmittel, die wir abschließend empfehlen wollen.

Hierzu gehören kalt geschleuderter (I) Honig, ungeschwefelte Trockenfrüchte, Apfel- und Birnendicksäfte, Rohmelasse, Demeter-Rübensirup und Demeter-Malzextrakt. Gut verdünnt in Quark, Nussmus, Vollkornkuchen oder Tee genossen, schonen sie obendrein die Zähne.

Weißmehl: der bleiche Schädling

Sehr häufig wird der weiße Zucker im Verbund mit raffiniertem Weißmehl verzehrt, vorzugsweise in Torten, Biskuits, Kuchen und Keksen. Wer ahnt schon beim Biss in den Marzipanstreifen, dass er seinem Körper damit doppelt schadet. Denn das Weißmehl wirkt im Organismus genauso wie der Zucker. Schädliche und gesunde Getreide-Erzeugnisse sind das Thema dieses Kapitels. Auszugsmehl, Feinmehl, Weißmehl – das sind die Bezeichnungen, unter denen das raffinierte Mehl bekannt ist. Es wird aus dem inneren Teil des Getreidekorns gewonnen, besteht fast nur aus Stärke (Kohlehydrat) und ist durch chemische Zusätze konserviert und gebleicht. Ebenso wie beim Raffinadezucker fehlen beim Weißmehl die wichtigsten Bestandteile. Denn in der Herstellung werden Keim und Kleie entfernt – und damit Ballaststoffe, Spurenelemente und Vitamine.

So absurd es klingen mag: Das entwertete Kornprodukt verzehren wir Menschen in Form von Kuchen, Brötchen, Fein- und Mischbrot, während die als „Abfall“ wegraffinierten Vitalstoffe des Getreides als Viehfutter verwendet werden.

Wie kam es zu dieser Entwertung des Mehls? Frischgemahlenes Vollmehl, das alle Vitalstoffe enthält, hat die Neigung, nach kurzer Lagerzeit zu oxydieren – es beginnt zu „rosten“, wird ranzig, verliert seine Vitalität und ist dann unbekömmlich. Dieses Problem wird seit mehr als hundert Jahren – seit Beginn der industriellen Getreideverarbeitung – so „gelöst“, dass man durch Entfernung von Keim und Kleie das Mehl haltbar machte.

Die Folgen? Neben den schon beim Zucker beschriebenen Schädigungen, die auch für das Weißmehl zutreffen, wird hier das Fehlen der Ballaststoffe besonders wirksam: die Getreidek1eie ist nämlich ein wichtiger Spediteur im Darm. Sie regt die Darmmuskulatur an und fördert die Bildung von Verdauungssekreten.

Da das Weißmehl praktisch keinen Anteil an Rohfasern besitzt, bilden sich im Dickdarm vermehrt Zersetzungsprodukte. Die entstehenden Gärgifte lähmen den Darm, und es kommt zu Verstopfungen. Der Dickdarm besitzt direkte Verbindungen zum Blutkreislauf. Das erklärt, weshalb chronische Darmträgheit und Verstopfung stets auch eine chronische Selbstvergiftung durch die Fäulnisstoffe bewirken. Neben anderen Erkrankungen hat so manche Hautkrankheit hierin ihre Ursache.

Als Faustregel bei der Beurteilung der Mehlqualität kann gelten: je höher der Ausmahlungsgrad (Ballast- und Vitalstoffreichtum) eines Mehls, umso höher ist die Typenzahl. Hochwertiges Vollkornschrot enthält beispielsweise zehnmal mehr Vitalstoffe als entwertetes „Feinmehl“.

Übrigens: Demeter-Schrote enthalten weder chemische Bleicher noch Spritzgifte wie etwa Pestizide.

Säuren und Basen ins Gleichgewicht bringen

Vollkornprodukte: Je mehr ganze Körner im Brot, umso besser

Vollkornprodukte: geballte Naturkraft

Glücklicherweise bietet uns die Natur ein ganzes Spektrum von Getreiden an, das wir nutzen sollten. Es gibt sieben verschiedene Körner: Weizen, Reis, Gerste, Hirse, Hafer, Roggen und Mais. Neben Wurzel-, Knollen- und Zwiebelgemüsen (Möhren, Rettiche, Kartoffeln, Knoblauch u..a.) sowie Salatgemüsen (Endivien, Spinat, Kohl etc.) gehören seit jeher die aus Samengräsern gezüchteten Getreide zu den Hauptnahrungsmitteln der Menschen.

Die Chinesen bauten eine Jahrtausende alte Kultur auf – mit einer Handvoll Reis am Tag. Die römischen Legionäre eroberten mit einer Tagesration von 85o Gramm Weizen zu Fuß ein Weltreich. Und die Phönizier überlebten ihre langen Schiffsreisen dank mitgeführter Getreidevorräte und einer Steinmühle. Getreide, sagt der bekannte Ernährungsforscher Johann G. Schnitzer, sind Kompaktspeicher an Lebensenergie. Ihre Samen enthalten alles, was zur Entfaltung von neuem Leben erforderlich ist: Lebenskraft sowie alle biologischen Informationen und Hilfsmittel, um sie freizusetzen.

Die Inhaltsstoffe des Getreidekorns sind wohl ausgewogen. Es enthält von allen Substanzen so viel wie nötig – z.B. an Vitaminen des B-Komplexes, Spurenelementen und Mineralstoffen gerade die Menge, die die keimende Pflanze oder unser Organismus brauchen, um die ebenfalls enthaltenen Kohlehydrate (Energielieferanten!) rückstandsfrei abzubauen.

Und schließlich ist das Getreidekorn eine biologische Konserve. Denn bei trockener Lagerung kann es unter günstigen Bedingungen sogar Jahrhunderte lang keimfähig bleiben. Die Lebenskraft des Korns können wir uns sehr einfach erschließen: indem wir das Weißmehl mitsamt seinen Produkten aus der Küche verbannen und uns auf Vollkornschrot und Vollkornbrot umstellen. Achten Sie hierbei auf gute Qualitäten ohne Konservierungsmittel.

Eine einfache und wirkungsvolle Methode, unseren Körper mit Vitalstoffen zu versorgen, besteht im Ankeimen von Getreide- und anderen Samen. Dazu nimmt man am besten einen Keimapparat (den gibt es in jedem Bio-Laden oder Reformhaus). In den drei bis vier „Etagen“ dieses handlichen Geräts lässt man etwa Weizenkörner, grüne Mungobohnen (Soja), Kresse, Senfkörner oder Alfata in zwei bis vier Tagen ankeimen. Die Schösslinge schmecken vorzüglich auf Quarkbrot oder in Frischsalaten.

Den höchsten Gesundheitswert freilich erbringt das Korn, wenn es frisch gemahlen und roh (unerhitzt) zubereitet wird. Deshalb bringen wir hier zum Abschluss dieser Folge das Rezept des Schnitzer-Müslis – des wohl bekömmlichsten, nahrhaftesten und gesündesten Frühstücks, das sich denken lässt:

Mit einer Hand- oder Elektromühle (eine alte Kaffeemühle tut´s auch) werden pro Person 6o g Weizenkorn (Bio-Qualität!) mittelgrob gemahlen und sofort in 110 g Wasser (höchstens 18 Grad Celsius) eingeweicht – und zwar mindestens eine halbe, höchstens zehn Stunden lang. Denn schon nach 3o Minuten haben die Fermente des Korns die Stärke aufgeschlossen und gut verdaulich gemacht. Nun einen Teelöffel Zitronensaft untermischen, einen Apfel hinein reiben, l00 Gramm Obst hinein schneiden sowie 3o g zerkleinerte Nüsse oder Mandeln hinzufügen (jedoch keine Erd- oder Paranüsse).

Lassen Sie sich vom belächelten Ruf des „Körnerfressers“ nicht beeindrucken. Die Natur weiß es besser.

Basen: die sanften Rausschmeißer

Der Kefirpilz: ständig nachwachsender Überschuss

Eiweiß – Träger des Lebens

Ebenso wie unser Organismus Kohlehydrate braucht, benötigt er Eiweiß, das Grundelement allen Lebens. Doch gibt es Unterschiede zwischen tierischem und pflanzlichem Eiweiß. Und der verbreitete Überkonsum von tierischem Eiweiß in Form von Fleisch und Wurst zieht Folgen nach sich, die aufhorchen lassen.

Eiweiß (Protein) ist der Träger des Lebens. Unser Organismus braucht elf verschiedene Protein-Bausteine (Aminosäuren) zum Ersatz und Neuaufbau der Körperzellen. Jede einzelne Körperzelle enthält den kompletten Bauplan des gesamten Organismus – „aufgeschrieben“ in der Sprache des Eiweiß. Und in jeder Körperzelle arbeitet eine Eiweißfabrik – das Ribosom –, die die zugeführten Stoffe in genau jenes Protein umwandelt, das die Zelle braucht.

Alle elf benötigten Aminosäuren zusammen finden sich nur im tierischen, nicht aber im pflanzlichen Eiweiß. Diese Erkenntnis hat in den letzten Jahrzehnten zu der Empfehlung geführt, möglichst viel tierisches Eiweiß zu essen: etwa in Form von Fleisch, Wurst, Fisch, Käse und Eiern. Denn man ging davon aus, dass der Organismus das überschüssige Eiweiß nicht speichert, sondern sofort „verbrennt“.

Inzwischen jedoch haben weitergehende Forschungen ergeben, dass wir uns mit tierischem Eiweiß geradezu überfüttern. Die Ernährungswissenschaftler Ragnar Berg und L. Wendt wiesen nach, dass überreiche Eiweißzufuhr zu ihrer Speicherung führt – insbesondere an den Wänden der haarfeinen Blutkapillaren, der großen Blutgefäße, im Bindegewebe sowie in der Hülle jeder Körperzelle.

Die unausbleibliche Folge: Die Stoffwechselkanäle verdicken sich, und die Zellwände „verkleben“ – die Stoffzufuhr in die Zellen und die Entsorgung der Schlacken in umgekehrter Richtung werden nachhaltig erschwert. Stoffwechselschlacken häufen sich in der Zelle – überall im Organismus. Zugleich wird der Transport von Hormonen, produziert im inneren Drüsensystem, behindert und teilweise blockiert.

Hier liegt nun eine entscheidende Ursache der Diabetes begründet. In den mit Überschuss-Eiweiß „verklebten“ Körperzellwänden sitzen nämlich die „Antennen“ (Rezeptoren) für Hormonsignale. Diese Antennen haben keinen klaren Empfang mehr – sie vernehmen bestenfalls ein „Rauschen“. So ist die Ursache der Diabetes in erster Linie in der Blockierung der Insulin-Antennen zu suchen, weniger in einer Mangelproduktion der Bauchspeicheldrüse. Der bereits erwähnte Ernährungsforscher Schnitzer dazu lakonisch: „Die bis zu 7o Prozent blockierten Rezeptoren werden schon bald nach einer Ernährungsumstellung wieder voll funktionsfähig.“

Verfolgen wir die Auswirkungen des gespeicherten Proteins weiter. Die schon erwähnte Verdickung der Blutgefäßwände bewirkt eine Verengung des Arterienquerschnitts. Das Blut im Körper aber muss fließen. Dies geht nur über eine Erhöhung des Blutdrucks. Im Verein mit den bereits dargelegten Wirkungen der isolierten Kohlehydrate (Industriezucker, Weißmehl etc.) finden wir hier die Quelle für Bluthochdruck und Arteriosklerose.

Zugleich verdickt die übermäßige Proteinanreicherung das Blut. Der damit verbundene weitere Anstieg des Blutdrucks und die Erhöhung der Gerinnungsneigung des Blutes führen schließlich zu Blutgerinnseln, Gefäßverschlüssen (Embolien), Herzinfarkt und Hirnschlag.

Ebenso gehen Hämorrhoiden und Krampfadern auf das Konto der Eiweiß-Überfütterung. Die Venenwände verdicken sich allerdings nicht wie die der Arterien, sondern werden erweitert und erschlaffen.

Vollkornprodukte: geballte Naturkraft

Keimapparat: Wichtige Vitalstoffe aus Keimlingen

Nicht empfehlenswert: Eiweiß-Überfütterung

Darüber hinaus haben die überschüssigen Proteinverbindungen in den Bindegeweben eine außerordentliche Neigung, Wasser zu binden. Wer obendrein täglich mehr als 8 Gramm (!) Salz zu sich nimmt, muss nach Ragnar Berg nicht nur mit Problemen bei der Eiweißverdauung rechnen. Denn Überschuss-Eiweiß und Überschuss-Salz addieren ihre Wasserbindungsfähigkeit und tragen erheblich zum Übergewicht bei. Übergewichtige schleppen also, ohne es zu ahnen, literweise überflüssiges Wasser mit sich herum.

Weitere Zusammenhänge eiweißreicher Ernährung bestehen zu Gicht und Muskelrheuma. Harnsäure – die schon einmal erwähnte Mutter der Gicht – ist ein Eiweiß-Abbauprodukt. Da die verdickten Zell- und Gefäßwände die Harnsäure ungenügend abtransportieren, wird sie in Geweben und Gelenkspalten abgelagert. Gicht und Arthrosen sind die Folge. Die Herde des Muskelrheuma sind kleine Knötchen: Depots von Zwischenprodukten des Eiweißstoffwechsels, die der Körper mit zum Teil entzündlichen und äußerst schmerzhaften Prozessen loszuwerden versucht. Die alarmierende Zunahme von Stoffwechselkrankheiten in den wohlhabenden Industrienationen findet nach einhelliger Auffassung der unabhängigen Ernährungsforschung ihre Ursache in einer Ernährung, die zuviel Fleisch, Fett, Zucker und Salz enthält. Nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und des amerikanischen Krebsforschungsinstituts führt diese Ernährung zu 60 Prozent aller Krebserkrankungen.

Denn die Überfütterung mit tierischem Eiweiß und isolierten Kohlehydraten bildet im Organismus einen idealen Nährboden für Fäulnisbakterien, die gemeinsam mit den Gallensäuren krebserzeugende Nitrosamine bilden. Der durch Zucker- und Eiweiß-Überkonsum geschwächte Organismus kann den sich ausbreitenden Krebszellen nichts mehr entgegensetzen.

Wie sollte unser Eiweißkonsum aussehen? Das ist recht einfach: durch die Kombination verschiedener Eiweißträger vor allem pflanzlicher Herkunft, die sich in ihrem Aminosäuregehalt gegenseitig ergänzen. Kombinieren Sie Getreide und Grünblattsalate, Getreide mit Erbsen oder Bohnen.

Weitere vollwertige Eiweißquellen sind: Sojaprodukte, Nüsse, Tahin und Milchprodukte. Bei Einhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts sinkt der Eiweißbedarf pro Tag ohnehin auf unter3o Gramm.

Faule und fleißige Fette

Nicht erhitzte, kalt gepresste Pflanzenöle: Fleißige Fette mit hohem Gesundheitswert

Faule und fleißige Fette

Neben Kohlehydraten und Eiweiß ist Fett einer der Pfeiler, auf die sich unsere Ernährung stützt. Ebenso wie es gesunde und schädliche Kohlehydrate sowie bekömmliche und abträgliche Proteine gibt, finden sich bedeutsame Unterschiede beim Fett. Denn Fett ist nicht gleich Fett.

Fette sind organische Stoffgruppen. Als Glycerinverbindungen der Fettsäuren werden sie in pflanzlichen und tierischen Organismen aus Kohlehydraten aufgebaut. Fettsäuren sind für Aufbau und Erhaltung jedes lebenden Organismus unentbehrlich. Auch für uns Menschen. Freilich: Zwischen den Fettsäuren gibt es gewichtige Unterschiede. Ihre Palette reicht von den einfachen gesättigten Fetten bis hin zu den hoch ungesättigten Fettsäuren. Wo liegen die Unterschiede, und welche Auswirkungen haben sie?

Einfache gesättigte Fette sind gewöhnlich Bestandteil unserer täglichen Normalkost. Sie sind enthalten in Fleisch, Wurst, Speck, Käse und Milch, in Soßen, Gebäcken, Süßspeisen und Schokoladen, ferner in Butter und Margarine sowie in Back- und Bratfetten.

Dabei ist unser Körper keineswegs auf die Zufuhr dieser einfachen gesättigten Fette angewiesen. Wie bereits ausgeführt, stellt unser Organismus diese Fette im Zuge des Kohlehydratabbaus nämlich selber her. Je größer die Kohlehydratzufuhr, besonders in Form von Industriezucker und Weißmehlprodukten, umso mehr produziert unser Körper gesättigte Fette in überreichem Maße. Die Folge: der Aufbau überflüssiger Fettpolster.

Überschwemmen wir unseren Organismus obendrein noch mit den gesättigten Fetten der Normalkost, dann verhelfen wir unserem Körper buchstäblich zu Atemnot. Denn ebenso wie das Überschuss-Eiweiß lagern sich auch die gesättigten Fette in den Wänden der Körperzellen und Blutgefäße ab und blockieren zunehmend unsere innere Atmung. Der Körper leidet unter chronischem Sauerstoffmangel. Der Faulheit und Reaktionsunlust der gesättigten Fette verdanken wir denn auch die Erhöhung des Infarktrisikos und der Neigung zum Hirnschlag. Ganz anders im Vergleich zu ihren faulen Brüdern verhalten sich die ungesättigten und hoch ungesättigten Fettsäuren. Sie sind vorwiegend in kalt gepressten (!) Pflanzenölen enthalten wie etwa in Ölen aus Sonnenblumen, Oliven, Leinsamen, Maiskeim, Weizenkeim und Sesam. Distelöl ist besonders reich an hoch ungesättigten Fettsäuren.

Die ungesättigten Fettsäuren sind ungemein fleißig, weil hungrig. Sie reagieren lebhaft mit dem Blutsauerstoff – wie auch ihre erforderliche Tagesmenge nach ihrem Sauerstoffbindungswert berechnet wird. Der Körper verwendet sie für eine Reihe von Aufbauvorgängen; sie sind leicht verdaulich. Einige der hoch ungesättigten Fettsäuren – wie etwa die essentielle Fettsäure Vitamin F – zählen gar zu den Hauptvitalstoffen.

Doch gerade ihre große Sauerstoffbindungsfähigkeit macht unsere fleißigen Fettsäuren empfindlich, denn ihre lebhafte Reaktionslust lässt sie rasch oxydieren – der Grund, weshalb frisch geschrotetes Vollmehl oder Leinsamen nach kurzer Zeit ranzig werden, wenn sie nicht sofort verzehrt oder unter Wasser gesetzt werden.

Entwertung durch Hitze

Ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren führt zu Hautkrankheiten, in schweren Fällen zu Wachstumsstillstand und Sterilität. Allerdings kann eine Überfütterung mit diesen aktiven Fetten – besonders bei Vegetariern – zu Vitamin-D-Mangel und damit zu Kalkabbau führen. Denn das von ihnen stark aktivierte Vitamin A wirkt im Organismus als Gegenspieler zum Vitamin D.

Doch diese Gefahr ist minimal im Vergleich zu dem Schaden, den die faulen Fette anrichten. Die Hauptverantwortung für die Entwertung der Fette tierischen oder pflanzlichen Ursprungs trägt die Hitzebehandlung während ihrer Herstellung. „Preiswerte“ Margarine, deren pflanzliches Fett zwecks höherer Ausbeute hitzebehandelt wurde, ist deshalb genauso schädlich wie das beim Braten denaturierte Fett eines Schweinekoteletts. Bereits bei einer Temperatur über 17o Grad entwickeln sich in Brat- oder Siedefetten leberschädigende Substanzen. Pommes frites etwa werden in öl gesotten, dessen Temperatur 180 bis 200 Grad beträgt. Wird Fett gar über 250 Grad erhitzt, so entstehen krebserregende Stoffe.

Zusammenfassend sei empfohlen: Meiden Sie möglichst erhitzte oder im Laufe der Herstellung hitzebehandelte Fette. Gemüse etwa lassen sich gut im eigenen Saft oder mit wenig Wasser dünsten. Das Öl kann man anschließend dazugeben. Greifen Sie etwas tiefer ins Portemonnaie,und verwenden Sie Öle und Streichfette, auf deren Etikett Kaltpressung sowie hohe Anteile an ungesättigten Fettsäuren ausdrücklich vermerkt sind. Solche Fette sind – wie bereits erwähnt – überwiegend pflanzlichen Ursprungs.

Porträt einer warmen Mahlzeit

Kartoffeln: Auf die richtige Zubereitung kommt es an

Porträt einer warmen Mahlzeit

In den bisherigen Abschnitten haben wir die Spuren der isolierten Kohlehydrate, des tierischen Eiweiß und der Fette in unserem Körper verfolgt. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass die heute übliche Normalkost, die Zucker, Weißmehl, Fleisch, Wurst und Speck reichlich enthält, die Ursachen für die meisten Zivilisationskrankheiten darstellt.

Doch sorgt nicht allein die bloße Zufuhr der in der Nahrung enthaltenen schädlichen Stoffe für einen übersäuerten und damit stoffwechselgehinderten Organismus – auch die Art der Nahrungszubereitung spielt eine wichtige Rolle. Der Ausspruch „Einmal am Tag sollte man eine warme Mahlzeit einnehmen“ ist im Lichte der modernen Ernährungsforschung ausgesprochen fragwürdig geworden. Deshalb wollen wir in diesem Abschnitt dem Problem der Hitzeschädigung nachgehen.

Wir sind es gewohnt, unsere Nahrung zu kochen, zu braten, zu sieden, zu backen und zu grillen. Das „gutbürgerliche“ Essen besteht gewöhnlich aus gebratenem Fleisch sowie gekochten Kartoffeln und Gemüsen – samt und sonders unter Hitzeeinwirkung zubereitet und damit weitgehend entwertet.

Betrachten wir zunächst die Kartoffel. Als unterirdisch wachsendes Knollengewächs fehlt ihr die direkte Sonnenbestrahlung, und um sie genießbar zumachen, sind wir gezwungen, sie einer Hitzebehandlung zu unterziehen. Im Normalfall wird die Kartoffel geschält, im Topf reichlich mit Wasser bedeckt, tüchtig gesalzen und anschließend weich gekocht.

So frappierend es klingt: Dies ist jene Zubereitungsmethode, mit der aus einer gesunden, nahrhaften und bekömmlichen Pflanze ein Produkt wird, das dem Körper praktisch keine Vitalstoffe zuführt, sondern nur noch Stärke. Die Auswirkungen im Körper sind dieselben, als äßen wir löffelweise Zucker.

Woran liegt das? Zunächst einmal wandern mit der Entfernung der Schale die Vitalstoffe in den Mülleimer – jene Stoffe also, die dafür sorgen, dass die Stärke der Kartoffel in unserem Körper schrittweise abgebaut wird. Beim Weichkochen der geschälten Kartoffel wandern zudem die restlichen Stoffe – mit Ausnahme der Stärke – ins Kochwasser. Es ist ähnlich wie beim Weißmehl: Die Vitalstoffe werden entfernt, die isolierten Kohlehydrate bleiben.

Wenn wir die Kartoffel als gesundes basenüberschüssiges Nahrungsmittel nutzen wollen, sollten wir zwei Punkte beachten: Erstens sollte die Kartoffel vor der Zubereitung grundsätzlich nicht geschält, dafür aber mit der Wurzelbürste umso gründlicher gereinigt werden. Zweitens sollte sie nicht gekocht werden. Eine Gardünstung mit wenig Wasser bei geschlossenem Deckel hilft, einen Teil der Wirkstoffe zu erhalten. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, sie in Folie ungeschält zu backen.

Kommen wir zum gebratenen Fleisch, das auf unserem Teller liegt. Weiter vorn hatten wir auf die Bildung krebserregender und leberschädigender Substanzen hingewiesen, die die Hitzedenaturierung des Fetts mit sich bringt. Selbst die aktiven hoch ungesättigten Fettsäuren können laut Schnitzer durch Hitzebehandlung zu schädlichen Polymerisationsprodukten verkommen, die schwer abbaubare geballte Molekülklumpen enthalten.

Das Eiweiß unseres Bratfleischs ist weitgehend denaturiert – und zwar bereits ab einer Temperatur von 41 Grad! Im Schnitt wird Protein durch Kochen oder Braten zu zwei Dritteln entwertet. Damit ist der Ruf des Koteletts als Träger „gesunden“ Eiweißes empfindlich ramponiert.

Was das Gemüse angeht, so gilt es mit Recht als wichtiger Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen. Doch durch das Kochen gehen diese Vitalstoffe weitgehend zugrunde. Ragnar Berg wies nach, dass durch Hitzeeinwirkung die Hälfte und mehr an basischen Mineralien verloren geht. Das zur Blutbildung wichtige Eisen im Spinat etwa löst sich unter Hitze aus dem organischen Zusammenhang und wird fast unverwertbar.

Essen, Trinken und Verdauen

Salat-Gemüse: am besten als Vorspeise genießen

Wichtig: der knackige Biss

Dies alles bleibt für den Körper nicht ohne Folgen. Denn manche Fermente – das sind organische Stoffwechselhelfer, auch Enzyme genannt – kann der Körper selbst herstellen, manche müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Da alle drei Vitalstoffe – Mineralien, Vitamine, Fermente – sehr hitzeempfindlich sind, werden dem Körper durch das Kochen des Gemüses die entscheidenden Werkzeuge zu seiner Verwertung vorenthalten.

Dies bewirkt eine übermäßige Anhäufung von Säuren und anderen Schlacken im Organismus, die wegen der Zerstörung der basischen Elemente nicht abgebaut werden können. Die Schlacken lagern sich in Muskeln und Gelenken (Folgen: Arthrosen, Rheuma) sowie in Gallen- und Harnblasen als Steine ab.

Es scheint nur wenige Lebensmittel zu geben, die Hitzebehandlung weitgehend schadlos überstehen. Hierzu gehören insbesondere Vollkornbackprodukte. Denn trotz Ofentemperaturen von über 25o Grad herrschen im Innern des Brotes Temperaturen von höchstens 95 Grad. Denn das im Teig enthaltene Wasser verdunstet und verhindert dabei eine höhere Wärmeentwicklung. Wäre dem nicht so, müsste das Brot wegen der Dampfbildung bei 200 Grad explodieren. Aus diesem Grund bleiben die im Vollkorn enthaltenen, besonders wichtigen, Vitamine des B-Komplexes unbeschädigt. Zerstört werden sie erst bei Temperaturen um 16o Grad.

Kochen denaturiert die wichtigsten Nahrungsbestandteile. An dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei. Wer dennoch nicht darauf verzichten will, „täglich etwas Warmes in den Bauch zu bekommen“, sollte wenigstens zum Dünsten übergehen.

Gemüse zum Beispiel lieben viele Italiener aus gutem Grund „al dente“ – das heißt: Gemüse sollte nicht zerkocht sein, sondern noch einen knackigen Biss haben. Gemüse, das mit wenig Wasser bei kleiner Hitze und geschlossenem Topf angegart wird, enthält zwar weniger Vitalstoffe als Gemüserohkost, in jedem Fall aber mehr als zerkochter Pflanzenbrei. Und: Durch das schonende Dünsten wird das natürliche Aroma der Pflanzen besser erhalten, und man benötigt kein Salz, um den faden Geschmack zerkochten Gemüses aufzubessern.

Reis: der Wasserträger

Reis: Mit Schale gedünstet, liefert er wertvolle Vitalstoffe

Reis: der Wasserträger

Im Rahmen dieses Beitrags haben wir uns bemüht, die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Nahrungsgruppen und dem Körperstoffwechsel zu beleuchten. Dabei haben wir eine Reihe von ahrungsmitteln in ihrem Wirkzusammenhang kennen gelernt. Wir wissen nun, warum das Vollkornbrot dem Graubrot vorzuziehen und warum die Kartoffel je nach Zubereitung gesund oder schädlich ist. Ergänzend dazu soll in den folgenden Abschnitten eine Reihe von Nahrungsmitteln behandelt werden, die wir gewöhnlich auf dem Tisch haben.

Der Reis ist eine Getreideart und gehört zu den Hauptnahrungsmitteln der Menschheit. Bekanntlich schufen die Chinesen mit „einer Handvoll“ Reis eine der bedeutendsten Kulturen der Geschichte. Dem Reis verdanken die Chinesen ihre mangelnde Neigung zu Leibesfülle, ihre Elastizität und ihre Ausdauer.

Kein Wunder: Das Reiskorn enthält wie das Weizenkorn einen Großteil der für den menschlichen Organismus bedeutsamen Nahrungsbestandteile – wie hoch ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß bester Qualität und Kohlehydrate; und zugleich mit den Mineralstoffen, Vitaminen und Fermenten jene Werkzeuge, mit deren Hilfe der Körper die zugeführten Stoffe zweckmäßig verwenden kann. Der Reis ist sehr natriumarm und führt daher viel Wasser ab. Polierter und gekochter Reis ist für den Organismus ebenso unzweckmäßig und daher schädlich wie Weißmehl oder eine geschälte Kochkartoffel. Es sollte nur ungeschälter Reis verwendet werden, der sogenannte Naturreis.

Eine günstige Zubereitungsart ist die Drei-Finger-Methode: Über die in den trockenen Topf geschüttete Reismenge – gleich ob für zwei oder für zehn Personen – drei Fingerbreit Wasser gießen. Ganz kurz aufwallen und dann auf kleiner Flamme ziehen lassen. Dabei den Topfdeckel mit einem Handtuch gut abdichten. Nach rund 45 Minuten ist der Reis gar gedünstet. Da das Wasser verdunstet ist, sind fast alle erhaltenen Wirkstoffe im Reiskorn geblieben.

Wurst: Überfütterung mit denaturiertem Eiweiß

Wurst: Überfütterung mit denaturiertem Eiweiß

Fleisch, Wurst und Fisch

Der Genuss von Fleisch ist überwiegend in den hoch entwickelten Industrienationen üblich. Der größte Teil der Menschheit ernährt sich vegetarisch – wenn er nicht zum Hungern verdammt ist. Die Erzeugung von Fleisch ist sehr teuer: Für die Produktion von 1 kg tierischem Eiweiß ist der Gegenwert von 7 kg Pflanzeneiweiß im verfütterten Getreide nötig. Nicht gerade ökonomisch.

Bei der industriellen Massentierhaltung werden Hormone, Antibiotika und Psychopharmaka eingesetzt. Diese Stoffe gehen auf den Fleischkonsumenten über.

Die beim Braten entstehenden Röststoffe sowie die bei der Fleischverdauung gebildete Harnsäure bewirken eine starke Säurebildung im Körper. Wie wir wissen, führen überschüssige Säuren zu Rheuma, Gicht und anderen Erkrankungen. Dazu produziert Fleisch im Darm Fäulnisbakterien. Besonders schädlich sind Fleischbrühen und Bratensoßen, da sich hier Säuren und Giftstoffe im Übermaß sammeln.

Unter anderem aus diesen Gründen raten alle unabhängigen Ernährungsforscher vom Fleisch und Wurstgenuss ab, insbesondere vom Verzehr von Schweinefleisch. Denn dies enthält besonders viele Fäulnisstoffe, die der Organismus auf krankhafte Weise loszuwerden versucht – in Form von Furunkeln, Ekzemen, Weißfluss usw. Hautkrankheiten, die auf das Konto des Schweinefleischs gehen, werden gern mit Antibiotika und starken medizinischen Cremes in den Körper zurückgedrängt. Die Folge: Die entzündlichen Herde lagern sich in Schwachstellen des Organismus ab und werden so zu Quellen chronischer Krankheiten.

Jede Wurst – auch Kalbsleberwurst – enthält Schweinefleisch sowie chemische Zusätze zur Bindung der Schlachtfette und zur Konservierung. Kalbfleisch und Geflügel enthalten einen besonders hohen Anteil von Antibiotika, Hormonen und Psychopharmaka. Der Grund: Die Tiere, ihres natürlichen ebensraums beraubt, sind krankheitsanfällig und stehen unter psychischem Dauerstress. Da diese Stoffe auf den Konsumenten übergehen, kann langfristig eine Resistenz gegen Antibiotika eintreten.

Wer auf sein Fleisch nicht verzichten möchte, sollte Geflügel aus Freiland-Farmen bevorzugen, ebenso Fisch aus sauberen Binnenseen.

Es gibt empfehlenswerte Alternativen zum Fleisch- und Wurstgenuss: Sojafleisch sowie Sojapasteten. Diese in den verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlichen Produkte haben hohe Basenanteile, schmecken hervorragend und sind außerordentlich bekömmlich.

Eier

Eier: nur von freilaufenden Hühnern

Hühnereier

Die heutigen Massenlegebatterien reduzieren die Existenz des Huhns auf eine einzige Funktion, nämlich das Eierlegen. Damit die Tiere in den engen Drahtkäfigen durchhalten, werden ihrem Futter reichlich chemische Zusätze beigemengt, die über das Ei auf dem Frühstückstisch in den Organismus des Menschen gelangen.

Das Eiweiß des Eis ist, entgegen landläufiger Auffassung, nicht besonders zuträglich, denn es ist für den menschlichen Körper schwer verwertbar. Es führt zu Harnsäurebildung und schafft das Milieu für Fäulnisbakterien. Das Eigelb dagegen ist basenüberschüssig und bekömmlich. Der gelegentliche Verzehr von Eiern aus Freiland-Hühnerfarmen wird sich in der Regel nicht nachteilig auswirken.

Milch und Milchprodukte

Rohmilch-Produkte: keine Pasteurisierung, keine Hitzebehandlung

Milch und Milchprodukte

Die Mehrzahl der Ernährungswissenschaftler empfiehlt rohe Milch (frische Kuhmilch). Durch die Hitzebehandlung bei der Pasteurisierung oder gar Uperisierung (H-Milch) werden das Eiweiß denaturiert und die Fermente zerstört, wodurch die Mineralstoffe durch den Körper nur mangelhaft aufgenommen werden. Pasteurisierte Milch säuert nicht – sie fault.

Käseprodukte versäuern den Organismus umso mehr, je schärfer ihr Geschmack ist. Abzuraten ist von Schmelzkäsen: Hergestellt aus Hartkäsen minderer Qualität, werden sie mit phosphorsauren Salzen eingeschmolzen. Diese hoch hitzebehandelten Produkte enthalten weitgehend denaturierte Fette und Proteine.

Zu empfehlen sind Bioghurt und Sanoghurt, denn ihr Milchsäuregehalt räumt unter den Fäulnisbakterien auf. Fruchtjoghurt enthält stets Industriezucker und Bindemittel, was seine Zuträglichkeit mindert. Sehr zu empfehlen ist der Genuss von Kefir: mit ihm erreichen die Kaukasier Lebensalter von 130 und mehr Jahren. Am besten ist es, seinen Kefir mit Hilfe des Kefirpilzes selbst anzusetzen.

Salz und Gewürze

Nach Ragnar Berg sollten nicht mehr als 8 Gramm Salz täglich verzehrt werden, weil sonst die Eiweißverwertung beeinträchtigt und zuviel Wasser gebunden wird. Dem Kochsalz ist das Meersalz vorzuziehen, weil seine Zusammensetzung dem Organismus zuträglicher ist. Angesichts der zunehmend verschmutzten Meere kann Meersalz jedoch Spuren von Schadstoffen enthalten.

Als Gewürze sollten überwiegend einheimische Kräuter verwendet werden, etwa: Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Esdragon, Fenchel, Kümmel, Majoran, Melisse, Petersilie, Rosmarin, Thymian. Scharfe Gewürze wie Paprika, Pfeffer, Curry, Senf oder Chili sollten sparsam verwendet werden, denn sie reizen den Verdauungstrakt.

Getränke - Klares Wasser

Ein Lebenselixier: Reines, sprudelnd frisches Wasser

Getränke

Es ist zu empfehlen, täglich ein bis zwei Liter Flüssigkeit zu trinken. Auf diese Weise werden die Nieren gut durchgespült. Ausgesprochen zuträglich sind Tafelwässer. Hochprozentiger Alkohol sollte nur gläschenweise und gelegentlich getrunken werden. Als isoliertes Kohlehydrat wirkt Alkohol stark versäuernd im Organismus. Aus diesem Grund neigen viele Gewohnheits- oder Suchttrinker neben Stoffwechselerkrankungen zu rheumatischen und Gichtbeschwerden.

Auch ein Glas Wein schadet nicht. Doch muss einschränkend gesagt werden, dass selbst gute Winzerweine nicht frei sind von Spritzgiften und Zuckerzusätzen. Der Genuss von Kaffee und schwarzem Tee kann zur Sucht werden. Ein bis zwei Tassen am Tag wirken sich gewöhnlich nicht abträglich aus. Doch sollte man wissen, dass das Koffein ein Nervengift ist, und der schwarze Tee enthält ein bis vier Prozent davon.

Der Kakao wird durch die industrielle Herstellung weitgehend entwertet. Was gewöhnlich als Kakao angeboten wird, besteht aus stopfendem Kakaoschlamm und dem Nervengift Theobromin.

Limonaden enthalten chemische Zusätze sowie hohe Anteile an Industriezucker und wirken deshalb stark versäuernd. Um die Auswirkungen von Colagetränken im Körper kennenzulernen, sollte man einmal ein Stück Fleisch in dieses Getränk legen – es wird nach wenigen Tagen zersetzt.

Getränke - Obstsäfte

Obst und frisch gepresste Obstsäfte: wohltuende Basenspender

Zu empfehlen sind dagegen frisch gepresste Frucht- oder Gemüsesäfte. Unbedenklich sind auch Markenfruchtsäfte ohne Zuckerzusatz.

Essen, Trinken und Verdauen

Wer langsam isst, hat mehr vom Essen. Jeder Bissen – auch von weicher oder breiiger Kost – sollte gründlich durchgekaut und eingespeichelt werden. Die Verdauungssekrete im Mundspeichel schließen die Speise für die weitere Verwertung in Magen und Darm auf. „Schlingt“ man das Essen hinein, können insbesondere die Kohlehydrate, deren Abbau in Stufen erfolgt, nur ungenügend verwertet werden. Obendrein wird durch zu schnelles Essen die Fähigkeit behindert, Sättesignale aus dem Körper wahrzunehmen. So entsteht ein Paradoxon: Man schlägt sich den Magen voll und verspürt Völlegefühl – und doch ist der Organismus mangelversorgt. Die Mahlzeiten sollten in Ruhe ohne Beeinträchtigung von Radio, Fernsehen oder persönlichem Ärger eingenommen werden. Trinken sollte man nur, wenn der Mund leer ist – oder nach der Mahlzeit.

Salate sollten grundsätzlich vor der Hauptmahlzeit eingenommen werden. Betrachten Sie den Salat als Vorspeise. Denn die Wirkstoffe des Salats kann man sich als „Schnellzüge“ vorstellen, die sich im Eiltempo im Körper verbreiten. Die Hauptmahlzeit – ein „Bummelzug“ – wird mit Hilfe der im Salat enthaltenen Vitalstoffe viel besser verwertet.

Zum Abschluss dieses Abschnitts noch ein Wort zur Frage der Verdauung. Die heutige Normalkost führt gewöhnlich zu schweren Verdauungsstörungen. Viele Menschen haben nur an jedem zweiten oder dritten Tag Stuhlgang. Bei basenreicher Ernährung mit vielen Ballaststoffen, Vitaminen und Fermenten – insbesondere beim regelmäßigen Verzehr des Schnitzer-Müslis – wird sich praktisch jede Verdauungsstörung nach kurzer Zeit wieder einregulieren. Mit ihr werden auch viele andere auf Selbstvergiftung beruhende Beschwerden einschließlich mancher Hautkrankheiten verschwinden – ohne jedes Medikament. Wirklich gesund ist die Verdauung, wenn der Mensch ein bis dreimal am Tag auf den Topf geht.

Krankheiten nicht bekämpfen, sondern hinaus geleiten

Unsere Ernährung ist zuträglich, wenn sie neben den Grundstoffen wie Kohlehydraten, Proteinen und Fetten auch die Werkzeuge zu deren Verarbeitung enthält. Dies sind neben Ballaststoffen hauptsächlich Mineralstoffe, Vitamine und Fermente. Unser Ziel ist dabei, durch natürliche Ernährung gesund zu werden, gesund zu bleiben und die Gesundheit zu festigen.

Auch ein gesunder Mensch kann einmal von einer Krankheit befallen werden. Hierbei wird meistens der Fehler begangen, die Krankheit zu bekämpfen. Indessen ist die Krankheit eine Reaktion des Körpers – entweder weil ihm wichtige Stoffe fehlen, oder weil er sich gegen ein Übermaß unzuträglicher Stoffe wehrt. Zur gesunden Ernährung gehört auch die gemäße Behandlung von Krankheiten.

Kunstgesundheit ist teuer

Die industrielle Nahrungsversorgung der Menschen in den hoch entwickelten Gebieten der Nordhalbkugel der Erde hat zu einer in der Menschheitsgeschichte völlig neuen Gruppe von Krankheiten geführt, den Zivilisationskrankheiten – Folgen von Überernährung und Unterversorgung zugleich. 90 Prozent aller Kinder leiden an Karies, der gewöhnlich mit giftigen quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen zuleibe gerückt wird.

Chronische Stuhlverstopfungen werden mit Abführmitteln behandelt, die den Darm noch mehr schädigen. Vor dem Schlafengehen werden Schlafmittel eingenommen, nach dem Aufstehen Weckamine, und dem Tagesstress wird mit Psychopharmaka begegnet – schweren Nervengiften, die oft zur Sucht führen. Erkältungen, grippale Infekte oder Entzündungen werden erbarmungslos mit Antibiotika bekämpft – und der Organismus ohne Wissen des Betroffenen nachhaltig geschwächt.

Gegen jedes Leiden, jedes Wehwehchen gibt es eine Pille, und dennoch können allein in der Bundesrepublik 350.000 Ärzte und 70.000 Zahnärzte nichts Grundlegendes an der Tatsache ändern, dass die Flut der Zivilisationskrankheiten ständig steigt. Wenn wir nicht schon krank sind, dann ist unser Zustand weniger durch die Anwesenheit von Gesundheit als durch das Fehlen von Krankheit gekennzeichnet – einer von Johann G. Schnitzer so bezeichneten „Kunstgesundheit“, die sich auf Prothesen wie Pillen und Tabletten stützt.

Eine der Ursachen für diese Entwicklung liegt – wie erläutert – in der weitgehend denaturierten Zivilisationskost. Eine zweite Ursache freilich ist darin zu suchen, dass wir gewohnt sind, unsere Krankheiten zu bekämpfen, nicht aber ihre Ursachen, und dass wir diesen Kampf passiv beliebigen chemischen Präparaten überlassen.

Um dieses Problem besser zu verstehen, nehmen wir als Beispiel den Bluthochdruck, an dem heute fast jeder zweite Erwachsene leidet. Der „normale“ Weg ist die Bekämpfung des Bluthochdrucks mit entsprechenden Medikamenten. Doch führt dieser Weg auf Dauer in die Sackgasse. Wenn es brennt, werden wir vernünftigerweise nicht den Rauch wegblasen, weil er uns die Sicht versperrt, sondern wir werden daran gehen, das Feuer zu löschen. Mit dem Feuer verschwindet auch der Rauch. Der hohe Blutdruck ist dem Rauch vergleichbar. Das Feuer jedoch – das sind die körperinneren Ursachen, die für die Entstehung des hohen Blutdrucks verantwortlich sind. Wie weiter vorn behandelt, entsteht Bluthochdruck durch Verengung der versorgenden Blutgefäße. Die Arterienverengung wiederum findet ihre Ursache im Überkonsum von tierischem Eiweiß, isolierten Kohlehydraten und gesättigten Fetten, die sich u.a. an den Körperzellwänden und den Wänden der Arterien ablagern und so eine Verengung ihres Querschnitts bewirken.

Das Feuer muss also hier gelöscht werden. Und das tun wir am gesündesten und mit der nachhaltigsten Wirkung, wenn wir die Arteriosklerose durch Zufuhr natürlicher basenreicher Nahrung gar nicht erst entstehen lassen oder sie schrittweise „auflösen“.

Ich selbst machte folgende Erfahrung: im Alter von etwa 32 Jahren machten mit leichtes Übergewicht, Neigung zu Bluthochdruck, Hämorrhoiden und Schuppenbildung zu schaffen – deutliche Signale meines Organismus, dessen Stoffwechsel im Begriff war, aus dem Tritt zu geraten. Eine Ernährungsumstellung auf basenreiche Stoffe brachte die Beschwerden auf Nimmerwiedersehen zum Verschwinden – und das ohne jegliches Medikament.

Krankheiten sind Reaktionen des Körpers auf innere Störungen. Deshalb zeigt uns eine Krankheit auch die Richtung, in der der Körper versucht, sich ihrer zu entledigen. Der Krankheit kommen wir auf gesunde Art bei, wenn wir die Körperreaktion, die sich als Krankheit ausdrückt, nicht bekämpfen, sondern unterstützen!

Mit der Art seiner Reaktion, sagt Johann G. Schnitzer, zeigt der Organismus, wie die Ursachen seiner Erkrankung am besten neutralisiert und ausgeschieden werden. Leiden wir zum Beispiel an Fieber, Schwitzen, Durchfall und Erbrechen, so sollten wir keinesfalls fiebersenkende Mittel, Kohletabletten oder magenberuhigende Medikamente einnehmen. Im Gegenteil: Wir sollten weder das Schwitzen, den Durchfall noch das Erbrechen unterdrücken, sondern diese turbulenten Ausscheidungsvorgänge unterstützen und fördern. Denn der Körper ist dabei, in jenem Milieu aufzuräumen, das dem Infektionsträger als Operationsbasis dient.

Die oft hiermit verbundene Appetitlosigkeit hat ihre Ursache darin, dass das auch für die Verdauung tätige Lymphsystem sich vollständig auf die Neutralisierung der Krankheitsgifte konzentriert. Der Heilungsprozess wird also am besten durch Fasten unterstützt, wobei ausreichend Wasser genommen werden muss, damit die giftigen Schlacken den Körper rasch verlassen können.

Die Ursachenbehandlung fehlt

Die heutige Chemie- und Apparatemedizin hat leider längst vergessen, nach den Ursachen der Krankheiten zu fragen. So wird mit einem unglaublichen finanziellen Aufwand das Kurieren an Symptomen weiterbetrieben. Die zeitgenössische Pharma-Medizin befindet sich in der tragischen Lage, mit der einen Hand umzuwerfen, was sie mit der anderen Hand aufbaut. Naturheilkundliche und ganzheitliche Medizin scheint nicht in unser System der Krankheitsverwaltung zu passen. Hervorragende Ganzheitsmediziner, die oft genug die „hoffnungslosen Fälle“ der etablierten Medizin auf natürlichem Wege geheilt haben, werden von den Krankenkassen nicht zugelassen oder ausgeschlossen, weil ihre – im Endeffekt sehr viel billigeren – Behandlungsmethoden in den Katalogen der Krankenkassen nicht auftauchen. So entsteht die widersinnige Situation, dass die etablierte Schulmedizin weiterhin mit überteuren und stets einseitig wirkenden Chemieprodukten hilflos die kranken Kassenpatienten verwaltet, während die vielseitig diagnostizierenden und kombiniert behandelnden Ganzheitsmediziner nur zahlungskräftige Privatpatienten annehmen dürfen.

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Selbsthilfe für die Gesundheit

Selbsthilfe für die Gesundheit

von Michael George

 

Ergänzend zum Ernährungsratgeber gebe ich hier einen Einblick in die Möglichkeiten zur Selbsthilfe, die jedem Menschen kostenlos zur Verfügung stehen. Hierzu ist ein ausgiebiger Blick über unseren gewohnten Erfahrungshorizont von großem Nutzen. Denn wir wollen uns nun jenen weithin unbekannten Helfern zuwenden, die ausnahmslos jedem Menschen beigeordnet sind.

Da wären zunächst einmal das Igo und die 21 Rigos zu nennen, die in jedem menschlichen Körpersystem ihren Dienst tun – unabhängig davon, ob ein Mensch von ihnen weiß oder nicht. Auf Röntgenfotos tauchen sie nicht auf, denn sie leben und wirken im sogenannten Vierten Äther – knapp über der Sichtbarkeitsgrenze und damit knapp oberhalb der grobstofflichen Erfahrungswelt.

Unser Ätherkörper wird auch als Vitalkörper oder Ätherisches Doppel bezeichnet und stellt buchstäblich die Matrize des grobstofflichen Körpers dar. Nicht wenige Menschen haben übrigens Erfahrungen mit Reisen im Ätherischen Doppel. Robert Monroe hat in einigen Büchern (u.a. „Der zweite Körper – Expedition jenseits der Schwelle“) ausführlich seine Erlebnisse außerhalb des grobstofflichen Körpers geschildert.

Das Igo können wir getrost als Team-Chef der Rigos betrachten. Die Rigos sind Manchen bekannt als Körperelementarwesen. Sie sind menschengestaltig, jedoch androgyn, etwa vier Millimeter groß, von graubrauner Farbe, ohne Kopfhaar und ohne Zähne. Denn sie ernähren sich vollständig aus der gasartigen Energie des Vierten Äthers. Wer die kleine Mühe auf sich genommen hat, die innewohnende Fähigkeit zum „Gedankensprech“ zu reaktivieren, der wird seine helle Freude daran haben, sich mit dem Igo und einzelnen Rigos sprachlich zu verständigen. Jedes Rigo ist für ein bestimmtes Aufgabengebiet zuständig.

Hier ein tabellarischer Überblick:

Rigo Zuständigkeit Tätigkeit Sitz
1 Gehirn Durchblutung Kopf
2 Schilddrüse Harmonisierung, Regulierung Schilddrüse
3 Lunge Durchblutung, Reinigung Lunge
4 Herz Leistungsanpassung Herz
5 Leber Harmonisierung, Regulierung Leber
6 Magen Harmonisierung, Regulierung Magen
7 Darm Harmonisierung, Regulierung Darm
8 Bauchspeichel-drüse Harmonisierung, Regulierung Bauchspeicheldrüse
9 Nieren Harmonisierung, Regulierung Nieren
10 Urogenital-Trakt Harmonisierung, Regulierung Urogenitaltrakt
11 Augen Flüssigkeits-Versorgung Stirn
12 Mittelohr Instandhaltung Zwischen den Ohren
13 Nase/Rachen Bindung und Ausleitung von Fremdstoffen Oberhalb des Gaumens
14 Zentrales Nervensystem Überwachung und Steuerung. Alle Sinne – Drüsen Stammhirnbereich
15 Vegetatives Nervensystem Überwachung und Steuerung – Drüsen unterhalb Stammhirn
16 Skelett Pflege und Versorgung hinter Solarplexus
17 Haut, Haare, Nägel Pflege und Versorgung unterhalb Solarplexus
18 Bindegewebe und Knorpel Pflege und Versorgung Unterleib
19 Muskeln und Sehnen Pflege und Versorgung Unterleib
20 Mittler zwischen veget. u. zentralem Nervensystem Harmonisierung oberhalb Stammhirn
21 Assistent des Igo Überwachung und Koordinierung Bereich Zirbeldrüse

Das Igo kann bei der Auswahl bestimmter Lebensmittel oder Vitalstoffe behilflich sein, ebenso die Rigos, die für Magen und Darm zuständig sind. Heilend aber können weder das Igo noch die Rigos wirken.

Hierzu ist das RoRo in der Lage. Das RoRo (Abkürzung für Rotaropo) ist ein körperloses Wesen, das lediglich aus einem Bewusstseinszentrum besteht – dem Piki. Es „wohnt“ in einer transphysikalischen Energiewolke, die jeden Menschen umgibt und für die Verbindung unseres Bewusstseinszentrums mit unserem Körpersystem sorgt. Ein erfahrenes RoRo ist in der Lage, verschiedenartigste Behandlungen vorzunehmen – und zwar mit Hilfe der erwähnten Energiewolke. Das RoRo arbeitet in solchen Fällen mit dem Igo und den zuständigen Rigos zusammen.

Gewöhnlich aber hat ein RoRo wenig Heilpraxis. Ausnahmen sind die RoRos solcher Menschen, die als Energie-Therapeuten tätig sind. Doch das ist kein unüberwindbares Hindernis. Denn mein RoRo Pipo hat gemeinsam mit vielen Schwestern und Brüdern ein Helfer- und Heiler-Netzwerk aufgebaut, das weltweit Dutzende von Millionen umfasst. Falls also ein therapeutisch noch unerfahrenes RoRo eine Ausbildung braucht, so kann es sich ohne Umstände mit Pipo in Verbindung setzen und sich als Hospitant an verschiedensten Behandlungen beteiligen. Und das kommt schließlich jenem Menschen zugute, dem dieses RoRo zugeordnet ist.

Der Goldene Strahl

Doch auch der Mensch selbst kann über sein eigenes Bewusstseinszentrum seine Wolke lenken und damit heilend einsetzen. Unser Bewusstseinszentrum heißt Rito und hat während der Wachstunden in der gewohnten Lebenswelt seinen Sitz in der Zirbeldrüse. Von hier aus gibt es einen direkten Kanal zum Dritten Auge in der Mitte der Stirn. Und so geht’s:

1. Soweit noch kein Sprechkontakt zum RoRo besteht, so verabrede mit ihm eine einfache Form der Verständigung, die Du wahrnehmen kannst. Sage Deinem RoRo, es möge für ein Ja einmal auf Deine rechte Wange klopfen, für ein Nein einmal auf die linke Wange und für ein Vielleicht oder Ungewiss nacheinander ein Klopfen erst auf die rechte, dann auf die linke Wange.

2. Beginne damit, dass Du das RoRo um Hilfe oder Mithilfe ersuchst und ihm goldene Energie zur Verfügung stellen willst. Sei sicher, dass es Dich versteht.

3. Imaginiere über dem Kopf einen breiten Trichter und ziehe einatmend goldene Energie ins Kopfzentrum. Sei sicher, dass Deine Wolke Dich ebenso versteht wie Dein RoRo und Dir die gewünschte goldene Energie liefert.

4. Während des Ausatmens sende diese goldene Energie vom Kopfzentrum aus durch das Dritte Auge zu jenem Körperorgan oder zu jener Körperregion, deren Behandlung nötig ist. Hier steht das RoRo bereit und kann nun gemeinsam mit dem zuständigen Rigo ans Werk gehen. Willst Du zum Beispiel Magendrücken loswerden, so lass den Goldenen Strahl aus der Stirnmitte im Bogen zum Magen fließen. Nach Sendung mehrerer Energieportionen wird sich der Magendruck verflüchtigen.

Die Goldene Ringscheibe

Die Ringscheiben-Methode stellt eine äußerst wirkungsvolle Selbstbehandlung dar. Sie wirkt ebenfalls im Ätherischen Doppel, auch bekannt als Vitalkörper. Dieser Ätherkörper bildet die Matrize des grobstofflichen Körpers. Eine hier einwirkende Behandlung setzt sich mit schneller Wirkung im grobstofflichen Körper durch.

Hier die Anleitung für die Ganzkörper-Behandlung:

1. Stehe aufrecht oder liege ausgestreckt auf dem Rücken.

2. Imaginiere einen goldenen Ring, der im aufrechten Stand waagerecht über Deinem Kopf schwebt. Die Ringfläche stelle Dir als ein sehr feines Netzwerk vor. Ring und Netzfläche bilden die Ringscheibe. Imaginiere die Ringscheibe so groß, dass Dein gesamter Körper hindurch passt – etwa so groß wie ein Hula-Hoop-Reifen.

3. Nun atmest Du zügig tief ein und ziehst zugleich die Ringscheibe abwärts durch Deinen Kopf, Deine Brust, Deinen Bauch, Deinen Unterleib und durch Deine Beine bis unter die Füße. Dieser Vorgang dauert rund drei Sekunden.

4. Nun atmest Du aus und ziehst die Ringscheibe aufwärts durch Deine Füße, Deine Beine, Deinen Unterleib, Deinen Bauch, Deine Brust, Deinen Kopf bis zur Ausgangsposition oberhalb Deines Kopfes. Auch das Ausatmen dauert nicht länger als drei Sekunden.

5. Eine wesentliche Verstärkung erreichst Du, indem Du beim Ausatmen und gleichzeitigem Hochziehen der Ringscheibe Deinen „spontanen Ton“ anstimmst, indem Du laut und kraftvoll summst. Du kannst auch den Schöpferton A mit der Frequenz von 432 Hertz über eine Phono-Anlage als Leitton einsetzen.

6. Wiederhole diesen Durchgang beliebig oft, mindestens ein halbes Dutzend mal.

Die vorstehende Anwendung ist besonders morgens nach dem Erwachen zu empfehlen. Du wirst Dich wesentlich munterer fühlen, nachdem Du die beschriebene Methode angewendet hast. Du kannst die Ringscheiben-Methode aber auch in jeder beliebigen Körper-Region einsetzen. Hierbei verfährst Du ebenso wie bei der Ganzkörper-Anwendung, kannst aber den Durchmesser der Ringscheibe dem jeweiligen Körpergebiet anpassen. Hier einige Beispiele:

• Müdigkeit, Kopfschmerz, Schwindel
• Zahnbeschwerden
• Halsbeschwerden
• Lungen- und Herzbeschwerden
• Magen-, Leber-, Galle-, Nierenbeschwerden
• Beschwerden im Darmtrakt/Unterstützung der Verdauung
• Beschwerden im Blasen- und Urogenitaltrakt
• Beschwerden in der Wirbelsäule und in den Gelenken (Brüche, Stauchungen, Prellungen)

Die Drei-Chakren-Goldatmung

Diese seit vielen Jahren gut erprobte Anwendung dient weniger einer raschen Gesundung, sondern eher der nachhaltigen Vorsorge. Die Dreifältige Goldatmung versorgt die feinstofflichen Bereiche unseres Körpersystems und unterstützt seine Vitalität. Die Durchführung ist sehr einfach. Du kannst die Goldatmung im Stehen, im Gehen, im Sitzen oder im Liegen durchführen. Hierbei ist es nicht entscheidend, ob es Dir gelingt, den Goldstrom perfekt zu imaginieren. Wichtig ist, dass Deine Energiewolke weiß, dass Du Goldene Energie wünschst.

1. Ziehe einatmend über einen Trichter mit breiter Öffnung das Gold von oben ins Zentrum des Kopfes. Spüre, wie sich das Gold wohltuend im Kopf ausbreitet, während Du ausatmest. Mache auf diese Weise mindestens drei Atemzüge.

2. Ziehe einatmend über einen gleichartigen Trichter Gold von vorn in Dein Kehl-Chakra (die weiche Grube unterhalb des Kehlkopfes). Verbreite das Gold im Halsbereich, während du ausatmest. Mache auch hier mindestens drei Atemzüge.

3. Ziehe einatmend auf gleiche Weise wie unter (2) Gold von vorn in Dein Herz-Chakra (die Grube im Brustbein unterhalb des mittigen Knochenhügels, auf gleicher Höhe mit den Brustwarzen). Verbreite ausatmend das Gold in Brust und Bauch. Gönne Dir auch hier mindestens drei Atemzüge.

4. Diese Anwendung kannst Du mehrere Male am Tag einsetzen. Die Zahl der Atemzüge kannst Du selbst wählen. Wichtig bei jeder Anwendung: Es soll Dir von Tag zu Tag besser und besser gehen.

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Johanniskraut – Bewährt bei Behandlung von Wunden und Depressionen

Johanniskraut

Bewährt bei Behandlung von Wunden und Depressionen

von Alois Rieser

Johanniskraut1

Das Johanniskraut (Hypericum perforatum), bekannt auch unter dem Namen Tüpfel-Hartheu, ist eine anspruchslose Pflanze, die fast überall in Europa und Westasien, vom Mittelmeer bis zur Taiga vorkommt. Sie bevorzugt zum Gedeihen magere, trocken Wiesen, Wald- und Wegränder, lichte Wälder, Böschungen, sandige Böden und steht gern in der prallen Sonne. Die Blütezeit ist vom Sommeranfang (Johanni) bis August.

Sichere Kennzeichen sind die fünfblättrigen gelben Blüten. Die Staubgefäße in der Blütenmitte stehen spitzig hervor; darunter befinden sich pro Blüte drei Blütenstempel. Beim Zerdrücken der Knospen und Blüten kommt roter Pflanzensaft hervor, der das Pigment Hypericin enthält. Aus einem verzweigten Wurzelstock steigt eine Staude mit zweikantigen Stengeln und Zweigen hervor, an denen die Blätter gekreuzt gegenständig angeordnet und ohne Blattstiel erscheinen. Die bis zu 3 cm langen Blätter sind oval-länglich und mit kleinen, durchscheinenden Tüpfelchen (Öldrüsen) punktiert. Die Pflanze wird 30 – 70 cm hoch.

Heilkräftige Bestandteile

Johanniskraut2

• Flavonoide (Bezeichnung für eine Gruppe von meist gelb gefärbten, stickstofffreien phenolischen Pflanzenstoffen; je nach Oxidationsgrad werden Flavone, Flavonole, Flavanole und Isoflavone, sog. Phytoöstrogene, unterschieden)
• Harz
• Gerbstoffe
• Hypericin (ein rot gefärbtes, ätherisches Öl)

Hier hilft Johanniskraut

Johanniskraut3

Aus den frischen oder getrockneten, oberirdischen Teilen der blühenden Pflanze kann ein Tee oder Öl hergestellt werden. Das Johanniskrautöl ist aufgrund seiner Rotfärbung auch als „Rotöl“ bekannt. Wegen seiner photosensibilisierenden Eigenschaften kann es äußerlich bei Taubheit der Haut und bei Schmerzen, die auf Nervenverletzungen oder -quetschungen zurückzuführen sind, eingesetzt werden.

Hypericin macht lahmgelegte Nerven, die ja elektrische Impulse weiterleiten sollen, wieder lichtdurchlässiger und regeneriert in diesem Zusammenhang die Nervenfunktionen. Das Rotöl ist in Reformhäusern erhältlich. Wenn wir Johanniskrautöl selber herstellen wollen, füllen wir eine Flasche mit blühenden Pflanzenteilen und begießen sie mit Olivenöl, Distelöl, Sonnenblumen- oder Rapsöl, bis die Pflanzenteile bedeckt sind. Diese Flasche wird an einem sonnigen Platz zwei oder drei Wochen verschlossen stehen gelassen, bis sich das Öl dunkel-rötlich gefärbt hat. Dann wird das Öl gefiltert und in dunkle Flaschen oder lichtundurchlässige Flakons abgefüllt.

Die therapeutischen Eigenschaften des Rotöls haben sich bei der Behandlung von schlecht heilenden Wunden, Brandwunden, Geschwüren, Rheuma, Verstauchungen und nach einem Sonnenbrand bewährt. Das Johanniskrautöl ist also als ein After-Sun anzusehen, das nach leichten Verbrennungen unsere verletzte Haut heilen hilft und uns schützende Pigmente liefert. Das Öl wird direkt auf die Haut aufgetragen.

Da Johanniskraut anfangs die Lichtempfindlichkeit erhöht, sollte man in den ersten Tagen der Anwendung Solarien, grelles Sonnenlicht und Höhensonne vermeiden. Nach und nach stellt sich jedoch durch die Pigmentbildung eine Harmonisierung ein.

Johanniskrauttee oder -absud wird innerlich gegen verschiedene Lungen- und Harnweg-Erkrankungen verwendet. Johanniskraut kann auch bei Nervosität und bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt werden. Sehr hilfreich bei depressiven Verstimmungen sind außerdem eine ausgewogene Ernährung und das Essen von Früchten, die unter südlicher Sonne gereift sind, insbesondere von Bananen, Avocados und Ananas. Alle Nahrungsmittel, die raffinierten Zucker enthalten wie Kuchen, Torten, süßes Gebäck sowie zuckerhaltige Getränke wie die meisten Fruchtsäfte, Cola und Limonaden sind bei einer Therapie kontraproduktiv, da der Industrie-Zucker depressive Neigungen verstärkt (s. a. den Artikel „Zucker macht sauer“ von Michael George).

So geht’s: Drei Teelöffel Johanniskraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Drei Tassen Tee pro Tag acht Wochen lang trinken.

Die Katzenkralle – Ein Multitalent gegen Viren, Bakterien, Kandida und Krebs

Die Katzenkralle – Una de Gato (Uncaria tomentosa)

Ein Multitalent gegen Viren, Bakterien, Kandida und Krebs

Von Alois Rieser

Die Katzenkralle ist eine Liane, die auf den Hochebenen und im feuchten, schattigen Regenwald Amazoniens wächst. In ihrer Heimat ist sie bekannt unter dem Namen Una de Gato, im Englischen heißt sie Cat’s Claw.

Diese holzige Kletterpflanze kann bis zu 100 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von 25 Zentimetern erreichen. In den Zweigachseln der Blätter befinden sich krallenförmige Kurztriebe, woraus die Einheimischen den Namen Katzenkralle ableiteten. Der wirksamste Teil der Pflanze ist die innere Rinde oder der Bast.
Anwendungen

Seit Urzeiten wird dieses Kraut von den einheimischen Indios aufgrund seiner positiven Eigenschaften genutzt. Katzenkralle gibt es sowohl als Rinde als auch als fein gemahlenes Pulver. Una de Gato war bei den peruanischen Campa-Indigenas seit Jahrhunderten ein wichtiges Medikament. Die südamerikanische Volksmedizin benutzt es, um eine Besserung bei vielen gesundheitlichen Problemen herzustellen, wie zum Beispiel bei Entzündungen, Infektionen, Magen-Darm-Erkrankungen, Durchfall, Arthritis, Wunden und Krebs. Der abgekühlte Absud wird auf die Haut aufgetragen. Er beseitigt Hautunreinheiten, Rötungen und hilft, dass sich Wunden schneller schließen. Bei regelmäßiger Einnahme des Tees kehrt auch der natürliche Glanz in die Haare zurück (Anti-Aging).

Inhaltsstoffe

Katzenkralle2

In der Rinde der Katzenkralle befinden sich sechs Alkaloide. Diese sind dafür verantwortlich, dass die Pflanze eine so unglaubliche Heilkraft aufweist. Zudem enthält sie wirksame Anti-Oxidantien wie Polyphenole und Triterpene.

Zubereitung

Zehn bis 15 g Una de Gato werden in einem Liter Wasser kurz aufgekocht. Danach zehn Minuten weiter köcheln lassen. Der Tee kann zwei- bis dreimal aufgegossen werden, da die rotbraune Rinde sehr ergiebig ist. Man kann den Tee mit Honig, Birkenzucker oder Stevia süßen.

Wissenschaftliche Aussagen

Katzenkralle1

Hier einige aussagekräftige Zitate über Una de Gato: Die Katzenkralle hilft, den Anteil der T-Lymphozyten und die Makrophagen-Produktion zu erhöhen, das Blut zu tonifizieren und sie kann zudem vielseitig eingesetzt werden, um Infektionen zu bekämpfen. Die Katzenkralle hilft außerdem, die Lipid-Matrix in den Zellwänden zu reparieren und ist insbesondere geeignet, die Ausbreitung von virusbelasteten Zellen zu stoppen.

An der Universität von Mailand führte Renato Rizzi ein Experiment mit Una de Gato durch, da dieses auf krebserregende (mutagene) Substanzen bei Rauchern anspricht. Es ist weithin bekannt, dass der Urin von Rauchern mutagene Substanzen enthält. Als ihnen über zwei Wochen Una de Gato verabreicht wurde, kehrte der Raucher-Urin in seinen Urzustand zurück.

Quelle: Powerful and Unusual Herbs From the Amazon and China by World Preservation Society

Moderne Forschungen zeigten signifikante, das Immunsystem stimulierende Aktivitäten, sowie antivirale krebsbekämpfende und antioxidative Effekte.

Quelle: The Herbal Drugstore by Linda B. White, M.D.

Die Katzenkralle (Uncaria tomentosa) ist ein Gewächs aus dem südamerikanischen Regenwald, welches bei der indigenen Bevölkerung schon lange für seine heilwirkenden Eigenschaften bekannt ist, so dass es oft sogar den Beinamen „Heilige Pflanze des Regenwaldes“ erhält. Die kleinen Dor-nen dieser Kletterpflanze befinden sich an den Blättern und erinnern an Katzenkrallen. In Südame-rika wird die Pflanze rezeptfrei als Krebsmittel verkauft, und zeigt viel versprechende Resultate in Studien auf der ganzen Welt.

Quelle: Herbs Against Cancer: History and Controversy by Ralph W. Moss PhD

Es wird ausserdem benutzt, um die Geburt zu erleichtern und die Immunreaktionen bei Mutter und Kind zu verbessern. Ronald Pero, Ph.D., einer der Autoren des u. g. Buches, duplizierte sehr gewissenhaft und vorsichtig die Tee-Extraktions-Methoden der peruanischen Indios, die damit ihre Heilmittel herstellen.

Quelle: The Anti-Aging Solution: 5 Simple Steps to Looking and Feeling Young by Vincent Giampapa, Ronald Pero and Marcia Zimmerman

Die Katzenkralle ist ganz besonders geeignet, das Immunsystem zu stimulieren (Steigerung der Immunität bis zu 60%). Viele der nur in diesem wirkungsvollen Gewächs vorkommenden Chemikalien wurden bereits patentiert zur Verwendung bei der AIDS-Behandlung, sowie auch bei Krebs, Arthritis und anderen Krankheiten.

Nichtsdestotrotz könnte es noch viel versprechender sein, die gesamte Pflanze zu nutzen, anstatt nur einen isolierten Inhaltsstoff.

Quelle: The Doctor`s Complete Guide to Vitamins and Minerals by Dr. Mary Dan Eades

Erfolgsbericht

Katzenkralle

In der modernen Welt wurde die wundersame Liane aus dem Urwald von dem österreichischen Wissenschaftler Klaus Keplinger vorgestellt. Dieser hörte von der Heilung des 80-jährigen Don Luise aus Peru, welcher unheilbar an Gicht und Lungenkrebs erkrankt war, durch die Einnahme des Absuds von Una de Gato. Einer der Söhne Don Luises fand sich nicht mit dem Schicksal ab und suchte Hilfe bei einer peruanischen Schamanin. Diese verabreichte dem Vater täglich zwei Liter Lianenabsud. Nach sechs Monaten war Don Luise wieder völlig gesund und lebte in voller Kondition bis ins neunte Lebensjahrzehnt.

Die Zistrose – ein Bakterien- und Virenkiller

Die Zistrose – ein Bakterien- und Virenkiller

Von Alois Rieser

Die Zistrose ist auch bekannt unter den Namen Zystrose, Cistrose, Cystus oder Cistus Incanus. Diese Heilpflanze wächst hauptsächlich im Mittelmeerraum und beweist erstaunliche Kräfte bei Viren, Bakterien und Pilzinfektionen: die graubehaarte Zistrose “Cistus Incanus”. Das lila, rosa oder weiß blühende Wunderkraut ist eine uralte Arzneipflanze und wird von der heutigen Medizin wiederentdeckt.

Montpellier Zistrose

Neueste Forschungsergebnisse bestätigen nun, was der Volksheilkunde schon lange bekannt ist: Cistus Incanus erweist sich nicht nur als Bakterienkiller, sondern kann auch hervorragend gegen Viren eingesetzt werden und auf rein biophysikalischem Weg Grippeerreger unschädlich machen – etwas, das zuvor noch für unmöglich gehalten wurde.

Das Geheimnis der Zistrose scheint in ihrem ungewöhnlich hohen Gehalt an Polyphenolen zu liegen. Diese Substanzen halten schädliche Oxidationsprozesse in den Zellen auf, wirken entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Der MDR berichtete sogar in einem TV-Beitrag, dass die Zistrose erfolgreich gegen Borreliose im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt wurde. Zudem ist bekannt, dass die Zistrose Schwermetalle aus dem Körper ausleitet. (s.a. youtube.com/watch?v=5ljY33FPSzE).

Entzündungshemmer

Die Heilkraft aus der Zistrose bewährt sich außerdem vor allem bei den verschiedensten Formen entzündlicher Haut- und Schleimhauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis, Mandelentzündung und bakteriellen Magen-Darm-Erkrankungen. Die Zistrose entgiftet den ganzen Organismus, schützt vor Herzinfarkt und die Haut vor Alterungsprozessen.

Kretische Zistrose

Den Tee bereitet man zu, indem man rund fünf Gramm der getrockneten Blätter mit ca. einem Liter kochendem Wasser aufgießt und ca. fünf Minuten ziehen lässt. Da die Blätter der Zistrose sehr ergiebig sind, können sie auch zwei- bis dreimal als Tee angesetzt werden.

Salbeiblättrige Zistrose

Den aus Zistrose zubereiteten Tee trinkt man auf den griechischen Inseln schon seit Jahrhunderten gegen Grippe und Erkältungskrankheiten. So leben z. B. auf der Halbinsel Chalkidiki viele über 100-Jährige, die regelmäßig Zistustee trinken. Auch in der Bibel ist das Harz der Zistrose unter dem Namen Myrrhe erwähnt.

In „Natur & Heilen“ wird berichtet: »Kaum einer, der wirklich vor einer Grippe verschont bleibt. Mancher findet aus dem Niesen und Schnupfen, Husten und Halsweh gar nicht wieder heraus. Dann muss unbedingt wirksame Hilfe her! Dem Immunsystem sollte auf die Sprünge geholfen werden und die Schleimhäute brauchen Unterstützung bei den fortwährenden Angriffen von Viren und Bakterien. Und genau dies alles liefert uns eine kleine Pflanze: die Zistrose. Sie stimuliert unser Immunsystem und stärkt unsere Schleimhäute. Doch sollte man diese Pflanze nicht auf die Hilfe in Hals und Rachen beschränken. Die Wissenschaft bestätigt: Die Zistrose hat das Zeug zum Multitalent gegen Infektionen aller Art und noch manches mehr.«

KrauseZistrose

In diesem Buch kannst Du alles lesen, was Du über die mächtige Heilwirkung der Zistrose und ihre verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten wissen möchtest.

Kaufen kann man den Cistustee in Bioqualität zum Beispiel bei www.aspermühle.de

Vimanas und Sabhas

Das Flugwesen in der Antike

Vimanas und Sabhas

Auf der Münze ist ein Flugsteig zu erkennen, in dessen Mauern ein startbereites Fluggerät steht

Auf der Münze ist ein Flugsteig zu erkennen, in dessen Mauern ein startbereites Fluggerät steht

Wenn wir uns einen Überblick über das offizielle Geschichtsbild verschaffen, so erblicken wir ein Entwicklungspanorama, das dem einleuchtenden Modell der kulturellen Evolution entspricht. Hiernach hat sich die Menschheit in der Antike über mehrere Hauptepochen entwickelt. Der Steinzeit folgte die Bronzezeit, der Bronzezeit folgte die Eisenzeit.

Befassen wir uns allerdings gründlicher mit den Zeugnissen antiker Kulturen, so gelangen wir zu einem Ergebnis, das das Entwicklungsschema der offiziellen Lehrmeinung geradezu auf den Kopf stellt. Denn wir finden Flugtechnologie in der Steinzeit, gigantische Erdsatelliten in der Bronzezeit und ein antikes Perpetuum Mobile in der Eisenzeit, das über lange Zeiten in Arabien seinen Dienst tat.

In diesem Beitrag wollen wir einen Einblick in die Flugtechnologie der Antike geben. Diese Flugtechnologie lag nach der großen Weltflut, die als Sintflut in die Überlieferungen einging, in den Händen einer kleinen Gebieter-Elite, die als Nachkommen einer nichtmenschlichen Rasse in den Überlieferungen aller bedeutenden Kulturen dieser Erde auftaucht – unter verschiedensten Namen.

Was die nichtmenschliche Rasse angeht, so nannten ihre führenden Vertreter sich selbst Anunnaki – „Himmlische auf Erden“. Nach der Sintflut vor gut 5.000 Jahren statteten die Anunnaki ihre Nachkommen mit Noah alias Uranos an der Spitze mit Technologien aus, die durchaus als modern gelten können. Vor allem die Flugtechnologie besaß hier eine Schlüsselrolle. Gehen wir also auf Spurensuche.

Darstellung von Flugkörpern, deren Design sich deutlich von den meist konischen Formen der antiken Flieger abhebt

Darstellung von Flugkörpern, deren Design sich deutlich von den meist konischen Formen der antiken Flieger abhebt

Die Typenvielfalt der Vimanas

Wir reisen zu diesem Zweck nach Indien, um dort nach Auskünften in der rund 4.000 Jahre alten Sanskrit-Literatur zu suchen. Denn nur wenige, teilweise mangelhaft übersetzte vedische Schriften gelangten bisher in den Westen.

Der indische Gelehrte Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal bereitete sich die nicht geringe Mühe, die ältesten Sanskrit-Texte nach Hinweisen auf die Flugtechnologie der Anunnaki durchzuforschen.

Kanjilal fasste seine Studie in einem Manuskript unter dem Titel „Fliegende Maschinen im alten Indien“ zusammen, das Erich von Däniken im Jahre 1988 in seinem Buch „Habe ich mich geirrt?“ veröffentlichte.

Kanjilal nennt drei verschiedene Typen von „fliegenden Fahrzeugen“: Rathas, Vimanas und Sabhas. Vor allem in der Rigveda erscheinen häufig die Rathas als Synonym für „fliegende Wagen“.

In einem Vortrag, den von Däniken in seinem Buch „Reise nach Kiribati“ protokolliert, gibt Kanjilal erstaunlich präzise Details:

„Es werden vier Haupttypen dieser fliegenden Vimanas beschrieben: Rukma, Sundara, Tripura undd Sakuna. Dabei waren die Rukma von konischer Form und golden gefärbt, die Sundara hingegen raketenähnlich und silberglänzend, die Tripura dreistöckig und die Sakuna vogelähnlich. Von diesen vier Haupttypen gibt es 113 verschiedene Untergliederungen, die sich teilweise nur geringfügig voneinander unterscheiden.“

Die Internationale Akademie für Sanskritforschung in Mysore übersetzte in den sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts einen Sanskrit-Text des antiken Gelehrten Maharshi Bharadwaya (Erich von Däniken: „Zurück zu den Sternen“):

„(6) Ein Apparat, der sich aus innerer Kraft bewegt wie ein Vogel, ob auf der Erde, im Wasser oder in der Luft, heißt Vimana (8), welcher sich bewegen kann im Himmel, von Ort zu Ort (9) Land zu Land, Welt zu Welt. (11) Das Geheimnis, fliegende Apparate zu bauen (12), die nicht brechen, nicht geteilt werden können, kein Feuer fangen (13) und nicht zu zerstören sind. (14) Das Geheimnis, fliegende Apparate stillstehen zu lassen. (15)Das Geheimnis, fliegende Apparate unsichtbar zu machen. (16) Das Geheimnis, Geräusche und Gespräche in feindlichen fliegenden Apparaten mitzuhören. (17) Das Geheimnis, Bilder vom Innern feindlicher fliegender Apparate herzustellen. (18) Das Geheimnis, die Flugrichtung eines feindlichen fliegenden Apparates festzustellen. (19) Das Geheimnis, Wesen in feindlichen fliegenden Apparaten bewusstlos zu machen und feindliche Apparate zu zerstören.“

Darstellung von konischen Fliegern auf Startrampen (links) und modern anmutenden Flugzeugen (rechts) in der Luft

Darstellung von konischen Fliegern auf Startrampen (links) und modern anmutenden Flugzeugen (rechts) in der Luft

Das Ratha der göttlichen Zwillinge Asvinas besaß eine dreieckige Form. „Mindestens drei Personen waren zu seiner Bedienung notwendig. Das Vehikel verfügte über drei Räder, die während des Fluges eingezogen wurden.“

Die Rathas bestanden im Normalfall aus Gold, Silber oder Eisen, und sie wurden „durch Flüssigkeiten betrieben, die heute nicht mehr korrekt übersetzbar sind. Die Worte ‚madhu’ und ‚anna’ bedeuten am ehesten ‚Honig’ und ‚Flüssigkeit’“.

Wenn ein Ratha „aus den Wolken hernieder stieg, versammelten sich am Boden große Menschenmengen, um der Landung beizuwohnen.“

Der üblicherweise gebrauchte Gattungsbegriff für Flugzeuge lautete „Vimana“. Allein im Mahabharata erscheinen nach Kanjilal 41 Textstellen, in denen von Vimanas die Rede ist. Hier einige Textproben, die die Erlebnisse des Helden Arjuna beschreiben:

„Als er aus dem Blickfeld der Sterblichen entschwunden war, hoch oben im Himmel, bemerkte er tausende seltsamer Luftfahrzeuge.“

„Er betrat Indras göttlichen Lieblingspalast und sah tausende von fliegenden Fahrzeugen für die Götter, einige nur abgestellt, andere in Bewegung.“

„Die Gruppen von Maruts kamen in göttlichen Luftfahrzeugen, und Matali, nachdem er so gesprochen hatte, nahm mich (Arjuna) mit in sein fliegendes Gefährt und zeigte mir die anderen Luftfahrzeuge.“

„Der große Herr übergab ihm ein sich selbst fortbewegendes Luftfahrzeug.“

Im folgenden lesen wir einige Zitatstellen aus dem Heldenepos Ramayana:

„Gemeinsam mit Kara bestieg er das fliegende Fahrzeug, das mit Juwelen und Gesichtern von Dämonen geschmückt war. Es bewegte sich mit Lärm, der dem Donner aus den Wolken glich.“

„Dies ist das vorzügliche Luftfahrzeug, das Puspaka genannt wird und wie die Sonne glänzt.“

„Das fliegende Objekt, das mit einem Schwan geschmückt war, erhob sich mit lautem Getöse in die Lüfte.“

Aus dem Ramayana erfahren wir auch Details über die Innenausstattung der Vimanas:

„Die himmlischen Fahrzeuge enthielten verschiedene Kammern und kleine, mit Perlen besetzte Fenster. Im Innern befanden sich bequeme, reich dekorierte Räume. Die unteren Stockwerke“ – hier handelt es sich um eine Tripura, ein dreistöckiges Groß-Vimana – „waren mit Kristallen verziert und der gesamte Innenraum mit Belägen und Teppichen ausgelegt.“

Einige im Ramayana beschriebene Vimanas, so Kanjilal, „konnten zwölf Personen transportieren. Sie starteten am Morgen in Lanka (Ceylon) und erreichten Ayodhaya am Nachmittag, nach zwei Zwischenlandungen in Kiskindhya und Vasisthasrama. Damit bewältigten die Fahrzeuge eine Distanz von rund 2 880 Kilometern in neun Stunden.“

Dies entspricht einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 320 km/h.

Inmitten einer Jagdszene ein Flugzeug am Himmel mit Feuerschweif. Im unteren Abschnitt ist deutlich der Trelleborg-Quadrant zu sehen – das Symbol der weltumspannenden Flugroute

Inmitten einer Jagdszene ein Flugzeug am Himmel mit Feuerschweif. Im unteren Abschnitt ist deutlich der Trelleborg-Quadrant zu sehen – das Symbol der weltumspannenden Flugroute

Im Vishnu-Purana findet sich folgende Passage:

„Während Kalki noch spricht, kommen vom Himmel herab zwei sonnengleich strahlende, aus Edelsteinen aller Art bestehende, sich von selbst bewegende Wagen angefahren, von strahlenden Waffen beschirmt.“

Selbst Indras Vimana wird erwähnt. Es zeichnete sich durch besondere Eigenschaften aus. Kanjilal zitiert den antiken Autor Kalidasa:

„Als König Dusyanta aus Indras Luftfahrzeug stieg, bemerkte er zu seinem Erstaunen, dass die Räder des Luftfahrzeugs weder Staub aufwirbelten noch Geräusche verursachten, obwohl sie sich drehten. Verblüfft registrierte er, dass die Räder den Boden nicht berührten. Matali erklärte, dies sei auf die überlegene Qualität von Indras Luftwagen zurückzuführen.“

Flugzeuge gab es nicht nur in Indien

Auch im Ursprungsland aller Flugtechnologie, im Lande der Wächter, schwirrte der Himmel von Flugmaschinen der anunnakischen Gebieter. In einem Keilschrifttext aus Ur heißt es:

„Vater Nannar, Herr von Ur, dessen Glorie das heilige Himmelsboot ist … Wenn du im Himmelsboot herabkommst, bist du herrlich! Enlil hat deine Hand geschmückt mit einem immerwährenden Zepter, als du im heiligen Boot über Ur schwebtest.“

Gudea von Lagash (2140-24 v. Chr.) berichtet auf einem Steindokument von Ninurtas „göttlichem Vogel“, der während einer Kampfhandlung „Blitze auf die hohen Mauern abschoss“. Gudea hatte für Ninurta einen munadaturtur errichtet – einen „starken steinernen Ruheplatz des Mu“.

Einem ihrer assyrischen Könige verhieß Irnini:

„Von einer goldenen Kammer im Himmel will ich über dich wachen!“

In einer Irnini gewidmeten Hymne heißt es:

„Herrin des Himmels, sie legt das Himmelsgewand an, steigt kühn zum Himmel auf. Über alle bevölkerten Länder fliegt sie in ihrem Mu. Herrin, die du in deinem Mu fröhlich dich schwingst zu den Himmelshöhen. Über alle die ruhenden Orte fliegt sie in ihrem Mu.“

Die „geflügelten Drachen“ des antiken China entpuppen sich bei genauerem Quellenstudium als fei-chi: „fliegende Wagen“. Dem österreichischen Historiker Peter Krassa („ … und kamen in fliegenden Wagen“) verdanken wir zahlreiche Übersetzungen alter chinesischer Texte.

Ein taoistisches Manuskript berichtet von den chen-yen, den „vollkommenen Menschen“:

„Sie flogen durch die Wolken, waren imstande, viele Welten zu besuchen, und lebten mitten unter den Sternen.“

In einem Text, der in den Jahren um 1.800 v. Chr. entstand, heißt es über die chi-kung:

„Die chi-kung sind ein kunstreiches Volk. Sie kennen viele Dinge, die anderen Völkern verborgen bleiben. Auf großen Wagen eilen sie mit Windeseile durch die Lüfte.“

Selbst König Salomo verfügte über Flugzeuge. Über Salomos „Luftfahrten“ lesen wir in der Kebra Negest, der Bibel der äthiopischen Kopten:

„Dies ist der dritte Tag, seit der äthiopische Königssohn fortzog, und als sie ihren Wagen beladen hatten, da ging es nicht auf der Erde hin, sondern sie schwebten im Wagen auf dem Winde. Sie waren schneller als der Adler am Himmel, und alle ihre Gerätschaften kamen mit ihnen in den Wagen … Der König und alle flogen auf dem Wagen ohne Krankheiten und Leiden, ohne Hunger und Durst, ohne Schweiß und Ermüdung, indem sie an einem Tage die Wegstrecke von drei Monaten zurücklegten.“

Darstellung mehrerer konischer Flugobjekte auf Startrampen

Darstellung mehrerer konischer Flugobjekte auf Startrampen

Weltraumstädte in den indischen Veden …

Doch nun wieder zurück nach Indien. Neben den Göttern durften auch „auserlesene Menschen, etwa Herrscherfamilien oder Heerführer“ in Vimanas fliegen.

Laut Mahabharata bewegten sich Menschen „am Himmel mit Luftfahrzeugen, die mit Schwänen dekoriert sind und so komfortabel wie Paläste“.

In einem indischen Text, den Berthold Laufer („Prähistorische Luftfahrt“) zitiert, lesen wir:

„Also setzte sich der König Rumanvat mit dem Personal des Harems, seinen Frauen, seinen Würdenträgern und einer Gruppe aus jedem Stadtteil in den himmlischen Wagen. Sie erreichten die Weite des Firmaments und folgten dem Wege der Winde. Der Himmelswagen umflog die Erde über die Ozeane und wurde dann in Richtung der Stadt Avantis gesteuert.“

Als bekannteste Konstrukteure von Vimanas galten Brahma, Maya und Visvakarma. Die Flugtechnologie war „ein wohlgehütetes Geheimnis“: „Die Götter selbst erlegten ihren menschlichen Schülern die Pflicht auf, die Geheimnisse der fliegenden Apparate keinen unwissenden Personen anzuvertrauen. Der Missbrauch dieses alten Wissens war unter schrecklichen Strafandrohungen verboten.“

Menschen wurden nur in Ausnahmefällen in die Geheimnisse eingeweiht. So etwa die Brüder Pranadhara und Paiyadhara, die mit Hilfe Mayas ein Vimana bauten, das 3 200 Kilometer nonstop zurücklegen konnte.

Was die Pilotenausbildung angeht, so heißt es im Bodananda-Kommentar des Vaimanika-Sastra:

„Nur ein Mann, der alle Geheimnisse der Vimanas beherrscht, ist berechtigt zum Flugführer“; er mußte „sämtliche zweiunddreißig Arten der Geheimnisse von Vimanas erlernen“.

Manche Piloten wurden im Liniendienst eingesetzt: „Gewisse Flugapparate starteten und landeten nach einem festgelegten Fahrplan: dreimal täglich und dreimal nachts.“

Die erstaunlichsten Konstruktionen aber waren die Sabhas – jene „Himmelsstätten“, die auch die führenden Asen aufsuchten. Im Sabhaparvan, einem Teil der Mahabharata, wird Maya, der Chefarchitekt der Asuras, als Konstrukteur „gigantischer Weltraumstädte“ genannt, die den zungenbrecherischen Namen Gaganacarasabhas trugen.

Für Yudisthira, den „ältesten der Pandavas“, erbaute Maya „einen himmlischen Versammlungssaal aus Gold, Silber und anderen Metallen“, der „mit achttausend (!) Arbeitern bemannt in den Himmel gebracht wurde. Als Yudisthira den Weisen Narada fragte, ob je zuvor ein derartig wunderbarer Saal konstruiert worden sei, berichtete Narada, ähnliche Himmelshallen gebe es für jeden der Götter Indra, Yama, Varuna, Kuvera und Brahma“.

Das Samaranganasutradhar berichtet, Brahma habe „in altersgrauen Zeiten“ fünf Him- melsstädte für die Götter Brahma, Shiva, Kuvera, Yama und Indra geschaffen. Jede dieser Orbitalstationen, die, wie im Sabhaparvan mitgeteilt wird, um die eigene Achse rotierten, trug einen eigenen Namen: Vairaya, Kailasa, Puspaka, Manika und Tribistapa.

Konischer Flugkörper über unterirdischer Startanlage

Konischer Flugkörper über unterirdischer Startanlage

Yamas „Weltraumstadt“ war „von einer weißen Wand umgeben“, die „strahlend glitzerte“.

Auch im Vanaparvan ist nachzulesen, dass die Götter „in außerordentlich großen und komfortablen Städten außerhalb der Erde“ wohnten. Von einer solchen Stadt berichtet die alte Schrift, sie sei „leuchtend, sehr schön und voller Häuser gewesen“, und sie habe „Bäume und Wasserfälle“ beherbergt.

Und im Sabhaparvan heißt es ergänzend, die Luxus-Satelliten „glänzten wie Silber am Himmel“. Sie „enthielten Nahrung, Getränke, Wasser, alle Annehmlichkeiten des Lebens, sowie schreckliche Waffen und Munition“.

In der Schrift Sulavamsa ist die Rede von einer riesigen Himmelsstadt, die angefüllt war „mit hunderten von Luftwagen aus Gold, Juwelen und Perlen“.

Kuveras Weltraumstadt hatte laut Sabhaparvan die unglaublichen Ausmaße von umgerechnet „550x 800 Kilometern, hing frei in der Luft und war mit goldglänzenden Gebäuden angefüllt“.

Der Sanskrit-Professor weist schließlich auf einen bedeutsamen Aspekt hin: Im Samaranganasutradhar wird „ein Grundprinzip für den Palastbau formuliert, das für indische Tempel von entscheidender Bedeutung ist. Es wird nämlich kategorisch die Auffassung vertreten, Tempel und Paläste seien als architektonische Kopien von himmlischen Flugwagen erbaut worden.
In verschiedenen Werken, beispielsweise in der Manasara aus dem 7. nachchristlichen Jahrhundert, wird diese uralte Überlieferung bestätigt. Paläste und Tempel entsprachen in ihren Grundrissen und Aufbauten den alten fliegenden Fahrzeugen.“

Dieser bemerkenswerte Hinweis zeigt uns, dass das Hermetische Prinzip „Wie oben, so unten“ auch in Indien Anwendung fand.

Steinmodell eines flügellosen Jägers mit schwenkbaren Düsenantrieben

Steinmodell eines flügellosen Jägers mit schwenkbaren Düsenantrieben

Die Beschreibungen der Himmelspaläste, die die nordische Edda „Himmelsstätten“ oder „Himmelssäle“ nennt, sind – so Kanjilal – „seit Urgedenken fester Bestandteil altindischer Epen, deren Echtheit nicht angezweifelt werden kann … Erst das Wissen um die moderne Technik erlaubte eine vernünftige Interpretation.“

Dies gilt auch für die Waffentechnologie. Das Feuer, das die Götter, der „Chronik von Akakor“ zufolge, begleitend zur Flut gegen die menschlichen Kulturen einsetzten und das „heller als tausend Sonnen“ aufblitzte, findet seine Entsprechung in jenen Waffen, die in der Schlacht um Kurukshetra eingesetzt wurden.

„Im Mahabharata werden gewaltige Zerstörungen beschrieben“, so Kanjilal, „hervorgerufen durch mächtige Waffen der Götter“. Die Ungeheuerlichkeit dieser Verwüstungen „ist nur noch mit derjenigen heutiger Atomkriege vergleichbar“.

… und in der nordischen Edda

Metallmodell eines modern anmutenden Flugzeugs mit Höhen- und Seitenruder aus der Zeit der Maya

Metallmodell eines modern anmutenden Flugzeugs mit Höhen- und Seitenruder aus der Zeit der Maya

Nach diesem Exkurs in die Welt des altindischen Sanskrit ist es an der Zeit, die frappante Übereinstimmung zwischen den Sabhas der Adjiti und den Himmelsstätten der nordeuropäischen Asen zu betrachten (siehe: „Hyperborea – das Land der Asen“).

Wir haben ermittelt, dass der nordische Odin mit dem indischen Varuna ebenso identisch ist wie Baldr-Zeus mit dem Helden Indra, und so können wir schließen, dass Varunas Sabha im Norden den Namen Walaskjalf und Indras Sabha den nordischen Namen Breidablik (Breitglanz) trug.

In beiden Kulturen, die tausende von Kilometern auseinander liegen, waren übereinstimmend fünf Himmelsstädte bekannt, in denen die führenden nachsintflutlichen Söhne des Elion Hypsistos alias Re residierten, wenn sie sich nicht auf Erden aufhielten.

Die indische Sanskrit-Literatur bestätigt die nordische Edda auf das Verblüffendste.

Fliegender Wagen der Chi-Kung (ca. 800 v.Chr.)

Fliegender Wagen der Chi-Kung (ca. 800 v.Chr.)

Tatsächlich wird die Bedeutung des Hyperborea-Landes durch die gegenseitige Bestätigung der eddischen und der vedischen Berichte in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar. Denn Hyperborea zeigt sich nach Ausweis der vorgetragenen Belege nicht allein als bloßer Göttersitz – Hyperborea, das Land der Asen, erweist sich vielmehr als irdische Hauptresidenz der führenden „Götter“ Kronos und Zeus. Sie selbst waren es, die als „Wächter der Himmelsstütze“ ein elementares Interesse am sicheren Erhalt der „feurigen Brücke“ Bifröst haben mussten.

Denn nur ein ungestörter Betrieb und ein einwandfreier Wartungszustand der Bifröst ermöglichte es ihren Vimanas, über die „Tesla-Schneise“, aus Ägypten oder Griechenland kommend, genügend Anlauftempo aufzubauen, um jenseits der Bifröst und himmelwärts, durch den schmalen Magnetfeldkorridor hindurch, in den Orbit zu gelangen und einen der rotierenden Luxus-Satelliten zu erreichen.

Doch ob Bifröst, die gigantischen Residenz-Satelliten oder die Vimanas der Gebieter-Elite – sie alle fielen einer gewaltigen, umfassenden Vernichtungsaktion zum Opfer, die Re – der Vater des Noah – um das Jahr 1.220 v. Chr. auslöste. Denn die Noiten mit dem Willkürherrscher Zeus an der Spitze boten dem Re jeden erdenklichen Anlass zu Misstrauen und schlimmen Ahnungen.

Über das schreckliche Ende der Noitenherrschaft erfahren wir Näheres in dem Beitrag „Sekhmet und die Asche einer Ära“.

Zwei Jäger zu Fuß mit Blasrohren, zwei Jäger in Fluggeräten mit Gewehren

Zwei Jäger zu Fuß mit Blasrohren, zwei Jäger in Fluggeräten mit Gewehren

Bifröst, Yggdrasil und die Orakel

Die weltumspannende Fluglinie Noahs und seiner Erben

Bifröst, Yggdrasil und die Orakel

Eine Luftverkehrslinie, die vor 4.000 Jahren Hyperborea (Schleswig-Holstein) mit Hellas (Griechenland) und mit Magan (Ägypten) verband – ist das die Ausgeburt von Sci-Fi-Phantasten? Von leichtgläubigen Schwärmern, die alles Aufregende, alles Sensationelle für wahr nehmen, bloß weil es aufregend, weil es sensationell ist? Was aber, wenn die alten Skalden-Texte aus der nordischen Edda, akribisch verglichen mit archäologischen Befunden, im Lichte unseres heutigen technischen Wissens eben dies beweisen – dass nämlich diese Luftverkehrslinie tatsächlich existierte, von den Asen täglich genutzt wurde und in nördlichen Breiten als Sprunghilfe zum Aufstieg in gigantische Satelliten diente? Folgen wir also den Spuren des dänischen Forschers Preben Hansson und reiben uns staunend die Augen …

Bifröst, die Asenbrücke: Die dänische Sektion der Fluganlage, die den gesamten Globus umspannte. Re, der Vater des Noah, ließ diese Anlage um 3 100 v.Chr. für die Titanen- und Asengeschlechter errichten. Die Anlage wurde während des Ragnarök um 1 220 v.Chr. weltweit zerstört. Darstellung nach Preben Hansson, Und sie waren doch da

Bifröst, die Asenbrücke: Die dänische Sektion der Fluganlage, die den gesamten Globus umspannte. Re, der Vater des Noah, ließ diese Anlage um 3 100 v.Chr. für die Titanen- und Asengeschlechter errichten. Die Anlage wurde während des Ragnarök um 1 220 v.Chr. weltweit zerstört. Darstellung nach Preben Hansson, Und sie waren doch da

Bifröst und die Esche Yggdrasil

Preben Hansson überflog mit seinem kleinen Privatflugzeug die Westküste von Seeland – jene der beiden Großinseln Dänemarks, auf der die Hauptstadt Kopenhagen liegt.

Plötzlich fiel Hanssons Blick „auf den Umriss einer riesengroßen Radaranlage auf dem Erdboden“. Dann wurde er gewahr, dass sich auf dem Grundriss keinerlei Aufbauten befanden.

Und er realisierte schließlich, dass unter ihm die antike „Ringwallanlage“ von Trelleborg lag, deren einstige Baufundamente von Archäologen mit weißem Beton ausgegossen worden waren.

Das war Preben Hanssons Schlüsselerlebnis. Die Fakten, die er in den folgenden Jahren zusammentrug, erwiesen sich als so schlüssig und überzeugend, dass die dänische Archäologie neue Anstöße aus unerwarteter Richtung erhielt. Seine Forschungsergebnisse fasste Hansson in dem Buch „Und sie waren doch da“ zusammen.

Der dänische Archäologe Poul Nörlund hatte vor Jahrzehnten die Ausgrabungen in Trelleborg geleitet und übernahm später das Direktorat des Dänischen Nationalmuseums.

ei Omphaloi mit den obligatorischen Flugsymbolen

ei Omphaloi mit den obligatorischen Flugsymbolen

Nörlund fand heraus, dass die Anlage nicht von Wikingern hergestellt sein konnte, denn sie ist „allzu klar und regelmäßig, als dass sie von unseren nordischen Vorfahren“ – den Wikingern – „erdacht sein könnte, denen eine solche Planmäßigkeit, nach allem, was wir von ihnen wissen, völlig fern lag“.

Und Nörlund stellte eine zweite bedeutsame Tatsache fest:

„Es ist eine in allen Einzelheiten vorhergeplante und in einem Zuge errichte Anlage, nicht nur mit völlig sensationeller Genauigkeit erbaut, sondern auch mit einer Routine, die darauf hindeutet, dass es nicht die erste ihrer Art ist, die diese Leute errichtet hatten.“

Die Trelleborg-Anlage, deren Grundriss Hansson so lebhaft an eine moderne Radarstation erinnert hatte, weist eine halbkreisförmige Ausrichtung des Fundaments nach Nordwesten auf, Kurs 325 °. Eine gedachte Parabolantenne wiese folglich in eine Richtung, die 35 ° westlich von Nord verläuft.

Hansson stieg erneut mit seinem Flieger auf und folgte dem Kurs, den die Anlage in Trelleborg anzeigte. Eine gute Stunde später, nach rund zweihundert Flugkilometern, war Hansson zweimal fündig geworden.

Exakt auf dem eingeschlagenen Kurs fand er eine zweite Anlage an der Ostküste Jütlands bei Hobro und eine dritte nördlich des Limfjords bei Aggersborg.

Eine Linear B-Tafel mit dem Trelleborg-Quadranten

Eine Linear B-Tafel mit dem Trelleborg-Quadranten

Hansson entdeckte damit „eine direkte Verbindung durch die Luftlinie… quer über See und Land“. Sein erstes Resumee: „Es kann unmöglich ein Zufall sein, dass diese großen Ringwälle in einer Linie angelegt sind.“

Betrachten wir jetzt, was Hansson in den folgenden Jahren herausfand. Die Anlage Trelleborg in Westseeland verfügte einst über eine Hafenmole von tausend Metern Länge sowie über eine sechs Kilometer lange Zufahrtstraße mit einer Brücke über den kleinen Fluss Vaarby.

Die Anlage bei Hobro am Ostrand Jütlands trägt noch heute den Namen Fyrkat („Feuerkatze“) und liegt im Tal des Flusses Onsild. Hansson ermittelte, dass der Name Onsild eine Zusammenziehung der einstigen Bezeichnung Odins Ild darstellt. Odins Ild heißt: „Odins Feuer“.

Die dritte Anlage bei Aggersborg im Norden Jütlands identifizierte Hansson als zur ehemaligen Stadt Lumneta gehörig, die auch als Lumne oder Jumne bekannt war. Auf der ältesten dänischen Karte, die König Frederik II. im Jahre 1585 anfertigen ließ, taucht Lumneta als Luxsted auf.

Beide Namen bedeuten: „Lichtstadt“.

Um das Jahr 1100 n. Chr. berichtete der Priester Adam von Bremen seinem Bischof, was ihm der dänische König Sven Estridson über die Lichtstadt am Limfjord mitgeteilt hatte:

„An der Mündung eines Flusses, der die skythischen Sümpfe bespült, bietet die weitberühmte Stadt Jumne den Barbaren und Griechen, die ringsherum wohnen, einen wohlgeschützten Ankerplatz … Es ist bestimmt die größte von allen Städten in Europa … So haben sogar zugereiste Sachsen die Erlaubnis erhalten, dort unter den gleichen Bedingungen zu wohnen, sofern sie ihr Christentum nicht öffentlich zeigten … Es gibt dort den Vulkankessel, den die Einwohner das Griechische Feuer nennen.“

Dieser Kessel des Vulkan alias Hephaistos war offenbar die Quelle des legendären Rufs dieser Stadt.

Schließlich fand Hansson mitten im Kattegat den Standort einer vierten Anlage: die kleine Insel Eskeholm im Stavnsfjord bei Samsö. Die Anlage auf Eskeholm war – bis zur sorgfältigen Zerstörung durch christliche Eiferer im 13. Jahrhundert – umgeben von der Stadt Rethre; sie war bekannt als vielbesuchtes Orakel.

Der sizilische Historiker Diodor notierte vor 2000 Jahren:

„Nördlich des Nordwindes wohnt ein glückliches Volk, das den Sonnengott Apollon anbetet. Auf ihrer Insel befinden sich sowohl ein prächtiges Heiligtum sowie ein bemerkenswerter Tempel, der mit vielen Opfergaben geschmückt ist und eine kreisrunde Form hat.“

Welche Bedeutung die Stadt Rethre noch vor 900 Jahren besaß, erhellt eine Notiz Adam von Bremens:

„Diejenigen, die am zentralsten wohnen und von allen die mächtigsten sind, das sind die Retharier. Ihre weitberühmte Hauptstadt ist Rethre, ein Sitz der Götzenverehrung. Dort ist ein großes Heiligtum für die Götzen erbaut worden, von denen Redigast der oberste ist. Sein Denkmal wurde aus Gold gefertigt, und sein Lager ist mit Purpur bereitet.“

Ein anderer von Redigast überlieferter Name lautet Rerer. Die Anklänge an den großen Re, den Elion Hypsistos, sind nicht zu übersehen.

Die Insel Eskeholm mit ihrer restlos geschleiften Stadt Rethre erwies sich als forscherischer Volltreffer. Hansson hatte nämlich den Sitz der einstigen Weltesche Yggdrasil gefunden.

Denn Eskeholm heißt „Escheninsel“, und dort ortete der Forscher an der Peripherie der ehemaligen Anlage drei Brunnen:

„Sie sind alle kreisrund und befinden sich auf der flachen Strandwiese unterhalb des Plateaus von Eskeholm.“

Die Esche Yggdrasil besaß gemäß den Überlieferungen der Edda drei „Wurzeln“, zu denen je ein Brunnen gehörte: An der Wurzel, die zu den Riesen führte, lag Mimirs Brunnen; an der Wurzel, die nach Niflheim führte, lag Hvergelmirs Brunnen; der Brunnen Urds aber lag an jener Wurzel, die zur Burg Asgard im Wattenmeer führte.

Der Urdbrunnen trägt heute den Namen Urtharbrunnen.

Friedrich Creutzer lieferte im Jahre 1822 in seinem Werk „Symbolik und Mythologie der alten Völker“ eine Edda-Übersetzung:

„Jeden Tag befeuchten sie die Esche mit Brunnenwasser und mit dem Lehm oder mit dem Klebematerial, das dort herumliegt, damit das Eschenholz nicht eintrocknen oder vermodern kann. Das Wasser ist so heilig, dass alle Dinge, die in das Wasser gelangen, so weiß wie die Haut zwischen Eierschale und Eiweiß werden.“

Eine auf Kreta entdeckte Tafel mit Linear B-Schrift und dem Symbol des Trelleborg-Quadranten (unten links)

Eine auf Kreta entdeckte Tafel mit Linear B-Schrift und dem Symbol des Trelleborg-Quadranten (unten links)

Der Begriff „heilig“ wurde in der Antike gewöhnlich im Sinne von „geladen mit besonderer Energie“ verwendet. Die machtvollen Energien, mit denen die Götter umgingen, waren „heilig“.

Nicht nur „Gegenstände“ wurden durch das Wasser aus Urds Brunnen durchscheinend weiß. Das Gelände rings um Urds Brunnen, so Preben Hansson, „ist noch immer heller als die übrige Wiesenumgebung“.

Welchem Zweck diente das heilige Wasser, das sogar imstande war, den Erdboden zu bleichen?

Hansson sieht darin eine isolierende Imprägnierflüssigkeit. „Es ist äußerst interessant, dass die Flüssigkeit Quarz und Glimmer ( im Lehm) enthielt“ – Materialien, die sich weitgehend unempfindlich gegen Temperaturschwankungen verhalten. Und: „Keine Säure greift sie an, und das Material ist der absolut beste elektrische Isolator.“

Indizien für Hansson, „dass diese phantastischen Bauwerke in den Trelleborganlagen technische Wunderwerke waren“.

In dieser Annahme wurde Hansson weiter bestärkt durch die exakte kreuzförmige Struktur, die in der besonders gut erkennbaren Trelleborganlage, nahe seiner Heimatstadt Slagelse, eine Balkenlänge von 140 Metern aufweist. Dieses Riesenkreuz, auch in der kleineren Anlage Fyrkat noch deutlich sichtbar, erinnert verblüffend an ein modernes Interferometer.

Das Radioteleskop Jodrell Banks in Großbritannien, so Hansson, „hätte auf dem Grundriss einer der Trelleborg-Anlagen erbaut worden sein können“.

Das Symbol eben dieser Struktur – ein Kreuz, von einem Kreis umgeben – wurde in Dänemark geradezu massenhaft gefunden. Zwei solcher Steinritzungen fand Preben Hansson bei Trelleborg. Darüberhinaus katalogisierten dänische Archäologen hundert solcher Steinsymbole an insgesamt 59 Orten, u.a. in Djursland, Nordwestseeland, Bornholm, Himmerland und Gotland.

Die Steinzeichnung von Bohuslän auf Gotland zeigt das ringförmige Quadrantenmotiv gemeinsam mit einer menschlichen Gestalt, die sich mit Hilfe von Kreis und Kreuz in die Luft erhebt.

Parallelen zum Technik-Genie Nikola Tesla

Mehr und mehr fühlte Hansson sich an Nikola Tesla erinnert, einen wahren Techno-Magier der Neuzeit. Tesla war seiner Zeit um mehr als hundert Jahre voraus.

Als im Jahre 1892 Edison die Stadt New York elektrifizierte, war Tesla in Buffalo Springs schon einen Riesenschritt weiter: Er brachte auf einer Strecke von vierzig Kilometern zweihundert Kohlefadenlampen zum Leuchten, und zwar mit Hilfe drahtloser Energieübertragung.

Im Jahre 1931 fuhr er gemeinsam mit seinem Neffen eine Woche lang mit einem Luxusmobil der Marke Pierce Arrow in der Landschaft entlang der Niagara Falls umher, ohne eine Tankstelle ansteuern zu müssen.

Sein Wagen wurde durch einen Elektromotor angetrieben, den Westinghouse nach seinen Angaben gebaut hatte. Der Motor seinerseits erhielt Energie durch einen vorgeschalteten Konverter, der den erforderlichen Strom über eine fingerdicke Antenne sammelte. Fahrzeug und Konverter sind heute verschollen.

Teslas größte Leistung bestand im Bau seines „Magnifying Transmitters“ („Verstärker-Sender“) auf Rhode Island bei New York. „Kernstück der Anlage“, so heißt es in einer Denkschrift mit dem Titel „Nikola Teslas Vermächtnis“, „war ein sechzig Meter hoher Turm, dessen pilzförmige Kappe als Kupferelektrode von dreißig Metern Durchmesser“ angelegt war.

Diese Anlage lieferte so gewaltige Energien, dass Tesla bei Hochleistungstests, sozusagen bei Vollgas, Erdbeben und Gewitter mit Blitz und Donner zu erzeugen vermochte – ebenso wie Baal in Kanaan, Telipinu in Hatti und Zeus in Hellas.

Sein Geldgeber Pierpont Morgan – damals einer der finanzkräftigsten Industriellen Amerikas – befürchtete, dass Teslas Pläne zur „Nulltarif“-Versorgung von Industrien, Gebäuden und Fahrzeugen die Kapitalerträge schmälern könnten: „Um Himmels willen, dann verkaufen wir ja nur noch einige Kästen und Antennen und können unsere einträgliche schwere Technik abschreiben.“

Morgan drehte den Geldhahn zu, und Tesla musste das Projekt auf Rhode Island aufgeben. Er fand danach nie wieder einen Finanzier, der es ihm ermöglicht hätte, seinen Magnifying Transmitter weiterzuentwickeln und zu einem Großsystem auszubauen – was uns Heutigen vermutlich so manche Umweltprobleme erspart hätte.

Was hat es nun mit diesem Tesla-Transmitter auf sich? In seinem Buch „My Inventions“
(„Meine Erfindungen“) beschreibt Tesla die Funktion seines Transmitters:

„Es ist ein Resonanzumformer, der, wenn er genau passend zum Erdball proportioniert ist, bei der Erzeugung und drahtlosen Übertragung von Energie höchst effektiv sein wird. Entfernungen werden belanglos, bei der Übertragung tritt kein Energieverlust auf. Die Energie kann drahtlos als Antriebsenergie an jedes Fahrzeug zu Lande, zu Wasser oder in der Luft übertragen oder zur Fernsteuerung dieser Fahrzeuge verwendet werden.“

Und: „Rings um den ganzen Erdball installiert, könnte es einen breiten Gürtel mit Energie und Kommunikationsmitteln versorgen.“

Im Museum von Dodona findet sich diese Darstellung des Trelleborg-Quadranten auf einem Vogel

Im Museum von Dodona findet sich diese Darstellung des Trelleborg-Quadranten auf einem Vogel

Bifröst und der Aufstieg zu den „Himmelsstätten“

An dieser Stelle kehren wir zurück nach Hyperborea zu Odin und den Asen, den Wächtern des „Himmelsstützbalkens“, in dem wir die Esche Yggdrasil wiedererkennen.

Sie bauten eine „Brücke von der Erde zum Himmel, die Bifröst heißt“. Bifröst ist „dreifarbig, sehr stark und mit mehr Verstand und Kunst gemacht als andere Handarbeiten“.

Diese „Brücke“ der Asen „brennt in Flammen, und heiß sind die Himmelswasser“. Täglich „reiten die Asen über die Bifröst in den Himmel hinauf“.

Hierbei scheint „Reiten“ eine Umschreibung von „Fliegen“ zu sein, denn ein Pferd trägt seinen Reiter weder durch Flammen hindurch noch in den Himmel hinauf.

Und tatsächlich sprechen zahlreiche nordische Quellen von den „fliegenden Asen“. Hier einige Beispiele aus den „Nordischen Göttersagen“:

„Odin, Thor, Freyja, Frigg und Hermod ritten und flogen oft gemeinsam, und Freyja flog in ihrem Federkleid.“

„Loki liebte es zu reisen, besonders zu fliegen.“

„Surtr flog hinterher, bis sie über Asgard eintrafen.“

„Nidhög entschwebte über ihre Häupter.“

Vor diesem Hintergrund erscheint Freyrs goldborstiger Eber Gullinbursti, den die Zwerge Sindri und Brokk „geschmiedet“ hatten, als schnelles und wendiges Luftfahrzeug, dessen Gestalt wahrscheinlich absichtlich einem rasenden Keiler glich.

Einen ähnlichen Reim können wir uns auf Odins achtbeiniges ( achtmotoriges?) Pferd Sleipnir machen.

Wenn nun aber Odin, Freyr, Baldr oder Heimdall in den nördlichen Himmel aufstiegen, um ihre „Himmelsstätten“ aufzusuchen, so musste ihre Flugroute genau definiert sein.

Denn die gigantischen Magnetfelder, die die Erde umgeben, besitzen nur schmale Schneisen, die von Astronauten gefahrlos durchmessen werden können.

Der erfahrene Pilot Preben Hansson bemerkt hierzu:

„Astronauten … können die Erde nicht an beliebiger Stelle verlassen, sondern nur auf einem Kurs, der sie in den größtmöglichen Abstand von der Einwirkung der magnetischen Kraftfelder über dem Nordpol bringt, aber gleichermaßen in den größtmöglichen Abstand zu den magnetischen Kraftfeldern des Van-Allen-Gürtels …“

Und er fährt fort: „ … Und diese Richtung ist identisch mit dem Kurs von Trelleborg über Eskeholm, Fyrkat und Aggersborg und dann hinaus in den Weltraum“!

Der „sprechende Stein“ wurde fast durchgängig gemeinsam mit Vögeln, den Symbolen des Flugverkehrs, dargestellt

Der „sprechende Stein“ wurde fast durchgängig gemeinsam mit Vögeln, den Symbolen des Flugverkehrs, dargestellt

Bevor wir den Kurs zu den „Himmelsstätten“ weiter verfolgen, wollen wir prüfen, ob die Feuerbrücke der Asen tatsächlich die Tesla-Bedingung erfüllt, „rings um den ganzen Erdball installiert“ gewesen zu sein, um „einen breiten Gürtel mit Energie und Kommunikationsmitteln“ versorgen zu können.

Die Orakelstätten waren einst technische Relais-Stationen

Genau dies erweist die Probe aufs Exempel. Verlängern wir nämlich den von Hansson gefundenen Kurs zu einer Großkreislinie (Geodäte), die rund um die Erde führt, so berührt diese im Bereich der Festländer und Inseln in südöstlicher Richtung folgende antike Kultorte:

> das Orakel von Dodona in Ipiros bei Ioannina

> das Orakel von Delphi am Berge Parnassos

> das Orakel von Knossos auf Kreta

> das Orakel von Siwa in Nordafrika

> das Orakel von Theben in Ägypten

> das Orakel von Napata in Äthiopien

Erheben wir uns jetzt in die Luft und folgen der Großkreislinie in südöstlicher Richtung!

Wir überfliegen zunächst die Ostsee und gelangen an die mecklenburgische Küste. In diesem Gebiet lag einst die im Meer versunkene legendäre Stadt Vineta, ein antikes Zentrum der Lichtreligion. Der Kurs führt uns weiter, knapp östlich an Berlin vorbei, über die Gebiete der Baumorakel und der alten Lichtreligion in Böhmen.

Schließlich erreichen war das Orakel von Dodona in der Landschaft Ipiros, 22 Kilometer entfernt von der Stadt Ioannina. Dodona gilt als ältestes Orakel der griechischen Welt. Herodot erzählt in seinen „Historien“ über die Entstehung des dodonischen Orakels eine symbolische Geschichte, die auf den ägyptischen Ursprung des gesamten europäischen Orakelwesens hindeutet.

Einst stiegen im ägyptischen Theben – seit der Ersten Zwischenzeit um 2100 Sitz des großen Amen-Re – zwei schwarze Tauben auf. Eine der Tauben ließ sich in der Oase von Siwa in Libyen nieder, die andere überflog das Mittelmeer und landete im gebirgigen Ipiros.

Anfangs saß in Dodona unter einer heiligen Eiche (!) die Große Mutter Gaia. Dies liegt etwa 5000 Jahre zurück. Später wurde das Orakel dem Zeus geweiht, und zwar im 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung.

Der Baumkult, so Philipp Vandenberg in seinem Buch „Das Geheimnis der Orakel“, spielte auch in der minoischen Kultur auf Kreta eine „erhebliche Rolle“, und er erwähnt den Zusammenhang zwischen dem dodonischen Eichenkult und den kultischen Gebräuchen in Nordeuropa, „wo der indoeuropäische Himmelsgott mancherorts in einer heiligen Eiche verehrt wurde“.

Preben Hansson besuchte Dodona und fand hier, im Zentrum der Kultstätte, jenen „kreisrunden Platz“, der für die Trelleborg-Anlagen so typisch ist. Sogar die „gebogenen Böschungen“ des ehemaligen Ringwalls „zeichnen sich noch immer im Gelände ab“. Einst floss auch hier ein Wasserlauf, der für das Kühlwasser der „feurigen Brücke“ sorgte. Hansson fand sogar die Reste eines gemauerten Rückhaltebeckens.

Und im Museum von Ioannina, in dem die ausgegrabenen Artefakte Dodonas ausgestellt sind, entdeckte Hansson ein Relief-Motiv, das den Trelleborg-Quadranten auf einem Adlerrücken zeigt.

Unsere nächste Station ist das Orakel von Delphi. Nach Philipp Vandenberg lag hier in ältester Zeit eine „mythische Kultstätte“, die dem Phoibos Apollon unterstand.

Apollon ist nach Ranke-Graves von Abol=Apfel abgeleitet und weist auf die Äpfel der Hesperiden bzw. auf Iduns Äpfel in Hyperborea. Der Zusatz „Phoibos“ heißt „der Leuchtende“. So ergibt sich, dass Phoibos Apollon uns als „Leuchtender Apfelgott“ entgegentritt, der engste Beziehungen zu den „Wächtern der Himmelsstütze“, den Asen, unterhielt. Apollon war ein Sohn der Leto und des Zeus-Baldr.

Der griechische Historiker Petros Themelis („Das Museum von Delphi“) berichtet, Apollon „wusste alles über den Kosmos“, und ihm war bekannt, „wie man sich aus dem Griff der Materie freimacht“.

Apollon „reiste jedes Jahr von November bis Februar … zu den Hyperboreern, wo es keine Krankheiten gab und wo die Menschen ewig jung blieben“. In dieser Winterpause des Apollon blieb das Orakel außer Betrieb.

Der erste große Tempel mit einer goldenen Apollon-Statue wurde nach Vandenberg erst im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaut – rund 550 Jahre nach einer großen Katastrophe, die Europa, Kleinasien und den gesamten Mittelmeerraum weitgehend verheerte und Hellas ein mehrhundertjähriges „dunkles Zeitalter“ bescherte.

Das ursprünglich materiell-technisch funktionierende Apollon-Orakel wurde seit dem 7. Jahrhundert durch ein weibliches Medium – die Pythia – fortgeführt, die am siebenten Tage eines jeden Monats in einem fulminanten Rauschzustand mehrdeutige Orakel herausstammelte. Die traditionelle Winterpause wurde beibehalten.

Delphi, auf der Südseite des Parnassos gelegen, verfügte seit alters her über das kristallklare Wasser der Kastalischen Quelle, und Preben Hansson entdeckte im Randbereich des später gebauten Amphitheaters Reste des ursprünglichen Trelleborgwalles.

Im Zentrum des Orakels fanden akademische Ausgräber jenen Omphalos, der für viele Orakel im Mittelmeerraum und im Nahen Osten eine ebenso große Bedeutung besaß wie die Cherubim auf der Bundeslade des Messe („Sohn“), der von den hebräischen Übersetzern seiner Schriften zum „Mose“ (aus dem Wasser gezogen“) umgefälscht wurde.

Omphalos (lat.: umbilicus) heißt „Nabel“. Dieser indoeuropäische Begriff (engl.: navel) ist eng mit dem Sanskritwort „nabh“ verwandt. Nabh bedeutet „stark ausstrahlen“ und ist seinerseits verwandt mit dem hebräischen „naboh“ („voraussagen“) und „nabih“ („Prophet“).

Alle diese Begriffe eint ihre gemeinsame Wurzel in einer der ältesten Kultursprachen der Erde. Der sumerische Begriff „naba“ bedeutet: „strahlender Stein, der erklärt“. Dies erläutert Zecharia Sitchin („Der zwölfte Planet“), der imstande ist, die alten Sprachen im Original zu lesen.

Ein Omphalos gleicht einem quer halbierten Ei und besaß bei den späteren medialen Orakelpriesterinnen eher symbolische als funktionelle Bedeutung. Die von den Archäologen gefundenen steinernen Omphaloi – in Delphi, Siwa, Napata, Palmyra und an weiteren Orten – stellen Nachbildungen der ursprünglichen „sprechenden Steine“ dar, die in der sumerischen Literatur, also der ältesten, oft im Zusammenhang mit fernmündlicher Kommunikation genannt werden.

Ein solcher „sprechender Stein“ bestand aus einem technischen Kristall. Wir werden, wenn wir am Orakel von Siwa angelangt sind, Näheres zu dieser Frage erfahren.

Die Trelleborg-Anlage von Delphi, im 7. Jahrhundert zum Orakel umgerüstet, barg den Omphalos, der in Sumer als „sprechender Stein“ bekannt war

Die Trelleborg-Anlage von Delphi, im 7. Jahrhundert zum Orakel umgerüstet, barg den Omphalos, der in Sumer als „sprechender Stein“ bekannt war

Verfolgen wir die Großkreislinie weiter in südöstlicher Richtung, so berührt sie im Mittelmeer das Orakel von Knossos bei Iraklion, wo der kretische Kult des Baumorakels sein Zentrum besaß.

Im Museum von Iraklion ist eine in Knossos gefundene Tontafel ausgestellt, die Schriftzeichen des sogenannten Linear B-Typus enthält. Auf dieser Tafel ist deutlich das Trelleborger Quadrantenmotiv erkennbar.

Jenseits des Mittelmeers, mitten in der libyschen Wüste und genau an der Großkreislinie, erhebt sich in der Oase Siwa ein Kalksteinplateau, auf dem die Ruinen des alten Orakels stehen.

Diodor notierte vor 2000 Jahren: „Inmitten der Oase liegt die Burg, die mit dreifachen Mauern befestigt ist.“

Hier landete einst eine der „schwarzen Tauben“, von denen Herodot berichtet, und auch hier huldigte man, wie Ranke-Graves mitteilt, dem Kult der Orakel-Eiche.

Die Oase Siwa (altägyptisch: Sekhetam) ist 50 Kilometer lang und im Mittel fünf Kilometer breit. Noch heute sorgen zweihundert Quellen für die üppige Blüte der grünen Wüsteninsel.

Das mediale Orakelwesen begann hier etwa zur gleichen Zeit wie in Griechenland. Vandenberg datiert diesen Anfang – von dem wir mittlerweile wissen, dass es ein Neuanfang zu anderen Zwecken und mit einfacheren Mitteln war – auf die Zeit der 25. Pharaonendynastie (712 – 664).

Diese Zeit gilt als eine Periode der Äthiopischen „Fremdherrschaft“. Es ist gewiss kein Zufall, dass König Taharka, der in seiner Hauptstadt Napata das Orakelwesen wieder aufleben ließ, in seiner Zeit als ägyptischer Pharao auch die Anlage in Siwa reaktivierte.

Sowohl in Siwa wie in Napata fand die internationale Gilde der Spatenforscher jenen geheimnisvollen Omphalos, auf den wir schon in Delphi gestoßen sind.

Hören wir Quintus Curtius, den römischen Historiker, von Sitchin zitiert: „Das Ding, das dort“ – in Siwa – „wie ein Gott angebetet wird, hat nicht die Form, die Götterbildnisse gewöhnlich haben. Es gleicht vielmehr einem umbilicus, und es besteht aus einem Smaragd und zusammengefügten kleinen Edelsteinen.“

Und Zecharia Sitchin fügt hinzu: „Amens Schrein in Siwa enthielt … ein von dicken Mauern umschlossenes verbotenes Gebiet, das ungefähr sechzig Quadratmeter maß. In der Mitte befand sich eine feste steinerne Plattform. Die gleiche Anlage mitsamt der erhöhten Plattform finden wir an all den Orten“ – im Nahen Osten – „die mit den ,flüsternden Steinen’ zusammenhängen. Ist daraus … zu schließen, dass sie wie das viel größere Baalbek ebenfalls Landeplatz und gleichzeitig Kommunikationszentrum waren?“

Denn auch auf dem monumentalen Flugsteig Baalbek im Libanon pflegte Baal-Zeus Umgang mit einem „strahlenden Stein, der flüstert“.

Und Seti I. (1304-1290) ließ auf riesigen Wandreliefs technische Prozeduren darstellen, die mit der – zu seiner Zeit längst zerstörten – Raumfluganlage Duat im Sinai zusammenhingen.

Der „Verstärker-Sender“ Nikola Teslas auf Long Island. Diese Technologie lag vermutlich auch der antiken Fluganlage zugrunde

Der „Verstärker-Sender“ Nikola Teslas auf Long Island. Diese Technologie lag vermutlich auch der antiken Fluganlage zugrunde

Das geheime Gebiet des Seker war gekennzeichnet durch das typische Symbol des Omphalos, auf dem zwei Vögel sitzen. Durch den Omphalos wurden „jeden Tag Worte zu Seker gesprochen“.

Wenige Jahrhunderte nach Taharka erlangte das Orakel von Siwa unvergänglichen Ruhm. Denn hier gab Amen selbst, der im „Verborgenen“ wirkende großmächtige Re, dem makedonischen König Alexander das wohl bedeutendste Orakel der griechischen Geschichte. Alexander als „leiblicher Sohn“ des Re wurde bestätigt in seiner Absicht, sich das gesamte persische Großreich untertan zu machen.

Und im Sattel seines norwegischen Pferdes Bukephalos überrannte der „göttliche Iskander“ die mürbe gewordenen Satrapien der persischen Achämenidenkönige, stürzte die Weltherrschaft des Ahura Mazda und pflanzte vom Nil bis zum Indus das Banner des Zeus Megistos – jenes „größten Zeus“, als dessen Sohn und Vollstrecker Alexander wirkte.

Steindarstellung des Trelleborg-Quadranten

Steindarstellung des Trelleborg-Quadranten

Wir fliegen nun auf der Großkreislinie weiter nach Südosten – hin zur Kapitale des Re, nach Theben, dessen Pracht und Monumentalität dem Besucher noch heute den Atem verschlägt. Wie Weset – so hieß die Hauptstadt in Ägypten selbst – sich dem berühmten Ägyptologen Jean Francois Champollion im Jahre 1828 darbot, das beschreibt Erich Zehren in seinem Buch „Scherben, Schriften und Geschichte“.

Am östlichen Nilufer erblickte der Reisende den riesigen Luksor-Tempel: „den weißen Marmor und die herrlichen Säulenhallen, die gewaltigen Torbauten der Pylone, die riesigen, 14 Meter hohen Sitzbilder des Pharaos Ramses II., den Obelisken aus Rosengranit …“

Inmitten der Schuttberge und Trümmer gewahrte Champollion „das unfassliche Wunder einer Kultur ohne Beispiel, die vor mehr als drei Jahrtausenden hier geblüht hat … Als Champollion das gewaltige, fast 44 Meter hohe, 113 Meter breite Tempeltor von Karnak durchschreitet – dessen mächtige, 15 Meter starke Steinblöcke das Heiligtum abschirmen –, betritt er den größten Hof aller großen Tempel Ägyptens“.

Jenseits dieser monumentalen Trümmerwüste betritt Champollion einen Säulensaal, der das Vorstellungsvermögen um mehrere Größenordnungen überschreitet:

„Auf einer rund 5000 qm großen Fläche wächst ein ganzer Wald von riesigen Sandsteinsäulen in die Höhe. In 16 Reihen geordnet, stehen 134 Säulen vor ihm, von denen jede einzelne bereits tief beeindruckt. In der Mitte erheben sich zwölf 21 m hohe ,Papyrussäulen’, jede mit einem Umfang von mehr als zehn Metern. Die übrigen 122 Säulen sind 13 m hoch und besitzen einen Umfang von fast 9 m …“

In einer weiteren Riesenhalle erblickte Champollion „den größten Obelisken Ägyptens aus rotem Granit … – ein fast 30 m hoher, annähernd 350 Tonnen, 7000 Zentner, schwerer Granitmonolith.“

Später sollte Champollion aus dem Harris-Papyrus erfahren, dass im heiligen Karnak einstmals die schier unglaubliche Menge von 86 000 Statuen gestanden hat.

Darstellung des Trelleborg-Quadranten auf Stein

Darstellung des Trelleborg-Quadranten auf Stein

Champollion schrieb an Freunde in Frankreich: „Kein Volk der Erde, kein altes und kein modernes, hat die Kunst der Architektur in solch einem erhabenen und grandiosen Maßstab begriffen wie die alten Ägypter. Sie begriffen wie Menschen, die 100 Fuß hoch sind.“

Das Hauptorakel in Theben, dem Zentrum der einstigen Fluganlage, ist restlos zerstört – verwüstet von den persischen Truppen des Kambyses, der im Auftrage des Ahura Mazda vor knapp 2.500 Jahren besonders gründlich die Heiligtümer des Amen-Re in Schutt und Asche legte. Hier fanden Archäologen immerhin die steinerne Nachbildung eines Omphalos.

Grundriss der Anlage bei Slagelse auf  Seeland (Dänemark)

Grundriss der Anlage bei Slagelse auf Seeland (Dänemark)

Auch das Orakel von Napata, der nubisch-äthiopischen Pyramidenstadt, war dem Amen-Re geweiht, und auch dieses Orakel barg in seinem Zentrum einen Omphalos, wie wir bereits erfuhren. Die Stadt liegt am 4. Nilkatarakt und besaß damit – wie alle anderen betrachteten Orakelstätten – reichlich Kühlwasser für den einstigen Betrieb der „feurigen Brücke“.

Dieser geraffte Überblick zeigt, dass in der Antike Technologien eingesetzt wurden, die selbst in unseren Tagen noch nicht wieder entwickelt wurden. Mehr noch: Nikola Teslas Vermächtnis – an das Preben Hansson die Bifröst-Fluglinie so lebhaft erinnert hatte – wurde sorgfältig in amerikanischen Panzerschränken verborgen. Allein Teslas Technik zur kabellosen Energie-Übertragung ist mehr als hundert Jahre alt. Nicht nur der technologische Hochstand in der Antike wird in Schule und Universität sorgsam verschwiegen. Auch das technologische Erbe des Nikola Tesla ist zusammengeschrumpft auf die Benennung der Magnetfeldstärke.

Wir haben nun die antike Großkreis-Fluglinie im Bereich Europas und Afrikas kennen gelernt. In einem weiteren Beitrag werfen wir einen Blick auf die Flugtechnologie der Anunnaki, die auch den Nachkommen des Noah zugänglich war. Dieser Beitrag ist überschrieben: „Vimanas und Sabhas“.

Asenbrücke

Die Asenbrücke: Kartographische Darstellung der Fluglinie auf dänischem Gebiet. Aus: Preben Hansson, Und sie waren doch da

Der Turmbau zu Babel und die Fluganlage des Re

Die Verbindung zwischen Babylon und Jütland

Der Turmbau zu Babel und die Fluganlage des Re

Nach der verheerenden Weltflut, die im Alten Testament der Bibel als Sintflut bezeichnet wird, gab es weltweit einen kulturellen Neuanfang. Während Noah, dem Engel des Angesichts zufolge (Buch der Jubiläen), seinen Wohnsitz am Berge Lubar (Ararat) zunächst beibehielt, zogen die Söhne, Töchter und Enkel Noahs in ihre Gebiete, erbauten Städte und legten die Fundamente für jene Kulturen, deren gleichzeitiges und weltweites Aufblühen in der akademischen Geschichtsforschung noch immer als ungelöstes Rätsel gilt.

Unterdessen fasste der Anunnaki-Fürst Re, der Vater des Noah, um das Jahr 3.100 v. Chr. den Plan, Babylon, die „Stadt seines Vertrages“, zur größten Metropole der Welt auszubauen. Kein Mensch und kein Göttersprössling hätte es wagen dürfen, auf dem heiligen Boden Babylons auch nur einen Stein zu bewegen ohne Erlaubnis des Elion Hypsistos. Knapp 800 Jahre später sollte es Sargon I. sein, der dies unerlaubt wagte, doch die Strafe Res ruinierte ihn.

So konnte es nur der Plan Res gewesen sein, den „Turm zu Babel“ errichten zu lassen. Im Buch der Jubiläen und im 1. Buch Mose erscheint der Bau der Riesenzikkurat als eigenmächtige und anmaßende Handlung fehlgeleiteter Menschen, die „böse geworden“ sind „durch den gottlosen Plan, sich im Lande Sinear“ – Sumer – „eine Stadt und einen Turm zu bauen“ (Buch der Jubiläen).

Ein Machtkampf zweier Familienflügel

Eine derart verschleierte Darstellung des Vorgangs kann freilich erst verstanden werden, wenn man von dem hintergründigen Machtkampf weiß, der jahrtausendelang zwischen Re, dem Sohne Enkis, und Sin, dem Sohne Enlils, ausgetragen wurde.

Der Engel des Angesichts diktierte dem Mose das Buch der Jubiläen – die literarische Vorlage des 1. Buches Mose – etwa um das Jahr 1.220 v. Chr.; er war derjenige, der als „Engel der Heerscharen“ vor dem Volke Israel „einherzog“. In dieser Zeit – fast 3.000 Jahre nach der Sintflut – war es der als Mondgott bekannte Sin, der eine Reihe israelitischer Stämme zum „auserwählten Volk“ erkor, um es in Kanaan, dem Territorium des mit Re verbündeten Baal-Zeus, gewaltsam zum strategischen Machtfaktor aufzubauen.

So erklärt es sich, dass die vom Engel des Angesichts dem Mose in die Feder diktierten Fassungen fast aller machtpolitisch bedeutsamer Ereignisse propagandistisch gegen Re und seine Allianz der Noiten gerichtet waren.

„Geringschätzige Anspielungen auf Götter feindlicher Stämme“, so bestätigt Ranke-Graves in seiner „Hebräischen Mythologie“, „die vom Ewigen gedemütigt wurden, finden sich in sämtlichen historischen Büchern der Bibel.“

„Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen“, heißt es im 1. Buch Mose (11,4-6), „dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen … Da fuhr der Herr hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. Und der Herr sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun“.

Dieser Text teilt in verschleierter Form mit, dass die Gruppe von Noiten um Ham-Kronos gemeinsam mit ihrem Stammvater und Schirmherrn Re im Begriff waren, eine Riesenzikkurat zu erbauen, um einen sicheren Landeplatz im Gebiet der Metropole Res zu besitzen.

Denn die oberste Plattform einer Zikkurat diente stets als Lande-, Park- und Startplatz der anunnakischen Fürstenfamilien. Dies bestätigt, wenn auch im symbolischen Sinne, Hans Baumann: „Seit zahllose sumerische Götterhymnen entziffert sind, gibt es keinen Zweifel: Die Stufentürme mit ihren Treppen wurden errichtet, um den Göttern den Schritt auf die Erde leichter zu machen“ („Im Lande Ur“).

Dieser „Schritt auf die Erde“ erfolgte allerdings nicht symbolisch, sondern sehr konkret mit Hilfe eines mu, eines Flugschiffes. Nebukadnezar II. schilderte zweitausendvierhundert Jahre nach der „Turm-Affäre“, um das Jahr 600 v. Chr., wozu der von ihm neu erbaute Tempelturm Esagil in Babylon diente:

„Ich errichtete den Kopf des Bootes Idgeul, Marduks fürstlichen Wagen, inmitten des geschlossenen Pavillons, den ich auf allen Seiten abschirmte … Das Boot Zagmuku, das man nahen sieht, den obersten Reisenden zwischen Himmel und Erde.“

Die „Geschichte vom Turm“ ist Gegenstand einer Tafelserie, die in der Bibliothek des Assurbanipal gefunden wurde. Hier wird der Turmbau als Affront gegen den Weltkönig Enlil dargestellt.

„Die Gedanken im Herzen dieses Gottes waren böse. Gegen den Vater der Götter“ – Enlil – „ war er niederträchtig.“ Er „verführte das Volk von Babylon zur Sünde und brachte Klein und Groß dazu, sich auf dem Berge zu vermischen“.

Daraufhin sprach Enlil „im Himmel und auf der Erde. Er bat den Herrn der Götter, seinen Vater Anu, um den Befehl, nach dem sein Herz verlangte.“

Enlil erwirkte auch eine Unterredung mit Damkina, der Mutter des Re. Schließlich flog er nach Babylon und „sprach vom Himmel aus zur Erde. Aber sie folgten ihm nicht, sie wandten sich gegen ihn“.

Mit der Verwirklichung dieses Bauprojekts durch Re wäre Irnini, die Tochter des Sin, an die Wand gedrückt worden. Hätte sie akzeptiert, dass Re als Oberherr über alle anderen Reiche der Erde unangefochten von Babylon aus operierte, so hätte Irnini ihre Rolle als Protektorin des Landes der Wächter (Sumer) am Ende nur noch als hohle Farce betrachten können. Dazu aber war sie zu stolz und zu ehrgeizig.

So bildeten Enlil, der Götterkönig, und Irnini, Enlils Enkelin und offiziell bestallte Protektorin des Landes der Wächter, eine Allianz, so dass die enlilitische Mehrheit des Hohen Rates den Beschluss fasste, den Turm zu zerstören. Das Buch der Jubiläen:

„Und Gott schickte einen heftigen Wind gegen den Turm und zerstörte ihn auf der Erde, und siehe, er war zwischen Assur und Babylon im Lande Sinear“.

Turm zu Babel: Darstellung des Stufenturms (Zikkurat) in Babylon

Turm zu Babel: Darstellung des Stufenturms (Zikkurat) in Babylon

Der alte Tafeltext bestätigt:

„In der Nacht machte er“ – Enlil – „ihrem starken Turm ein Ende. In seinem Zorn sprach er das Urteil. Sie zu zerstreuen, war sein Beschluss. Er gab den Befehl, ihre Beratungen zu verwirren … Ihren Lauf hielt er auf.“

Mit dieser Machtdemonstration hatte Enlil bewiesen, wer Herr der Erde war, und zugleich seiner Enkelin Irnini den Rücken gestärkt: Re sollte wissen, wer Herrin im Hause Sumer war und wer hinter ihr stand.

Aber Re kannte Irnini, seine Großcousine, nur zu gut, und er wusste, dass sie machtbewusst und äußerst ehrgeizig war, jedoch ein Feuerkopf – kein Stratege von seinem oder dem Format Sins, ihres Vaters.

Re hatte Sumer in der Hand, ob Irnini sich dessen bewusst war oder nicht. Denn es waren seine Abkömmlinge, die in Ägypten, Arabien, Kanaan, Hatti, Assur und Elam das Land der Wächter umringten. Wenn Re nur gewollt hätte, so wäre Sumer rasch und nachhaltig abgeschnürt. Aber er wollte es nicht – jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt. Denn er wusste, dass die Zeit für ihn arbeitete.

Eine Fluganlage rund um die Erde

So verzichtete Re darauf, Babylon zur zentralen Flugdrehscheibe aufzurüsten und erarbeitete den Plan für die Errichtung einer einzigartigen Flugschneise rund um den Globus, die den hierauf verkehrenden Flugzeugen und Raumfähren auch noch die Energie für ihren Betrieb lieferte.

Die Route legte Re so, dass sie an keinem Punkt enlilitisches Territorium berührte und folglich Irninis Hoheitsgebiet nicht verletzte.

Ein für dieses gigantische Projekt besonders wichtiges Gebiet lag im Machtbereich Japhets, hoch droben im Norden, „gen Mitternacht“. Es war jenes Gebiet, das die Hellenen später als das sagenumwobene Hyperborea besangen und das die Ägypter als Haunebut kannten.

Dort im Norden stand eine besonders wichtige Ingenieursleistung an.

Und so befahl Re seinem jüngeren Bruder, dem Allround-Wissenschaftler Thot, in den Norden zu gehen – und zwar als Wiedergutmachung für einen Wartungsfehler an wichtigen Anlagen in Südafrika. Auf einer Texttafel aus dem Schrein des Tut Ankh Amen heißt es:

„Ich werde dich … den ganzen Weg gehen lassen, zu dem Ort Haunebut“.

So reiste Thot nach Norden, um als Chefarchitekt eine Fluganlage zu errichten, die nach Fertigstellung die ganze Erde umspannte. Das Kernstück dieser Anlage lag im Lande Haunebut, dessen Menschen längst vergessen haben, welche Bedeutung dieses Gebiet vor 5.000 Jahren besaß. Die Rede ist von Jütland im Norden Schleswig-Holsteins. Hierüber mehr in den Beiträgen „Hyperborea – Land der Asen“ und „Bifröst, Yggdrasil und die Orakel“.

-Red.-

Das Ragnarök und das Ende der Erben Noahs

Das Ragnarök und das Ende der Erben Noahs

Sekhmet und die Asche einer Ära

Die Geschichte der Antike ist im vollen Umfang nur zu verstehen, wenn wir das überlieferte Etikett der „Götter“ durch Gebieter, Herrscher oder Despoten ersetzen. Denn die „Götter“ der Antike waren leibhaftige Wesen. Das betrifft sowohl die seit 15.000 v. Chr. auf der Erde wirkenden Anunnaki („Die Himmlischen auf Erden“) wie auch die Noiten, die Nachkommen des Noah alias Uranos alias Dyaus-Pitar (Jupiter). Die Noiten waren die Titanen, die „Fürsten“. Titanen wie der „Götter“-König Zeus alias Indra demonstrierten die gleiche Willkür, die gleiche Zügellosigkeit, die gleiche kalte Verachtung gegenüber den „einfachen“ Menschen, wie es die Anunnaki rund 15.000 Jahre lang vorgelebt hatten.

Zeus rebelliert gegen Re, den Obersten der Anunnaki

Kronos hatte die Entmachtung durch seinen Sohn Zeus nicht verwunden, umso mehr, als kaum jemand schmerzlicher leiden musste als Kronos, wenn er sich die Gefahren ausmalte, die ein zügelloser Charakter wie Zeus im Amte des Titanenkönigs heraufzubeschwören imstande war.

So beschloss Kronos, den hellenischen Quellen zufolge, gemeinsam mit den anderen entmachteten Titanen einen Krieg gegen Zeus und seine olympische Gefolgschaft zu entfesseln. Ihnen schlossen sich Atlas und Menoitios an.

Doch Zeus tötete Menoitios mit einem Blitz aus seiner Strahlenwaffe (Ranke-Graves), und der Konflikt weitete sich dramatisch aus.

Drei Jahre lang, so berichten die nordischen Edden, „werden auf der ganzen Welt große Schlachten geliefert“.

Ragnarök

Ragnarök: Jugendstil-Darstellung des Untergangs der Asen in Hyperborea/Jütland

In der Völuspa („Große Seherinnenrede“) heißt es:

Brüder kämpfen
Und bringen sich Tod,
Brudersöhne
Brechen die Sippe;
Arg ist die Welt,
Ehbruch furchtbar,
Nicht einer will
Des andern schonen.

In dieser heiklen Lage beschloss Re, Weltkönig und Elion Hypsistos, dem Treiben seiner außer Kontrolle geratenen Abkömmlinge ein Ende zu bereiten. „Der Erde Schirmer schlägt zu voll Zorn“ – so heißt es beziehungsreich in der Edda.

Im Verlaufe des Titanenkrieges scheint nämlich der unselige Zeus eine Ausweitung des Konflikts gegen Weltkönig Re geplant zu haben. Denn in den Grabtexten Ramses III. heißt es hierzu:

„Es ist in der Zeit, da Re alt wurde …, der König der Menschen und Götter. Da führten die Menschen Reden gegen ihn, als seine Majestät alt geworden war … Die Götter wurden herbeigeholt … Re sagte zu Nunu“ (ein anderer Name von Enki-Ptah):

„Du ältester Gott, aus dem ich entstanden bin, und ihr Göttervorfahren! Sehet die Menschen … sie haben Pläne wider mich ersonnen. Sagt mir, was ihr dagegen tätet. Sehet, ich möchte es vermeiden, sie zu töten, bis ich gehört habe, welcher Ansicht ihr seid.“

Sein Vater Nunu-Enki antwortete ihm:

„Mein Sohn Re, du Gott, der größer ist als sein Erzeuger und gewaltiger als sein Schöpfer! Setze dich auf deinen Thron! Groß ist die Furcht vor dir, wenn dein Auge gegen die auszieht, die sich gegen dich empört haben!“

Die anderen Herren pflichteten Enki bei:

„Lass dein Auge hingehen und die Empörer mit Unheil schlagen!“

Ein Weltkrieg überzieht Europa, Vorderasien und Nordafrika

Re ließ auf seiner Flugschneise (siehe: „Bifröst und die Orakel“) eine furchtbare Vernichtungswaffe installieren und alle Hauptstädte und Residenzen der Nachkommen Noahs samt den dazugehörigen Kulturen bis auf den Grund vernichten.

Res ägyptische Tochter Sekhmet, die sich einen Namen machte als Göttin der Verwüstung, übernahm in dem umfassenden Vernichtungswerk eine führende Rolle.

Im Papyrus Leyden (I, 384) heißt es:

„Sekhmet verwandelte sich in die schöne Gestalt einer wütenden Löwin. Sie warf ihre Mähne vor sich. Ihr Fell rauschte vor Feuer. Ihr Rücken war blutfarben. Ihr Antlitz glänzte wie die Sonnenscheibe, ihr Auge glühte vor Feuer. Ihre Blicke loderten wie Flammen und strahlten Feuer aus wie die Mittagssonne … Die Wüste spie Feuer, wenn sie die Krallen wetzte. Die Wälder von Huri-Bäumen verdorrten, da ihre Nüstern Rauch ausbliesen … In der Stunde bedeckte die Wüste ihr Antlitz, die Berge wurden schwarz, die Sonne verfinsterte sich am Mittag, und man sah den Himmel nicht mehr …“

Um das Jahr 1220 entfesselte Sekhmet ein Inferno, das vermutlich mehr Menschenleben forderte als die Weltkriege im Europa des 20. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung.

Sekhmet

Sekhmet: Die Tochter des Re leitete mit dem „kreisenden Stern“ die umfassende Vernichtungsaktion gegen die Machtzentren der Titanen und Asen im gesamten Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in Kleinasien und in Europa

Sethos II. (1215-10) notierte:

„Sekhmet war ein kreisender Stern, der sein Feuer in Flammen ausstreute, eine Feuerflamme in ihrem Sturm.“

Ramses III. (1184-53) ließ im Tempel Medinet Habu von „Sekhmets schießendem Stern“ berichten, dem Stern „schnell im Lauf, der im Nu die Erde umkreist“ und „Pfeil um Pfeil versendet“.

Während der Titanenkrieg noch tobt, verschlingen zwei „Wölfe“ Sonne und Mond. „Die Sterne“, so heißt es in den Edda-Texten, „stürzen im Bogen vom Himmel. Die Erde und die Berge erbeben, dass die Bäume sich aus dem Boden lösen, die Berge hinabstürzen“.

Dann aber „kommt der Fenrirwolf los. Das Meer überströmt die Lande, weil die Midgardschlange sich in Riesenzorn windet und zum Lande strebt“.

Mitten in dieser infernalischen Gemengelage „klafft der Himmel auseinander, und von da oben kommen die Muspellssöhne geritten“ – die fliegenden Streiter der ägyptischen Sekhmet.

„Surtr“ – der Schwarze – „reitet voran, vor sich und hinter sich Feuer. Sein Schwert ist ein Wunderwerk; es strahlt heller als die Sonne. Und als sie über die Bifröst reiten, so zerbricht sie … Die Muspellsknaben reiten bis zum Felde Wigrid“.

Zu den Angreifern gehört Loki, der Blutsbruder Odins – „schmuck und schön von Ansehen, doch böse von Gemütsart“.

Und dann folgt das Ragnarök, der Untergang der nordischen Götter: Der Fenrirwolf verschlingt Odin, doch Widar erschlägt seinerseits den Fenrirwolf. Thor tötet die Midgardschlange, kommt aber durch ihren „Gifthauch“ ums Leben.

Der Höllenhund Garm und der Ase Tyr sowie Loki und Heimdall töten sich gegenseitig, und Freyr erleidet gegen Surtr den Tod.

„Danach schleudert Surtr Feuer über die Erde und lässt die ganze Welt in Flammen aufgehen.“

In der Völuspa heißt es:

Die Sonne wird schwarz,
Das Land sinkt ins Meer,
Vom Himmel stürzen
Die heitern Sterne.
Rauch und Feuer
Rasen umher;
Hohe Hitze
Steigt himmelan.

Asgard war vernichtet, die führenden Asen entleibt. Auch die Insel der Esche Yggdrasil blieb nicht verschont:

„Erde und Sonne standen still, und der Strom von vergifteter Luft wollte nicht aufhören, am Mimirsbrunnen stockte das Orakel“.

Das Inferno des Ragnarök wird auch im Dera Linda Boek überliefert, einer mittelalterlichen friesischen Chronik:

„Atland, wie die Seefahrer es nannten, ward mit all seinen Bergen und Tälern von den Wellen verschlungen, und die See deckte alles zu. Die Erde begrub viele Menschen, und wer entkam, fand im Wasser den Tod. Die Berge spien Feuer … Die Wälder verbrannten zu Asche, und der Wind trug sie fort und verstreute sie über die ganze Erde. Neue Flüsse entstanden, und der Sand in ihren Mündungen bildete neue Inseln. Drei Jahre stöhnte das Land, und als es sich endlich erholt hatte, sah man seine Wunden.“

Laut Prosa-Edda folgte der vernichtenden Katastrophe der „Fimbulwinter“ – „mit Schneetreiben aus allen Himmelsrichtungen, starkem Frost und scharfen Winden, ohne Sonnenschein. Es sind drei Winter, die unmittelbar, ohne Sommer dazwischen, aufeinander folgen“.

Für die Überlebenden war alles verloren, und das einst wohlbestellte Asenland, das zaubrische Hyperborea, war zur lebensfeindlichen Wüste geworden.

In der Völuspa heißt es:

„Die Menschen müssen Midgard räumen.“

Knapp fünfzig Jahre später ließ Ramses III. die Erinnerung an Schicksal und Herkunft der blonden Nordvölker in die Wände des Siegestempels Medinet Habu einmeißeln:

„Ihre Wälder und Äcker sind vom Feuer verbrannt … Die Hitze von Sekhmet hat ihre Länder verbrannt.“

„Die Macht des Meeres brach aus und verschlang in einer großen Woge von Wasser ihre Städte und Dörfer … Das Haupt ihrer Städte“ – Asgard – „ist im Meer untergegangen. Ihr Land ist nicht mehr.“

Auch das stolze Nil-Land selbst hatte das vernichtende Feuer nicht verschont. In den Medinet Habu-Texten heißt es:

„Ägypten lag in vollkommener Verwüstung. Es gibt nirgends Menschen mehr … Die Krokodile werden satt von dem, was sie geraubt haben; die Leute gehen von selbst zu ihnen … Pest zieht durchs Land, und Blut ist überall.“

Was das westlich angrenzende Libyen angeht, so hatte schon Merenptah (1224-15) in Karnak gravieren lassen:

„Libyen ist zur Wüste und ohne Frucht geworden, die Libyer kommen nach Ägypten, um ihres Leibes Nahrung zu suchen.“

Und Ramses III. bestätigte ein halbes Jahrhundert später:

„Libyen ist zur Wüste geworden, eine furchtbare Fackel schleuderte Flammen vom Himmel, ihre Seelen zu vernichten und ihren Stamm zu verwüsten … Ihre Knochen brennen und rösten in ihren Gliedern.“

Einer der wohl letzten Tontafeltexte, die in dem einst strahlenden Ugarit in Nordkanaan verfasst wurden, lautet:

„Der Stern Anat ist vom Himmel gefallen, er mordete die Bevölkerung der syrischen Küste und vertauschte die beiden Dämmerungen und die Stellung der Gestirne.“

Wie in Ugarit fanden moderne Ausgräber mächtige Brandschichten im gesamten kanaanäischen Raum, so in Meggido, Jericho und Lachish.

Bittel und Naumann, die Ausgräber der durch das Sekhmet-Bombardement vernichteten Hatti-Metropole Hattusha im heutigen Anatolien, fassten ihre Grabungsergebnisse so zusammen:

„Die Stadt ist in einer großen Katastrophe zugrunde gegangen. Wo immer wir den Spaten ansetzten …, fanden wir untrügliche Zeugen einer verheerenden Feuersbrunst, die alles Brennbare verzehrte, Lehmziegel zu roter, harter oder schlackiger Masse durchglühte, Kalksteine zersprengt oder zersplittert hat.“

Und sie fügten hinzu:

„Manchmal bekam man den Eindruck, das in den Bauten zufällig Vorhandene hätte nicht zur Erzeugung solcher Flammen, solcher Hitze ausreichen können, als wären vielmehr brennbare Materialien absichtlich zugefügt worden, um die Gewalt des Feuers zu erhöhen. Einzelne lokale Schadenfeuer können unmöglich die Ursache einer solchen völligen Vernichtung gewesen sein.“

Hattusha, die Stadt der megalithischen Bauweise, „muss wochenlang, ja monatelang gebrannt haben.“

In allen Siedlungen und Städten des Hatti-Landes, so fasst Jürgen Spanuth den Gesamtbefund aus der damaligen Zeit zusammen, „fanden die Archäologen Spuren dieser Erdbeben und Brände.“

Und der Spatenforscher J. Wiesner schrieb bereits im Jahre 1943: „Von Troja VII“ – gemeint ist die siebtoberste Kulturschicht – „bis nach Palästina lässt sich eine wahre Kette vernichtender Zerstörungen nachweisen.“

Die schlimmsten Verwüstungen jedoch fanden im Mittelmeer statt: Die Vulkaninsel Thera-Santorin explodierte in einer ungeheuren Eruption und legte die minoische Kultur auf Kreta, die Nachbarinsel Zypern, die gesamte Inselwelt der Ägäis und den Peloponnes in Schutt und Asche und begrub die einst strahlenden Kulturen unter Flutwellen, die bis an die siebzig Meter hoch gelegenen Terrassen der Akropolis von Athen brandeten.

Jürgen Spanuth in seinem Buch „Die Atlanter“:

„Der etwa 1600 Meter hohe Hauptkegel der einst kreisrunden Insel Strongyle wurde durch diese Explosion von ungeheurer Gewalt in große Höhen empor geschleudert und an seiner Stelle ein bis zu vierhundert Meter tiefer Kraterkessel aufgerissen. Es wird geschätzt, dass etwa 150 Kubikkilometer festes Gestein in die Luft geschleudert wurden; beim Ausbruch des Krakatau am 27. August 1883 waren es nur 15 bis 20 Kubikkilometer.“

Hundertfünfzig Kubikkilometer Gestein! Um von dieser unglaublichen Gesteinsmasse eine Vorstellung zu gewinnen, halten wir kurz inne und blicken von der Hamburger Alster nach Süden – auf einen Block, der einen Kilometer breit, einen Kilometer tief und einen Kilometer hoch ist. Hundertfünfzig solcher Blöcke, aneinander gereiht, bildeten zwischen Hamburg und Hannover ein riesiges Gebirge, das die Landschaft Norddeutschlands radikal verändern würde. Welche Kräfte wirkten da, die ein solches Gebirge in die Luft fliegen ließen?

Die Nordvölker wandern nach Süden …

Die Nordvölker, die Midgard räumen mussten, machten sich auf den gleichen Weg, den 800 Jahre zuvor ihre japhetitischen Vorläufer eingeschlagen hatten. Dies war die zweite große „Völkerwanderung“, die auch die offiziellen Geschichtsbücher kennen. Nun waren die Auswanderer aber kaum noch vom Blute Japhets, sondern überwiegend vom Blute Odins, von dem wir wissen, dass er der biblische Ham war.

An ihrer Spitze ritten die Nachfahren des Thor-Herakles, die in ihrer späteren neuen Heimat Hellas als Dorer („Thorer“) ebenso bekannt wurden wie als Herakliden. Angeführt wurden die Dorer mit großer Wahrscheinlichkeit von den Söhnen des Thor, Modi und Magni, denn sie hatten laut Edda das Inferno überlebt.

Aus Südschweden, Dänemark, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Niedersachsen zogen die Nordvölker, „wie die Funde beweisen“, so Spanuth, „die Elbe und die Oder aufwärts“.

Entlang der „Bernsteinstraßen“ zogen sie in mehrere Richtungen: nach Kleinasien und Kanaan, nach Griechenland und Italien, nach Sizilien und Nordafrika.

Spanuth: „Der Weiterzug aus der ungarischen Tiefebene muss kurz nach dem ungeheuren Ausbruch des Vulkans Thera-Santorin erfolgt sein, denn die Hinterlassenschaften der Nordvölker liegen immer über den Schichten vulkanischer Aschen, die dieser Ausbruch über weite Gebiete ausschüttete.“

… und ziehen als „Seevölker“ gegen Ägypten

Gut fünfundvierzig Jahre dauerte die Wanderung und Formierung der Nordvölker – dann drangen sie an drei Fronten gegen Ägypten vor: über Libyen, auf dem Seeweg mit einer großen Flotte neuerbauter Kampfschiffe und über Hatti und Kanaan.

Eine Inschrift in Medinet Habu lautet:

„Nicht hielt stand irgendein Land vor ihren Waffen von Hatti an; Kode (Nordsyrien), Karkemish (am oberen Euphrat), Yeret (Kreta) und Yeres (Zypern) wurden vernichtet zur gleichen Zeit. Sie schlugen ihr Feldlager auf an einem Ort in Amurru. Land und Leute waren zugrundegerichtet, als wären sie nie gewesen. Sie kamen, indem ein Feuer vor ihnen her bereitet war, auf Ägypten zu.“

Doch Ramses III. war es trotz der Dezimierung der ägyptischen Bevölkerung und trotz der Flucht hunderttausender von israelitischen Siedlern aus dem östlichen Delta gelungen, ein riesiges, gut gerüstetes Heer aufzustellen.

Und es geschah, was niemand erwartet hatte: Die Schlacht im Gebiete des Nildeltas, die Ramses III. an drei Fronten zugleich zu schlagen hatte, ging zugunsten der Verteidiger aus.

Zehntausende von Kämpfern auf beiden Seiten starben in ihrem Blut, dann war die Schlacht beendet. Die geschlagenen Nordvölker, die als „Seevölker“ in die Geschichte eingingen, zogen sich zurück.

Ramses machte tausende von Gefangenen zu Zwangsarbeitern und verewigte an den Mauern des Siegestempels Medinet Habu in Theben seinen historischen Triumph.

Das umfangreiche Textmaterial in Medinet Habu läßt keinen Zweifel an der Herkunft der Angreifer:

„Verbündet waren die Peleset, Sakar, Shekelesh, Denen und Weshesh … Sie kommen von den Inseln und Festländern, die im Sin-wur“ – Ozean – „liegen, im Norden.“

Auf den Wandbildern am Medinet Habu, so Spanuth, „sind die Nordmeervölker mit Hörnerhelmen, Strahlenkronen, Griffzungenschwertern und -dolchen, Rundschilden, Schiffstypen, Streitwagen usw. dargestellt, die es so vor 1200 v. Chr. nirgend anders gab als im nordeuropäischen Raum.“

Die Peleset zogen sich nach Kanaan zurück, errichteten dort binnen weniger Jahrzehnte eine blühende neue Kultur und wurden als Pheres und Philister bekannt. Die in Europa verbliebenen Stammesgenossen spielten – viel später – als Preußen eine gewichtige Rolle.

Die Sakar (Sachsen) siedelten gemeinsam mit den Preußen im Gebiete des Libanon (Kanaan). Sakar und Pheres vermischten sich allmählich mit den Westaramäern und wurden später Phoinikier (Phönizier) genannt.

Die Erinnerung an die Philister aber drückt sich noch heute im Namen Palästina aus.

Die Denen (Dänen) wählten Zypern als neue Heimat. Die Herakliden oder Dorer ließen sich auf dem hellenischen Peloponnes nieder.

Die Phryger hatten bereits während des Wanderzuges im zerstörten Hatti-Land Niederlassungen gegründet, und die Illyrer ließen sich für dreihundert Jahre in Apulien und Venetien nieder, ehe sie um 900 v.Chr. nach Hellas zogen.

Das hyperboreische Asenland auf der jütischen Halbinsel hatte sich unterdessen erholt.

Merenptah

Merenptah: Dieser Pharao lieferte die ersten Berichte über das Zerstörungswerk der Sekhmet und war Zeitgenosse des von Sin erzwungenen Auszugs der Israeliten aus Ägypten


Die Edda:

„Die Erde steigt aus dem Meer empor und ist grün und schön; auf den Feldern wächst es ohne Aussaat. Widar und Wali sind am Leben … und sie wohnen auf dem Idafelde, wo früher Asgard stand. Dahin kommen dann auch Thors Söhne, Modi und Magni, und bringen den Mjölnir mit … Sie finden im Grase die goldenen Tafeln, welche die Asen einst benutzten.“

Aus den Listen Ramses’ III. ergibt sich, dass zu den Nordvölkern auch die Libu (Libyer), Luka (Lykier), Shirdana (Sardinier), Akawasha (Achäer), Tursha (Etrusker) und Shekelesh (Sizilier) gehörten.

Und so wundern wir Heutige uns kaum, dass es in Nordafrika Berberstämme gibt, deren Mitglieder anmuten wie braungebrannte Schweden – mit blondem Haupthaar und blauen Augen.

Der „Erde Schirmer“ hatte einen vernichtenden Schlag gegen seine missratenen Nachkommen geführt, gegen die Kinder und Enkel des Noah alias Jupiter-Uranos. Re hatte ein historisches Experiment beendet, das nicht geglückt war. Sein Versuch, zwischen die in den Hintergrund tretenden Anunnaki und die einfachen Erdlinge ein irdisches Gebietergeschlecht zu schalten, war gescheitert.

Re musste die schmerzliche Erfahrung machen, dass seine Abkömmlinge, deren Gedeihen er so lange geduldig gefördert hatte, sich in blutigsten Machtkämpfen verbissen hatten und am Ende gar noch im Begriffe standen, sich gegen ihn, den Elyon Hypsistos, ihrer aller Vater, zu erheben.

Zweitausend Jahre nach der Sintflut war die Erde erneut gereinigt worden, diesmal mit Feuer. Odin, Zeus und andere Titanen hatten ein Lebensalter von über 2000 Jahren erreicht – fast ein Lidschlag im Vergleich zu Res Vater Enki oder dessen Bruder Enlil, die bereits seit rund 15.000 Jahren auf Erden wirkten, doch eine Ewigkeit selbst im Vergleich zu Abraham, der immerhin 175 Jahre alt geworden war.

Die gezielte Vernichtung aller Stammsitze der Titanengeschlechter verschüttete zugleich das Geheimnis des Lebenselixiers und der lebensverlängernden Äpfel der Idun, und als das zerstörte Hellas Jahrhunderte später allmählich aus seinem geschichtlichen Koma erwachte, da war die Erinnerung an die ewig lebenden Götter des Olymp zu Religion und Mythos erstarrt.

Und erst in der klassischen hellenischen Ära, zur Zeit Platons, konnte der einst verhasste Zeus, nun überlebensgroß idealisiert und wohnend in der geistigen Welt der Götter, inbrünstig verehrt werden.

Der Schock der Zerstörung wirkte in Hellas so nachhaltig, dass erst im Jahre 776 eine neue Zeitrechnung begann – mit dem Beginn der Austragung der Olympischen Spiele.

Die weltumspannende Fluganlage mit jener Sektion, die im Norden Bifröst genannt wurde, war nun unwiderruflich zerstört. Sie hatte rund 2.000 Jahre lang den Gebietern dieses Planeten als Hauptreiseroute gedient.

Einige ihrer Stationen aber lieferten noch über 2300 weitere Jahre genügend Energie, um jenes magisch-grüne Leuchten zu erzeugen, das noch vor neunhundert Jahren Adam von Bremen über der Stadt Lumneta, nördlich des Limfjords, mit Erstaunen betrachtet hatte.

Die meisten anderen Stationen aber – vor allem jene in Hellas, auf Kreta, in der Oase Siwa und in Napata – lagen Jahrhunderte lang marode außer Betrieb, bis sie im 7. Jahrhundert vor Christus zu Orakelstätten umgerüstet wurden.

Wissenswertes über Zeus

Wissenswertes über Zeus

Ein Blinder tötet einen ruchlosen Despoten

Im Jahre 1505 (Parische Chronik; nach Ranke-Graves) erschütterte ein Ereignis die Götterwelt, das noch Jahrhunderte nachwirken sollte: Baal Zeus, seit der unrechtmäßigen Beschlagnahme Kanaans 1600 Jahre zuvor als ruchlos verschrien, entmachtete seinen Vater Kronos alias Ham im griechischen Thessalien.

„Nachdem die drei Brüder Kriegsrat gehalten hatten“, so Ranke-Graves, „schlich sich Hades (Mithras) ungesehen an Kronos heran und stahl dessen Waffen. Während Poseidon (Put) den Kronos mit seinem Dreizack bedrohte und so dessen Aufmerksamkeit ablenkte, schlug ihn Zeus mit dem Blitze nieder … Die drei Hundertarmigen steinigten mit Felsbrocken die übrigen Titanen, die … die Flucht ergriffen.“

Der zutiefst gedemütigte Kronos wurde gemeinsam mit den anderen männlichen Titanen „auf eine britische Insel im weitesten Westen“ (Ranke-Graves) verbannt und dort „von den Hundertarmigen bewacht“.

Auf den Inseln Britanniens wurde Kronos, wie Ranke-Graves mitteilt, als Bran bekannt. Immerhin scheint der gestürzte König der Nachkommen des Noah genügend Bewegungsfreiheit besessen zu haben, um zwischen Britannien und dem jütländischen Hyperborea, dem Lande der Asen, hin und her zu pendeln.

Denn in Jütland leuchtete der Stern des Kronos alias Odin noch dreihundert Jahre lang bis zum Ragnarök, und es ist sicher kein Zufall, dass die Nordsee von Apollonius von Rhodos sowie von anderen antiken Autoren als „Kronos-Meer“ bezeichnet wurde.

Zeus aber, der sich nun auf dem Höhepunkt seiner Karriere glaubte, hatte tatsächlich nichts weiter erreicht als den Gipfel seiner Ruchlosigkeit.

Er war in seinem nun etwa 1700 Jahre währenden Leben in die Entmannung des Noah-Uranos verwickelt, er hatte als Kanaan unrechtmäßig den Libanon okkupiert, er hatte Dutzende von Frauen vergewaltigt und geschwängert, er war verhasst wegen seines hochmütigen, launenhaften und wankelmütigen Charakters, und selbst sein berühmter Sohn Apollon stellte sich nun gegen ihn.

Ranke-Graves: „Es kam eine Zeit, als der Stolz und die Launenhaftigkeit des Zeus so unerträglich wurden, dass Hera, Poseidon, Apollon und all die anderen Olympier, mit Ausnahme Hestias, ihn plötzlich umringten, als er schlafend auf seinem Bette lag. Sie banden ihn mit ledernen Riemen und hundert Knoten, so dass er sich nicht bewegen konnte. Er drohte ihnen mit sofortigem Tod, aber sie hatten den Donnerkeil außer Reichweite gelegt und verlachten ihn höhnisch.“

Doch die halbherzige Familienrevolte missriet, denn der „hundertarmige“ Briareus löste die Knoten, und die beschämten Olympier mussten schwören, sich nie wieder gegen Zeus aufzulehnen.

Die defizitäre Persönlichkeit des Zeus gedieh in einem Familienklima, das von „eifersüchtigen Zänkereien“ (Ranke-Graves) geprägt war, und der Engel des Angesichts hatte wohl nicht ohne Grund in den Jahren des Exodus, am Berge Horeb, dem Mose in die Feder diktiert:

„Und in der dritten Jahrwoche dieses Jubiläums begannen unreine Dämonen die Kinder der Söhne Noahs zu verführen und sie zu betören und zu verderben … Und die Söhne Noahs fingen an zu kämpfen, um einander gefangen zu nehmen und zu töten und Menschenblut auf der Erde zu vergießen…“

Und auch Mutter Rhea, Gattin des Kronos, fürchtete früh Schlimmes. Sie „sah voraus, welchen Kummer seine (Zeus’) Wollust schaffen würde, und verbot ihm zu heiraten. Als er voller Ärger drohte, sie zu vergewaltigen, verwandelte sie sich in eine Schlange. Dies aber schreckte Zeus nicht ab. Er verwandelte sich selbst in eine männliche Schlange und wand sich um sie in einem unlösbaren Knoten. So verwirklichte er seine Drohung.“

Damit zeigte sich, dass Zeus nicht einmal davor zurückschreckte, seiner eigenen Mutter Gewalt anzutun.

Helmer Ringgren in einer Kurzcharakteristik des nahöstlichen Hadd, den wir als Baal-Zeus identifiziert haben: „Oft ist es der zerstörerische Zug, der vorherrscht.“

Größenwahn, Rücksichtslosigkeit, Mangel an Selbstkontrolle und Trunksucht – diese Persönlichkeitszüge des Zeus finden wir in einem altindischen Spottgedicht auf Indra in der Rigveda (10,119).

Baldr

Baldr (Baal-Zeus), Sohn des Odin,
wurde um 1 225 v. Chr. von seinem Bruder Hödr getötet

Heinrich Gompertz hat diese vielsagenden Verse übersetzt:

Lang bin ich bis zum Himmel hoch,
Breit wie das ganze Erdenrund:
Trank ich am Ende Soma gar?

Jetzt will ich mal die Erde gleich
Umschmeißen links hin oder rechts:
Trank ich am Ende Soma gar?

Mich brennt’s, der Erde eins zu hau’n,
Dass sie zerfliegt nach links und rechts:
Trank ich am Ende Soma gar?

Ich bin der Große, Große, ich,
Bis in die Wolken rag ich auf:
Trank ich am Ende Soma gar?

Ich geh nach Haus, ich hab genug,
Den Göttern bring ich noch was mit:
Trank ich am Ende Soma gar?

Zeus, der „Himmlische“, zählte fraglos zu den verruchtesten Gestalten unter den Nachkommen des Noah. Doch so schwach sich seine olympischen Anverwandten zeigten, seinen maßlosen Charakter zu zügeln, so erfolgreich war sein blinder Bruder Hödr im nördlichen Hyperborea. Hödr gelang, was so mancher Titan sich gewünscht haben mag, es aber nicht zu vollbringen vermochte.

Hödr war es nämlich, der den Zeus ums Leben brachte. Der Todeszeitpunkt lässt sich unter Berücksichtigung der hellenischen Quellen auf die Jahre kurz vor dem Ragnarök datieren – auf die Zeit um das Jahr 1.225 v. Chr.

Die Nachrichten vom Tode des Zeus finden sich allerdings nur in den nordischen Überlieferungen, in denen Zeus den Namen Baldr trägt, und diese Berichte tragen bereits deutliche Züge der symbolhaften Verschleierung des wahren Geschehens.

Den „Germanischen Götter- und Heldensagen“ zufolge verleitete der schurkische Loki den blinden Hödr, mit einem „Mistelzweig“ auf Baldr zu schießen. In der holprigen Fassung des Felix Dahn klingt der Bericht vom Tode Baldrs so:

Warum willst du nicht schießen auf Balder, den guten Gott,
Den andern gleich, mein Hader? Gefällt dir nicht das Spiel?
Oder fürchtest du, du könntest verfehlen gar das Ziel?“

Da sprach der arge Hader zu Loke reich an List:

„Du weißt, dass ich nicht seh’n mag, wie Balder glücklich ist;
Zum andern bin ich ohne Waffen und Geschoss.“

Da sprach der listige Loke, Wodans Redegenoss:

„So tu nun doch desgleichen wie jeder andere Mann,
Dem guten Balder zu Ehren, weil dir’s nicht helfen kann.
Ich werde dich hinführen, dahin, wo Baldr steht.
Schieß nur mit diesem Zweige nach ihm, wie’s auch ergeht.“

So nahm Hader die Mistel, nicht gut dem Gotte gesinnt,
Und schoss nach Lokes Weisung.
Da flog der Zweig geschwind
Auf Balder, und der Gute fiel zu der Erde tot.
Das war bei Göttern und Menschen die allergrößte Not.

Das war das Ende des verruchten Zeus. Und es musste ein gutes halbes Jahrtausend vergehen, bis das schaudernde Andenken an einen zügellosen Despoten so weit geschwunden war, dass Zeus schließlich als mythischer Weltenlenker, als Oberster aller Götter, im hellenischen Pantheon erneut zu jenen Ehren kam, die er nie verdient hatte.